Beamter in Spanien: Haus, Job und Ehe ohne Sex

Ein spanischer Lehrer mit sicherer Stelle beschreibt eine belastende Routine. Viele sehen erst in fünf Jahren Besserung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Beamter in Spanien: Haus, Job und Ehe ohne Sex
Beamter mit fester Stelle, Eigentumswohnung und einer Ehe ohne Sens

Ein Gymnasiallehrer mit Verbeamtetenstatus, Eigentumswohnung, Frau und einer sechs Monate alten Tochter fasst seinen Alltag als Kette von Pflichten zusammen, die ins Leere führt. Er steht früh auf, um Teenager zu unterrichten, die er nach eigenen Angaben nicht ausstehen kann, kehrt nach Hause zurück, wo sich Flaschengeben und Wutanfälle abwechseln, und isst Abendessen bei Gesprächen, die sich nur noch ums Baby drehen. Der Tiefpunkt erreicht ihn nicht durch Nostalgie, sondern durch pure Erschöpfung. Physisch sieht er besser aus denn je — „tolles Haar“, einige graue Strähnen stehen ihm sogar gut — und dennoch bezeichnet er sich als „vollständig down“.

Sein einziges Ventil ist das Fitnessstudio, diese Zeit, die er als „meinen einzigen halbwegs glücklichen Moment“ beschreibt. Das Wochenende bringt keine Erleichterung. Ein monatlicher Ausflug mit den wenigen verbliebenen Single-Freunden, immer mit Rückkehr vor Mitternacht, um seine Frau nicht zu verärgern. Die Grundklage ist nicht die Müdigkeit. Es ist, dass er für so viel Opfer keine Belohnung sieht: nur Stockhiebe, keine Karotten.

Wie lange dauert der Marathon der Kindererziehung?

Der am häufigsten genannte Zeitraum ist eindeutig: vier bis fünf Jahre. Ab dann, so eine weit verbreitete These, entspannt sich die Lage, wenn von der ursprünglichen Partnerschaft noch etwas übrig ist. Andere dehnen den Kalender bis auf sechs Jahre aus. Und es fehlt auch nicht an Warnungen, dass die Atempause kurz ist: Es gibt Berichte von Kindern, die fast acht Jahre alt sind und weiterhin tägliche Wutanfälle haben, sowie Erinnerungen daran, dass mit elf oder dreizehn Jahren die Pubertät beginnt und alles von vorne losgeht.

Die vorherrschende Botschaft ist in jedem Fall dieselbe: Was hier beschrieben wird, ist keine Anomalie, sondern eine Phase. Eine vorhersehbare Delle, auch wenn sie für die Betroffenen wie ein bodenloser Brunnen wirkt.

Sens, Spirale und Postpartum: Der Stillstand der Partnerschaft

Das Thema Libido wird fast klinisch behandelt. Der Autor des Beitrags räumt ein, dass der sens Kontakt mit seiner Frau während der Schwangerschaft praktisch verschwand und seitdem nicht wiederhergestellt wurde. Er fügt ein Detail hinzu, das die Szene zu einem physischen Problem macht: Das Intrauterinpessar (Spirale), das ihr zur Zyklusregulierung eingesetzt wurde, verursacht Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, sodass die Erfahrung eher schmerzhaft als lustvoll ist. Hinzu kommen die körperlichen Veränderungen nach der Geburt und ein Libidoverlust, der laut seinen Berichten nie zurückgekehrt ist.

Die Meinungen spalten sich. Eine Strömung erinnert daran, dass der Libidoverlust während der Stillzeit ein übliches und vorübergehendes Phänomen ist, und empfiehlt Geduld. Eine andere ermutigt dazu, offen mit dem Partner zu sprechen, um Alternativen zum vaginalen Verkehr zu erkunden. Eine dritte, weniger sentimentale Gruppe schlägt vor, dass man das Bedürfnis diskret und gegen Bezahlung befriedigen sollte, wenn die Partnerin es nicht deckt. Und manche weisen darauf hin, dass die Lösung des Problems mit dem Verhütungsmittel darin besteht, andere kontrazeptive Methoden in Betracht zu ziehen, einschließlich Vasektomie.

Single oder verheiratet mit Kindern: Welches Leben tut weniger weh?

Hier teilt sich die Debatte in zwei Lager. Ein Teil der Kommentare verspottet den Beitrag offen und behauptet, die Geschichte sei übertrieben, ein erfundenes Profil oder eine Provokation. Ein anderer Teil nimmt sie ernst und antwortet mit konkreten Auswegen: Scheidung, Affären, Unterhalt, Trennung.

In der Mitte taucht der unbequeme Vergleich auf. Jemand, der 35 Jahre alt, kahlköpfig, klein und übergewichtig ist, ohne Partner, ohne Arbeit und kurz davor, obdachlos zu werden, behauptet, sich glücklicher zu fühlen: Er meint, ein Kind binde einen fürs Leben und dieses Band bringe mehr Leid als Freude. Gleichzeitig prahlt ein anderer Teilnehmer mit einer Ehe, in der es angeblich täglich Sens gebe, woraufhin ihm entgegnet wird, dass diese Geschichte nicht glaubwürdig sei. Niemand gewinnt die Diskussion.

Die kommende Krise: Kinder, Eltern und Erbschaften

Eine wiederkehrende Warnung verlängert den Horizont des Problems. Zur Last der Kinder unten gesellt sich die der Eltern und Schwiegereltern oben. Wenn diese sterben und der Weg frei scheint, lautet die Prognose, dass ein neuer Streit folgt: die Aufteilung des Erbes mit Geschwistern und deren Partnern. Danach kommt eine Rente, die niedriger ausfällt als erwartet. Und im Hintergrund ein Körper, der nicht mehr mitspielt. Die Schlussfolgerung dieser pessimistischen Gruppe ist bitter: Es wäre fast beruhigender, das nicht mehr zu erleben.

Die offene Frage: Warum hielten unsere Großeltern das aus?

Der meistzitierte Kontrast ist nicht mit den Nachbarn, sondern mit der vorherigen Generation. Man erinnert sich, dass die Großeltern nach Hause kamen, sieben oder acht Kinder hatten, gedeckt aßen, Mittagsschlaf hielten und ohne Dramatik wieder zur Arbeit gingen. Es gab keinen Raum für Depression, so das Argument. Die Frage bleibt im Raum: Was hat sich geändert, damit das gleiche Paket — Arbeit, Haus, Kinder — heute wie eine Verurteilung wirkt?

Dazwischen läuft eine Warnung durch einen großen Teil der Debatte: Ein alternder Körper und eine Rente, die mit weniger Geld kalkuliert wird als geplant. Niemand kann ganz klar sagen, wie all das gleichzeitig gestemmt werden soll.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (436 Antworten).

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