Der weiße Block der Metzger besteht aus Polyethylen, das mitgegessen wird

Der weiße Block der Metzger ist Polyethylen, das sich mit jedem Schnitt abnutzt. Holz ist aus Hygienegründen verboten, während der Plastikabrieb in Ihrem Fleisch landet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der weiße Block der Metzger: Polyethylen, das auf Ihrem Teller landet

Dieselben Hygienevorschriften, die Holz in Metzgereien verboten haben, schreiben vor, dass Fleisch auf einem Block aus Polyethylen geschnitten wird, der bei jedem Messerstreich Plastikpartikel direkt auf das Produkt abgibt. Die Paradoxie ist perfekt: Ein natürliches Material wurde wegen Bakteriengefahr verbannt und durch eines ersetzt, das sich abnutzt und verschluckt wird.

Was genau ist dieser weiße Block?

Es ist Polyethylen, ein Industriekunststoff, den die Hersteller als „biokompatibel" verkaufen. Dasselbe Material wird tatsächlich bei Knie- und Hüftprothesen verwendet. Doch diese Verträglichkeit mit dem menschlichen Körper bedeutet nicht, dass es in mikroskopisch kleinen Partikeln harmlos ist, wenn es verschluckt wird: Die Schneidefläche verkratzt und nutzt sich ab, und die Rückstände vermischen sich mit dem Fleisch.

Branchenkenner geben es ungerührt zu: Der Block nutzt sich ab, und in manchen Betrieben ist die Abnutzung offensichtlich. Die unbequeme Frage lautet: Wie viel von diesem Plastik ist bereits in den Steaks gelandet, die wir gekauft haben?

Warum Holz in gewerblichen Betrieben verboten ist

Die offizielle Begründung ist hygienischer Natur: Holz sammelt Bakterien in den Schnittfugen und hält keine Desinfektion mit aggressiven Mitteln aus. Die Vorschriften verlangen glatte, nicht poröse und desinfizierbare Oberflächen. Polyethylen erfüllt diese Anforderungen; Holz nicht.

Was die Vorschriften nicht unterscheiden, sind die Holzarten: Es gibt Sorten mit natürlichen antibakteriellen Eigenschaften, die seit Jahrhunderten verwendet werden. Im Haushalt bleibt Holz für viele aus genau diesem Grund die bevorzugte Wahl.

Das Dilemma mit den Mikroplastiken

Während sich die Branche dafür feiert, das Bakterienproblem gelöst zu haben, quantifiziert niemand die Polyethylenpartikel, die bei jedem Schneidetag freigesetzt werden. Die Paradoxie: Die gestrige Hygielösung ist das heutige Kontaminationsproblem.

Manche halten dagegen, dass die Bakteriengefahr real war und die Menge der aufgenommenen Mikroplastiken vernachlässigbar ist. Andere weisen darauf hin, dass auch Plastik in tiefen Schnitten Schmutz ansammelt – man sieht ihn nur nicht.

Wie viel Polyethylen haben wir bereits mit all diesen Steaks verschluckt? Die Vorschriften haben es nie berechnet. Oder es interessiert sie nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (60 Antworten).

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