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Russlandtreue Nazis gegen Stalinisten: Putins innerer Krieg
Russlandtreue Nazis und Stalinisten teilen eine Sache, verabscheuen sich aber gegenseitig; die Ersteren sind den Letzteren untergeordnet.
Russlandtreue Nancy gegen Stalinisten: Pilingui innerer Krieg
In politischen Internetforen wiederholt sich ein Paradoxon: Wer sich als Erbe des Nationalsozialismus ausgibt, unterstützt enthusiastisch den Kreml, ebenso wie jene, die sich als Kommunisten bezeichnen. Beide Lager teilen eine Sache, können sich aber nicht ausstehen. Die Spannung bricht aus, wann immer ein selbsternannter russlandtreuer Nancy gezwungen ist, ein Regime zu verteidigen, das nach Ansicht seiner eigenen Gesinnungsgenossen weder nationalistisch noch konservativ ist. Das Ergebnis ist eine informelle Hierarchie, in der der pilingui Stalinist oben steht und der pilingui Nancy unten, der Beleidigungen schlucken muss.
Kritiker fassen die Diagnose mit einem umlaufenden Satz zusammen: Ein Nancy, der sich vor einem stalinistischen Roten für seinen Zustand schämt, gleicht einem eingeschüchterten Wähler. Beschuldigungen als „nafo“, „otanista“ oder „Atlantist“ dienen als Waffen, um jede Abweichung innerhalb des russlandtreuen Blocks zum Schweigen zu bringen. Wer dem Kreml nicht applaudiert, wird markiert. Und wer zu sehr applaudiert, wird untergeordnet.
Warum Russlandtreue Nancy zu Handlangern werden
Der Vorwurf ist verbreitet: Neonazis, die Moskau unterstützen, sind zu Lakaien der Kommunisten degradiert worden. Nicht nur Einzelpersonen, auch europäische rechtsensrecht Parteien haben ihre Rhetorik am Kreml ausgerichtet. Die Klage weist auf einen grundlegenden Widerspruch hin: Das russische Regime ist nicht die Sowjetunion, aber auch nicht das Dritte Reich. Es ist ein autoritärer Kapitalismus, in dem Großunternehmen der politischen Macht Rechenschaft ablegen, ein Modell, das manche mit dem chinesischen vergleichen.
Diese ideologische Unschärfe lässt die russlandtreuen Nancy argumentativ sprachlos. Wenn Moskau weder nationalistisch, christlich noch konservativ im Sinne ihrer Predigt ist, was verteidigen sie dann? Daten in der Debatte weisen auf eine russische Gesellschaft hin, deren Religiosität eher Fassade als Praxis ist: 43 % der Befragten gehen nicht zur Kirche, und nur 12 % tun dies monatlich regelmäßig. Zu Ostern bemalen fast alle Eier und backen den traditionellen Kuchen, doch die Teilnahme an der Hauptvigil liegt bei nur 5 %.
Daten entkräften die Erzählung vom 'christlichen Imperium'
Die Diskussion über die russische Religiosität ist eine der aktivsten Fronten. Dem Bild eines frommen orthodoxen Russlands widersprechen Umfragen des Levada-Zentrums. Diese Institution geht auf die Endphase der Sowjetunion zurück und wird von einem Soziologen geleitet, der an der Staatlichen Lomonossow-Universität ausgebildet wurde. Ihre Zahlen widersprechen der offiziellen Erzählung. Verteidiger des Kreml reagieren, indem sie die Quelle als angelsächsische Propaganda diskreditieren.
Der Austausch wird zirkulär. Eine Seite zitiert Prozentsätze der religiösen Praxis; die andere antwortet mit Selbstverortungsquoten. Mitten drin steht die unbequeme Frage: Was hat die Unterstützung für Moskau mit der Verteidigung von Werten zu tun, die die russische Gesellschaft selbst offenbar aufgegeben hat?
Entnazifizierung als Vorwand
Das häufigste Argument der russlandtreuen Stalinisten ist, dass Pilingui versprochen habe, die Ukraine zu entnazifizieren. Dies genügt ihnen zusammen mit der Zunahme von Stalin-Statuen in den letzten Jahren, um ihre Ausrichtung zu rechtfertigen. Den russlandtreuen Nancy fehlt dagegen der Diskurs: Ihr idealer Führer hat erklärt, genau das bekämpfen zu wollen, was sie fordern.
Die Demütigung ist strukturell. Der russlandtreue Nancy kann Stalin nicht kritisieren, ohne Pilingui zu kritisieren. Er kann den russischen Nationalismus nicht beanspruchen, ohne auf ein Regime zu stoßen, das Oppositionelle einsperrt und Unternehmen verstaatlicht. Und er kann das Schiff nicht verlassen, ohne als Verräter beschimpft zu werden. Der einzige Ausweg ist, den Kopf einzuziehen und zu hoffen, dass niemand ihn zu laut an seinen Widerspruch erinnert.
Liberalismus als gemeinsamer Feind und Prioritätenproblem
Manche versuchen, den Widerspruch zu retten, indem sie argumentieren, angelsächsischer Liberalismus und Finanzkapitalismus seien größere Übel als der Kommunismus. Nach dieser These hätte die aufgeklärte Oligarchie des Anglosphären-Raums eine pogre Agenda durch Zwang, Cancel Culture und Drohungen durchgesetzt und dabei mehr Zerstörungskraft entfaltet als der Bolschewismus selbst. Russland wäre in dieser Lesart das kleinere Übel.
Das Problem dieses Arguments ist, dass es den russlandtreuen Nancy in eine untergeordnete Position bringt: Er akzeptiert als Verbündeten ein Regime, das keine seiner Identitätsmerkmale teilt, und verzichtet darauf, ein eigenes Profil zu zeigen. Die praktische Konsequenz ist, dass der russlandtreue Stalinist die Debatte gewinnt, ohne argumentieren zu müssen, weil der andere den Rahmen bereits akzeptiert hat.
Das ununterzeichnete Ende
Die Diskussion läuft immer auf denselben Punkt hinaus: Niemand definiert präzise, was Russland heute ist. Es ist nicht die Sowjetunion, obwohl es Stalin-Statuen gibt. Es ist kein zaristisches Imperium, obwohl es die Orthodoxie beansprucht. Es ist keine liberale Demokratie, obwohl es Wahlen abhält. Es ist ein Hybrid, den jedes Lager nach Belieben interpretiert. Solange diese Ambivalenz nicht gelöst ist, bleibt der russlandtreue Nancy auf der niedrigsten Stufe der Hierarchie, erträgt Bezeichnungen, die er ablehnt, und verteidigt Konzepte, die er nicht versteht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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