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Sánchez in Sevilla: Arbeiter pfeifen auf den Premier
Bei einem abgesperrten Baustellen-Event in Pino Montano wurde Pedro Sánchez von Arbeitern ausgepfiffen, während nur akkreditierte Presse Zutritt hatte.
Sánchez feiert Event auf Baustelle in Sevilla – Arbeiter pfeifen
Pedro Sánchez veranstaltete ein Ereignis in Pino Montano, einem Stadtteil von Sevilla, mit abgesperrten Zufahrten und Zugang nur für akkreditierte Journalisten. Die Abschottung konnte das Erwartbare nicht verhindern: Eine Gruppe von Anwesenden begann den Präsidenten lange vor seiner Ankunft auszupfeifen, vom Gehweg war ein „Landesverräter!“ zu hören, und ein junger Mann pfiff während der gesamten Rede. Zwei Ausbuhrungen innerhalb von zwei Stunden in derselben Stadt. Die vorherrschende Deutung ist, dass die Bühne — eine im Bau befindliche Anlage — auch als Schutzschild diente.
Abgesperrte Zufahrt und Zugang nur für die Presse
Das Sicherheitsdispositiv folgte einer einfachen Logik: Wenn das Publikum nicht hereinkommt, pfeift niemand. Der Zugang war eingeschränkt und der Einlass den Journalisten vorbehalten, wobei ein Zelt auf dem Mittelstreifen als Sichtschutz zwischen dem Präsidenten und der Straße fungierte. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gehwegs begann eine kleine Gruppe zu protestieren, noch bevor Sánchez eintraf. Man hörte ein „Landesverräter!“, und ein junger Mann hörte während der gesamten Veranstaltung nicht auf zu pfeifen. Anwohner auf derselben Straßenseite reagierten mit Rufen wie „Raus mit Faschos und Cayetanos aus Pino Montano!“
Anschließend schwappte die Kontroverse auf soziale Medien über. Der Präsident veröffentlichte ein Video der Veranstaltung, woraufhin ihm vorgeworfen wurde, es manipuliert zu haben, um den Empfang zu verbergen. Manche behaupten, die Montage verberge das Pfeifen; dies ist jedoch eine Anschuldigung, kein bestätigter Fakt.
Die Partei mit dem O für Arbeiter, die sich auf einer Baustelle versteckt
Der Kontrast zwischen den Parteibuchstaben und dem Publikum wurde zum wiederkehrenden Witz. Die PSOE prahlt damit, das O für „obrero“ (Arbeiter) im Namen zu tragen, doch ihr Präsident musste sich auf einem Gerüst verschanzen, um seine Rede halten zu können, ohne ausgepfiffen zu werden. Die Situation hat ihren Reiz und ihr Problem: Ein Teil der Wählerschaft, die die Partei als ihre eigene beansprucht, ist genau jene, die mit Helm aufgetaucht ist, um zu pfeifen.
Niemand behauptet, dass die Arbeiter von Pino Montano das ganze Land repräsentieren. Aber die Szene — ein Präsident unter Jublern, Sprechern und Leibwächtern, und gegenüber wütende Nachbarn — fasst eine Entfremdung zusammen, die die offizielle Rhetorik nicht anerkennt.
Warum wirkt es, als seien die Löhne nicht gestiegen?
Weil sie gestiegen sind, aber weniger als alles andere. Die gängige Berechnung geht von einem Durchschnittsgehalt von 27.000 Euro jährlich aus: Das sind 2.250 Euro brutto pro Monat und bei 166,386 Peseten pro Euro etwa 374.368 Peseten. Zu Beginn des Jahrhunderts lag der Durchschnittslohn bei rund 220.000 oder 230.000 Peseten monatlich. Der nominale Anstieg beträgt etwa 60 %.
Und hier beginnt die Nuance, die alles ändert. Die kumulierte Inflation seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 bis 2019 wird auf 65 % geschätzt, sodass die Kaufkraft nicht im gleichen Maße gestiegen ist. Der Verbraucherpreisindex (CPI) erzeugt zudem Misstrauen: Manche behaupten, mit Fachleuten des öffentlichen Sektors gesprochen zu haben, die ihn als manipuliert betrachten. Dies ist eine ungeprüfte Aussage, erklärt aber, warum die offiziellen Daten und der Einkaufskorb in der öffentlichen Diskussion nicht übereinstimmen.
Der Staatshaushalt stieg um das 2,5-Fache, während die Löhne um 60 % wuchsen
Das zweite Argument betrifft die Ausgaben. Während die Löhne um 60 bis 65 % stiegen, schnellten die Staatsausgaben von etwas mehr als 200 Milliarden Euro auf fast 600 Milliarden Euro hoch: eine Vervierfachung bzw. Multiplikation mit 2,5. Die Steuerlast hätte sich seit 2000 verdoppelt, und manche beziffern die Anzahl politisch besetzter Stellen, die damals nicht existierten, auf 800.000.
Der Kontrast dazu, wie man Geld in den Neunzigern wahrnahm, zeigt sich, sobald jemand zurückblickt. Im Jahr 1998 konnte ein Ingenieur mit Marathon-Arbeitszeiten eine Million Peseten pro Monat verdienen, was heute deutlich mehr als 6.000 Euro entsprechen würde. Es waren andere Zeiten, mit einem anderen Angebot an Absolventen und einer anderen Bereitschaft, die Stadt zu wechseln.
Sieben Millionen Stimmen, die nicht vom Ausbuhen abhängen
Wie hält man eine Regierung durch, wenn die Straße dagegen ist? Die häufigste Antwort ist die Arithmetik. Sieben Millionen Stimmen, oder sieben und eine halbe, je nach Zählweise. Es wird argumentiert, dass dieser Block Rentner, Beamte, Empfänger von Subventionen und deren Familien umfasst und dass er zusammen mit einem bestimmten ideologischen Wählerblock schwerer wiegt als die Bevölkerung, die früh zur Arbeit muss.
Dies ist eine unbequeme These und auch eine Vereinfachung. Aber sie hat eine praktische Konsequenz: Wenn die Stimmen nicht durch Pfiffe bewegt werden, gibt es keinen Anreiz, die Strategie zu ändern. Und die Abschottung von Veranstaltungen wird von einer Anekdote zur Methode.
Gegen die Straße und mit stagnierenden Umfragen
Pfiffe auf einer Baustelle in Sevilla stürzen niemanden. Die berechtigte Frage lautet anders: Wenn das abgeschirmte Event wiederholt wird und weiterhin mit Pfiffen gefüllt ist, wird das Problem nicht mehr der Lärm sein, sondern das Image. Mit den Fakten auf dem Tisch ist es wahrscheinlich, dass die Regierung das Format intensiviert und noch mehr Kapazität reserviert. Ob das gelingt, hängt von etwas ab, das sie nicht kontrolliert: der nächsten Baustelle, auf der er sprechen muss.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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In Spanien steigen die sexuell übertragbaren Infektionen stark an. Besonders Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien nehmen zu, wobei auch Frauen über 50 zunehmend betroffen sind.