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Sánchez nennt Vorwürfe fehlender Bahninvestitionen eine „kolossale Lüge"
Spaniens Ministerpräsident hält das Bahnnetz für sicher und bestreitet Investitionsdefizite – nach zwei schweren Unglücken in zehn Monaten und einem Bahnstreik eine riskante Behauptung.
Sánchez verteidigt die Bahnsicherheit nach zwei tödlichen Unglücken
Das spanische Bahnnetz ist sicher. Das behauptet der Ministerpräsident in seinen Erklärungen und krönt sie mit einem Satz: Der Mangel an Investitionen sei „eine kolossale Lüge“. Die Behauptung steht auf wackligen Beinen, wenn man den Beiträgen im Thread folgt: **zwei Unglücke mit Dutzenden Toten in zehn Monaten** —Urda und Adamuz—, ein Bahnstreik aus Sicherheitsgründen und eine Reihe von Äußerungen von Ingenieuren und Technikern, die vor dem Zustand der Gleise und der Wartung warnen.
Das ist kein Streit um Umfragen. Es ist ein Streit um die Instandhaltung.
Was die Fachleute der offiziellen Darstellung entgegenhalten
Die institutionelle Botschaft steht auf zwei Beinen: Die Züge sind sicher, und es fehlt nicht an Geld. Das erste Bein wackelt, sobald man nach dem zweiten Unglück fragt. Das zweite kollidiert mit dem Präsidenten der Vereinigung der Bauingenieure, der **Óscar Puente direkt den Mangel an Wartung und Kontrolle vorwirft**, und mit einem Industrieingenieur, der das Argument des menschlichen Versagens zerlegt: „Das gibt es nicht, wir haben ein System extrem schlampiger Wartung.“ Manche gehen weiter und fordern, den Hochgeschwindigkeitsverkehr bis zur Überprüfung der Gleise einzustellen.
Vier als „unerklärlich“ eingestufte Sicherheitsmängel tauchen in den ersten Hypothesen zu Urda auf. Die frühere Adif-Präsidentin Isabel Pardo de Vera formuliert es genauso: Die Regierung kann nach ihrem Umgang mit der Wartung nicht von menschlichem Versagen sprechen.
Warum das Sicherheitssystem der Strecke Madrid-Sevilla in Frage gestellt wird
Weil die eigenen Techniker warnen, dass das LZB-System, mit dem die Strecke betrieben wird, ihrer Ansicht nach mit **Technologie aus den 1970er Jahren** funktioniert. Das neue System wurde 2020 genehmigt und hätte diesen Informationen zufolge seit Januar in Betrieb sein müssen. Und es gibt ein unbequemes Detail: Im Mai teilte die Regierung Brüssel mit, sie habe das LZB-System ersetzt, das bei dem Unglück versagt hatte.
Dazu kommt die frühere Warnung. Iryo hatte Adif Wochen zuvor gemeldet, dass seine Züge auf genau diesem Streckenabschnitt „stehen blieben“, und eine Mitarbeiterin des Betreibers versichert, dass Störungen durch mangelnde Wartung täglich vorkommen. Ein privater Betreiber weist auf einen wiederkehrenden Defekt hin, und die Verwaltung zieht daraus keine Konsequenzen: Das ist der Kern der Sache.
Die 1,5 Milliarden, die nie in spanische Gleise flossen
Die Regierung hat **mehr als 1,5 Milliarden in die Modernisierung von Zügen anderer Länder gesteckt**, während die Investitionen in Spanien auf ihren niedrigsten Stand fielen. Im selben Gespräch fallen die 750 Millionen für Bahnstrecken in Marokko, die Vox Puente zuschreibt, und die mehr als 700 Millionen für die Erneuerung der Strecke, auf der das Unglück von Urda geschah, deren Verwendung die Eisenbahngewerkschaft geprüft haben will.
Auch das internationale Kapitel passt nicht zur Erzählung: Renfe verliert **150 Millionen an der Hadsch-Strecke nach Mekka**, laut der staatlichen Rechnungsprüfung, und die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft hat einen Zeugen, der behauptet, Zapateros Schmuck seien eine Bestechungszahlung für den Hochgeschwindigkeitszug nach Saudi-Arabien gewesen. Das sind Anschuldigungen, keine Urteile.
Vom Streik am 11-N zur Klage von Vox
Die Lokführer hatten vor zwölf Tagen die Blockierung von Sicherheitsmaßnahmen angeprangert und zum Streik aufgerufen. Am 11-N fiel der Pendlerverkehr in Madrid aus. Vox hat gegen Puente Klage wegen fahrlässiger Tötung eingereicht und ist dem Verfahren zu Urda beigetreten, um die Sicherung von Beweisen zu erzwingen; die Richterin hat ein Untersuchungsgeheimnis verhängt und den Zugang zum Unfallort eingeschränkt, nachdem über das Verschwinden von 42 Metern Gleis aus dem Unglück von Ademuz berichtet worden war.
Ein berufliches Detail: Wie ein Teilnehmer anmerkt, war einer der zu Beginn des Threads geteilten Artikel auf den **11. Februar 2026** datiert. Er stammte also nicht vom Vortag. Auch die Überprüfung gehört zur Empörung dazu.
Während das Verfahren unter Verschluss bleibt, der Streik nicht abgeblasen ist und Sánchez' Erklärungen die einzige offizielle Darstellung bleiben, lautet die Frage nicht mehr, ob das Netz sicher ist, sondern wie lange es dauert, bis derjenige es zugibt, der diese Botschaft verteidigt hat. Die vernünftigste — und langweiligste — Prognose: Das wird eher vor Gericht als im Parlament entschieden. Aber an diesem Punkt sollte niemand mehr allzu große Wetten abschließen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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