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Sánchez löst Parlament auf: Neuwahlen am 29. November
Nach dem Scheitern seiner Wohnungsdekrete setzt Pedro Sánchez in Spanien Neuwahlen für den 29. November an. Eine kurze und angespannte Kampagne steht bevor.
Sánchez löst Parlament auf: Neuwahlen am 29. November
Warum beendet ein Präsident, der bis August 2027 hätte regieren können, die Legislaturperiode im Oktober 2026? Die offizielle Begründung lautet Vertrauen in die Wähler. Inoffiziell war es das Scheitern zweier Wohnungsdekrete im Kongress. Am 29. November, zwei Tage vor Dezemberbeginn, kehren die Spanier an die Wahlurnen zurück.
Die Entscheidung wurde am 5. Oktober 2026 bekanntgegeben. Noch am selben Tag wurde das Parlament aufgelöst. Die vorgezogene Neuwahl, zuerst von OKDIARIO gemeldet, überraschte alle Seiten: Die Legislatur hatte noch Spielraum, niemand erwartete einen Herbstwahlkampf.
Das vom Kongress abgelehnte Wohnungsdekret
Der unmittelbare Auslöser war parlamentarischer Natur. Das Plenum lehnte zwei Wohnungsdekrete ab. Laut im Debatte zitierten Juristen prüfte die Regierung den Weg über die Ständige Fruta (Fruta Permanente), um sie mit einer anderen Mehrheit durchzubringen – was diese Juristen als möglichen „Verfassungsbruch“ bezeichneten. Die Anberaumung der Neuwahl stoppte dieses Manöver abrupt.
Einige sehen darin eine kalte Kalkulation: Das Dekret verfällt mit der Auflösung, aber die PSOE kann im Wahlkampf versprechen, es bei erneuter Regierungsübernahme zu verabschieden.
Verfassungsgericht gibt Puigdemont recht, Oberster Gerichtshof protestiert
Am Tag der Ankündigung erließ das Verfassungsgericht (Tribunal Constitucional) laut Berichten aus der Debatte einen Beschluss zugunsten Puigdemonts. Fünf Richter waren zur Sitzung erschienen, um das Quorum zu sichern. Ohne sie wäre keine Entscheidung möglich gewesen. Ein Teil der Richterschaft ist der Ansicht, das TC agiere als Revisionsgericht, eine Kompetenz, die ihm die Verfassung nicht zuschreibt.
Die zeitliche Nähe zur Wahlankündigung blieb nicht unbemerkt. Eine Analyseströmung sieht das TC als letzte politische Instanz des Staates. Eine andere erinnert daran, dass der Oberste Gerichtshof bereits früher ohne Konsequenzen protestierte.
Umfragen und Ängste der Lager
Zirkulierende Umfragen deuten darauf hin, dass die PSOE ihre linken Verbündeten absorbieren und die Rechte zulegen würde. Bei dieser Lage stellt sich nicht die Frage, wer gewinnt, sondern ob jemand eine Mehrheit erreicht. Eine verlängerte Blockade könnte zu weiteren Neuwahlen oder einer unbequemen Koalitionsregierung führen.
Die Opposition spricht von „Flucht“ und davon, dass Sánchez „nicht mehr kann“. Die Regierung betont das Vertrauen in die Bürger. Beides kann gleichzeitig wahr sein.
Briefwahl und Schatten des Wahlbetrugs
Ein Teil der Debatte konzentriert sich auf die Briefwahl. Es werden frühere Wahlen erwähnt, bei denen die Organisation unter der Verantwortung einer bestimmten Person stand, und schärfere Kontrollen gefordert. Es gibt keine Beweise für Betrug, doch das Misstrauen ist bereits verbreitet.
Das Auszählungssystem, vom Innenministerium beauftragt und extern auditiert, wird erneut im Fokus stehen. Jede Wahl reißt dieselbe Wunde wieder auf.
Der kommende wirtschaftliche Kalender
Die vorgezogenen Wahlen kommen, während die Next-Generation-Fonds zur Neige gehen, die französische Risikoprämie die europäische ansteckt und der Winter naht. Eine geschäftsführende Regierung kann keinen Haushalt verabschieden, daher ist die Wirtschaftspolitik bis zur Bildung einer neuen Regierung eingefroren.
Einige meinen, Sánchez rufe jetzt die Wahl aus, weil der Herbst schlecht aussieht und das nächste Jahr schlimmer. Andere glauben, er habe auf eine Nachrichtensensation gewartet – Pegasus, Zapatero, illegale Finanzierung – und sich nun entschieden, zuvorzukommen. Keine der beiden Hypothesen lässt sich ausschließen.
Mit diesen Voraussetzungen wird der Wahlkampf kurz und angespannt sein. Am 29. November entscheidet sich nicht, wer in Spanien regiert, sondern wer den Winter durchhält. Und das ist in diesen Zeiten schon viel.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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