Sieben Abgeordnete stützen Sánchez und er trägt die Erzählung
Er hat die Wahlen verloren und residiert weiterhin im Moncloa-Palast in Madrid. Das ist der Ausgangspunkt der These, die zu Beginn des Gesprächs mit Vehemenz verteidigt wird: Sánchez regiert nicht aus eigener Mehrheit, sondern weil seine Amtseinführung von einer Handvoll fremder Sitze abhängt. Und von dort ist es nur ein kleiner Schritt zum Label „unbesiegbar“. Im Grunde geht es in der Diskussion nicht darum, ob man ihn mag. Es geht darum, ob sein Vorsprung auf Talent, System oder schlicht auf der Mittelmäßigkeit seiner Gegner beruht.
Warum gilt Pedro Sánchez als der unbesiegbare Politiker?
Weil die ihm zugeschriebene Bilanz schwer anzuzweifeln ist: Er regiert, ohne gewonnen zu haben, hat einen schwierigen Zyklus überlebt und behält die volle Kontrolle über seine Partei. Er wird als Stratege beschrieben, der vor allen anderen begriffen hat, dass sich spanische Politik im Kurzfristigen und in der Wochenagenda entscheidet. Manche gehen noch weiter und vergleichen ihn mit einem fortgeschrittenen Schüler Machiavellis, mit einem Raubtier der Verhandlung und sogar mit jemandem, der Franco aus dem Grab auferstehen lassen könnte. Andere, weniger episch, argumentieren, dass er auf ein Terrain kam, auf dem niemand spielen kann.
Das am häufigsten zitierte Ereignis sind die Debatten: das Bild eines Präsidenten, der entspannt war und dem Anführer der PP (Partido Popular) ins Gesicht lachte, während Millionen zuschauten. Daraus leitet sich eine weit verbreitete Idee ab: Der Rivale hat nicht nur verloren, sondern wurde auch geschwächt.
Susana Díaz, Podemos, IU und die PP: Die Liste der gefallenen Rivalen
Die Aufzählung wiederholt sich mit buchhalterischer Präzision. Innerhalb der PSOE (Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens) die Abrechnung mit der alten Garde und der damaligen andalusischen Präsidentin, die Macht und Einfluss konzentrierte und als die „Ayuso der PSOE“ bezeichnet wird. Außerhalb davon das Verschwinden von Podemos als autonome Kraft, der Einbruch von Izquierda Unida (Vereinigte Linke) und drei Anführer der PP — Rajoy, Casado und nach dieser Lesart Feijóo —, die alle gescheitert sind.
Es gibt eine zynischere Version derselben Geschichte: Die PP hätte kooperiert. Es wird behauptet, die Konservativen hätten einen Führer ohne Erfahrung hochgezogen, den richtigen Moment verpasst und wer gegen den schwächsten Gegner ihrer Geschichte verliert, kann danach nicht den Sieger beschuldigen. Wenn der Verdienst bei Sánchez liegt, wäre die Verantwortung für das Ergebnis geteilt.
Die Amnestie: Welches Verbrechen wird vorgeworfen und warum zitiert niemand den Paragrafen?
Hier verlässt das Gespräch die strategische Ebene und betritt juristisches Terrain, wo sich die Positionen verhärten. Dem Präsidenten wird vorgeworfen, ein Verbrechen begangen zu haben, indem er die Amnestie vorantrieb. Aber wenn um Konkretisierung gebeten wird — welcher Artikel des Strafgesetzbuches und welche Strafe? —, weicht die Antwort auf andere Themen aus. Von der Gegenseite kommt dieselbe Reaktion: Ohne identifizierten Tatbestand ist der Streit politisch, nicht prozessual.
Man muss präzise sein: Diese Vorwürfe sind Anschuldigungen ohne rechtskräftige Verurteilung, und viele stützen sich auf Interpretationen. Was klar bleibt, ist die Wirkung: Die Maßnahme diente gleichzeitig als Zement der Legislaturperiode und als Treibstoff der Opposition. Niemand, auf keiner Seite, hat die genaue Zahl auf den Tisch gelegt.
