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Sánchez erwägt vorgezogene Neuwahl, 29. November im Gespräch
Das spanische Parlament scheitert an den Wohnungsdekreten, Sánchez lässt sich Zeit mit der Entscheidung: Der 29. November ist im Gespräch, das Gesetz verlangt 54 Tage Vorlauf.
Sánchez lässt sich Stunden für die Entscheidung: Der 29. November ist bereits im Gespräch
Pedro Sánchez hat keine Neuwahlen ausgerufen. Er hat aber auch nicht gesagt, dass er es nicht tun wird. Zwischen diesen beiden Schweigen kann eine ganze Legislaturperiode liegen – oder ein einziges Wochenende. Das spanische Parlament kippte die beiden Wohnungsdekrete der Regierung, und der Ministerpräsident bat, ohne dass eine Rede vorgesehen war, am Ende der Debatte um das Wort, um einen Satz zu sagen, der wie ein Countdown wirkt: „Die Geschichte wird sie richten – früher, als sie denken, und mit mehr Nachdruck, als sie sich vorstellen." Aus seinem engsten Umfeld heißt es, er werde die kommenden Stunden damit verbringen, „zu analysieren, was passiert ist", und prüfen, „wie die Gesellschaft reagiert" – ohne Termine am Wochenende.
Der 29. November und die 54 Tage, die ihn möglich machen
Damit die Urnen am Sonntag, dem 29. November, öffnen können, müsste die Wahl im BOE (dem spanischen Staatsanzeiger) am kommenden Dienstag veröffentlicht werden. Das sind die 54 Tage Vorlauf, die das Gesetz verlangt – und diese Frist macht aus der Hypothese eine Fingerübung im Uhrmacherhandwerk: jeder Tag Verzögerung schiebt den Termin weiter nach hinten.
Der offizielle Horizont war ein anderer. Das natürliche Ende der Legislatur liegt im Sommer des nächsten Jahres, und bislang galt März als der früheste denkbare Termin. Das Scheitern der Dekrete und die Vermutung, der Schlag könnte die Linke mobilisieren, haben den 29. November als mögliches Datum ins Spiel gebracht.
Vom Verfassungstag bis zum Palmsonntag
Wenn es keine unmittelbare vorgezogene Wahl gibt, werden unbequeme Termine diskutiert: der 6. Dezember, Verfassungstag, mitten im Brückentag rund um Mariä Empfängnis; der 25. Dezember, Weihnachten; der 1. Januar; der 8. Januar, gleich nach den Feiertagen; der 21. März, Palmsonntag; und der 28. März, Ostersonntag.
Der Präzedenzfall schließt nichts aus. Die letzte Parlamentswahl wurde Ende Juli ausgerufen, mitten im Beginn der Urlaubszeit. Wer Rücksicht auf die Wähler erwartet, ist im falschen Land.
Junts kippt die Dekrete und lässt die Legislatur ohne Luft zurück
Sánchez versuchte es zweimal innerhalb von 24 Stunden. Am Donnerstag, beim La-Toja-Forum, appellierte er an Carles Puigdemont, die Dekrete „aus reiner Menschlichkeit" nicht abzulehnen. Er sagte es, bevor sich die Führung von Junts traf, die nach zehn Uhr abends ihr Nein verkündete. Am Freitag, im Parlament, folgte der zweite und letzte Appell. Er änderte nichts: Die Dekrete waren zum Scheitern verurteilt.
Die Folge ist eher politisch als rechtlich. Die parlamentarische Schwäche der Regierung liegt offen zutage – und damit das Gefühl, dass die Legislatur vorzeitig beendet ist.
Eine Legislatur ohne Haushalt, mit der Wahlurne als Drohkulisse
In den Analysen, die kursieren, gibt es drei Strömungen. Die eine hält einen vorgezogenen Wahltermin für unwahrscheinlich: Sánchez werde bis zum letzten Tag durchhalten, auch weil ein großer Teil der Angelegenheit vor Gerichten liegt und eine Wahl einem Schuss ins eigene Knie gleichkäme. Die andere liest diese Analyse als Inszenierung, um Junts unter Druck zu setzen und ihm die Verantwortung für das Desaster zuzuschieben. Eine dritte erwartet eine baldige Ankündigung.
Das Detail, das am häufigsten fällt, ist nicht wahlpolitisch, sondern haushaltspolitisch: Nach Angaben eines Teilnehmers hat die Regierung seit Beginn der Legislatur keinen Jahreshaushalt vorgelegt – eine Anomalie, die in jeder anderen Demokratie die Schlagzeile des Jahres wäre. Ohne Haushalt und ohne Mehrheit bleibt als einziger Hebel nur der Kalender.
Unter diesen Vorzeichen ist eine Entscheidung in wenigen Tagen vernünftigerweise zu erwarten. Aber man sollte es nicht beschwören: Gibt es keine vorgezogene Wahl, wird sich die Legislatur bis in den Sommer ziehen – mit demselben Hauch von Übergangsregierung, der sie heute umgibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Der spanische Ministerpräsident gibt sich fünf Tage Bedenkzeit, um über vorgezogene Neuwahlen zu entscheiden – Montag gilt als der entscheidende Tag für eine Ankündigung.
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