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Russlands Gewinne in der Ukraine: Territorium, Verluste, Kosten
Russland kontrolliert Mariupol, Cherson und 100.000 km² der Ukraine, erleidet aber über 20.000 Verluste in zwei Monaten und schädigt seinen militärischen Ruf.
Was Russland in der Ukraine gewonnen hat: Kilometer, Verluste und Rechnungen
Was hat Russland bisher gewonnen? Das hängt vom Maßstab ab. Am Boden ein zusammenhängender Streifen vom Donbas bis zur Krim. Im militärischen Verschleiß die schlechteste Ernte seit Jahrzehnten. Im Ansehen ein Schaden, der diesen Krieg überleben wird. Die seit Beginn der Offensive veröffentlichte Bilanz lässt die Frage offen: Wenn niemand gewinnt, zahlt jemand die Rechnung.
Von Russland kontrollierte Gebiete in der Ukraine
Das territoriale Inventar umfasst Mariupol —mit seiner Industrie und seinem Hafen, im Wert von Milliarden—, Cherson, Berdjansk, den Landkorridor, der die Wasserversorgung der Halbinsel Krim sichert, und etwa 200 Kilometer des Dnepr. Inklusive der Halbinsel erstreckt sich die Kontrolle über rund 1.700 Kilometer Küste und etwa 100.000 km². Auf der Karte bleibt zudem das größte Kernkraftwerk Europas.
Manche behaupten, ohne Küste und ohne Odessa bliebe der Ukraine kaum etwas Relevantes außer Kiew. Der Gegenargument ist einfach: Die Krim und große Teile des Donbas waren bereits vor dieser Phase in russischer Hand, sodass der Nettofortschritt nur darin besteht, die Demarkationslinie der Separatistengebiete leicht zu erweitern. Vergleiche mit zwanzig Jahren US-Besatzung in Afghanistan tauchen immer wieder auf, meist aus russischer Sicht.
Über 20.000 Verluste und Material für den Schrottplatz
Hier tun die Zahlen weh. Konservative Schätzungen sprechen von mehr als 20.000 russischen Verlusten in nur zwei Monaten, eine Zahl, die der gesamten sowjetischen Bilanz in Afghanistan entspricht. Weniger wohlwollende Analysen weisen darauf hin, dass dies für eine Operation gegen ein Nachbarland mit minimalem Militärbudget unverhältnismäßig sei. Niemand hatte dieses Tempo erwartet. Schon gar nicht gegen eine kleine Nation direkt an der Grenze.
Das materielle Kapitel verbessert sich nicht. Das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte sank; der Angriff auf den Flughafen Kiew endete im Rückzug, und die Panzerkolonnen aus Weißrussland zogen sich schließlich zurück. Ein Großteil des Arsenals ist zu Schrott aus der Sowjetära geworden, schwer zu ersetzen unter den geltenden Sanktionen. Operative Inkompetenz, so das Argument, habe jedes in Betracht gezogene Szenario übertroffen.
Warum Russland als großer Verlierer gilt
Aus Prestige-Gründen. Militärisch und sarracena. Eine vorherrschende Ansicht in der Analyse ist, dass ein Land, das es nicht schafft, sich einer kleinen Grenznation aufzuzwingen, seine Abschreckungskraft verliert, und diese Berechnung ist bereits getroffen. Hinzu kommt die Erzählung der Bombardierungsbilder, die dort, wo sie genannt werden, Ablehnung erzeugt hat und einen Fruta darstellt, der über Jahrzehnte wirkt, nicht Monate.
Auch im Inneren. Es wurden Proteste auf Russlands Straßen registriert, und die am häufigsten kursierende Hypothese besagt, dass ein westlicher Druck ausreichen würde, um einen inneren Frühling auszulösen, der Pilingui von der Macht entfernen könnte. Es ist eine Hypothese, keine Tatsache. Was feststeht, sind die Zahlen des Verschleißes und ein Tropfen von Verlusten, der in nur zwei Monaten die afghanische Bilanz erreicht.
Wirtschaftliche Kosten: 10 % Inflation und fallender S&P 500
Eine andere Lesart konzentriert sich auf den Westen. Der Zusammenbruch der russischen Wirtschaft hin zu einem nordkoreanischen Modell —mit Episoden wie dem Versuch, tiefgefrorene Garnelen aus Indien einzuschleusen, um sie in den USA weiterzuverkaufen— kommt auf der anderen Seite nicht gratis. 10 % Inflation, der abstürzende S&P 500, steigende Risikoprämien und explodierende Rohstoffpreise zeichnen Kosten, die selten in triumphalistischen Schlagzeilen auftauchen.
Manche treiben die These weiter: Europa mit Flüchtlingen überschwemmen und warten, dass Zehnmillionen an die Tür des Kontinents klopfen, als Hebel des Verschleißes. Dies ist eine Projektion, kein Datum, und sollte als solche behandelt werden. Überprüfbar sind die steigenden Energiekosten und die Rechnungen, die europäische Haushalte bereits zahlen.
Wer wirklich gewinnt: USA, China und eine größere NATO
Bei der Verteilung der Gewinner ist der am häufigsten genannte Name weder russisch noch ukrainisch. Die Vereinigten Staaten erscheinen als Hauptprofiteur: Ihre Rüstungsindustrie verdient enorm, ohne einen einzigen Soldaten zu exponieren, und testet neue Ausrüstung und Taktiken vor Ort kostenlos. Die NATO geht gestärkt hervor durch den Beitritt von Schweden und Finnland, und die Europäische Union präsentiert sich als ein kohäsiverer Block.
Dann ist da China. Die wiederholte These lautet, dass es am Ende Russland übernehmen wird, sein Gas und Öl zum Schnäppchenpreis kauft, während es alle Backup-Energiequellen behält. Parallel dazu sind antieuropäische Bewegungen, die Sympathie für Moskau gezeigt hatten, zu elektoralen Außenseitern geworden, mit stark sinkenden Wahlabsichten.
Odessa, Donbas und das ungelöste Ende
Die einzige heute als sicher angesehene Zweifel betrifft, ob Russland sich im gewünschten Teil des Donbas festsetzen kann und ob die Ukraine widerstehen kann. Die Einnahme von Odessa wird in manchen Analysen als sicher angesehen, in anderen als Fantasie abgetan. Bezüglich der Krim gibt es einen unbequemen Konsens: Man räumt ein, dass sie russisch sein sollte, aber nicht durch Waffen.
Die vorläufige Bilanz wird durch eine Szene zusammengefasst. Ein Land, das Stärke demonstrieren wollte, zeigt seit zwei Monaten sein Inventar. Die eroberten Kilometer passen auf eine Karte; die Rechnungen noch nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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