Das unbequeme Argument: Auch die Opposition erschafft den Unbesiegbaren
Die halbe These lautet, dass der Verdienst, falls vorhanden, relativ ist. Im Land der Blinden ist der Einäugige König, fasst eine der häufigsten Formulierungen zusammen: Man kritisiert die Redegewandtheit, die Kompetenz und den Instinkt jener, die ihm eigentlich die Stirn bieten sollten, und fügt hinzu, dass das Lager der Opposition in diesen Zyklus mit schmutziger Wäsche und einem Kandidaten ging, dem vorgeworfen wird, nicht das Zeug dazu zu haben.
Dazu kommt ein psychologischer Faktor, der immer wieder auftaucht: Wer keine ethischen Bremsen hat, konkurriert im Vorteil, zumindest für eine Weile. Die Warnung, die diese Idee begleitet, ist stets dieselbe: Der Vorteil schwindet, wenn man auf jemanden trifft, der schlimmer ist als man selbst, oder wenn der entscheidende Fehler passiert. Die Iden des März, in parlamentarischer Version. Dieser Satz fasst die Stimmung gut zusammen: Der Gewinner überzeugt nicht, aber gegenüber gibt es keine glaubwürdige Alternative.
Puigdemont, sieben Abgeordnete und die Rechnung der Amtseinführung
Es gibt eine Strömung, die认为, dass der eigentliche Gewinner dieses ganzen Schauspiels nicht im Moncloa sitzt. Der ehemalige katalanische Präsident, der seit etwa fünf Jahren in Belgien lebt, besitzt etwas, das kein anderer Akteur hat: sieben unverzichtbare Mandate und die Fähigkeit, die Agenda der Regierung zu bestimmen. Ihm wird zugeschrieben, alle Regeln gebrochen und bei jeder Auseinandersetzung gewonnen zu haben, wobei die Rückkehr nach Spanien und der Empfang als Held als wahrscheinliches Szenario gelten.
Der Gegenpol ist vernünftig: Wenn Junts (Gemeinsam für Katalonien) bricht, mit wem pactiert dann? Die Arithmetik im Kongress lässt ihm nicht viele Türen offen. Diese Zange — ein teurer Partner und ein unersetzlicher Partner — ist die wahre Architektur der Macht in dieser Legislaturperiode.
Der ausstehende Verschleiß: Nachfolge, Wahlzyklus und ein Posten in Europa
Niemand in dieser Analyse glaubt, dass die Geschichte morgen endet. Man spekuliert über ein Verbleiben über Jahrzehnte hinweg, über die Vorstellung eines Gegners, der nicht auftaucht, und einer Partei, die an dem Tag, an dem er geht, zur Ruine wird. Auch kursiert die Hypothese eines hochrangigen europäischen institutionellen Amtes für den Präsidenten.
Auf der Kostenseite wird das Management des Kalenders angeführt: die Erhöhung des Mindestlohns sechs Monate vor den Wahlen, die Mobilisierung der Angst vor dem radikalen Gegner als Werkzeug für die „nützliche Stimme“ und das Interesse daran, die extreme Rechte als unbequemen Partner der Rechten zu erhalten, damit diese nie eine Mehrheit erreichen kann. Manche nennen es Strategie, andere einfach Opportunismus. Das Ergebnis ist vorerst dasselbe.
Mit diesen Bausteinen hat die Erzählung vom Unbesiegbaren eine unbequeme Erklärung: Sie funktioniert, weil es gegenüber niemanden gibt, der sie widerlegt. Wird das Drehbuch wechseln, wenn der Wahlkalender drängt, oder stehen wir einfach nur vor dem Gewinner einer Liga ohne gleichwertige Rivalen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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