Russisches Schema: Frauen kassieren die Kriegsversicherung ihrer Männer

Berichte über Frauen, die Soldaten zum Kriegseinsatz überreden und dann ihre Versicherung kassieren. Zahlen und Skepsis in einer Debatte, die niemanden kaltlässt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Kriegsversicherung: ein Geschäft, das vom Leid anderer wächst

Um zu verstehen, was in Russland passiert, braucht es keine vertraulichen Berichte. Es genügt, sich die Zahl der Toten und die daraus entstehenden Entschädigungen anzusehen. Laut den kursierenden Berichten gibt es Frauen, die einsame Männer heiraten, sie an die Front schicken und nach deren Tod die Versicherung kassieren. Die Geschichte hat jedoch mehr Facetten, als die Schlagzeile vermuten lässt.

Das Schema, das einigen Frauen zugeschrieben wird

Der Mechanismus wäre einfach. Eine Frau identifiziert einen jungen Mann ohne Partnerin, baut schnell eine Beziehung auf und überredet ihn, sich zu verpflichten. Stirbt der Mann im Kampf, erhält sie als Ehefrau die finanzielle Entschädigung. In der Diskussion werden konkrete Fälle von Frauen genannt, die nach dem Verlust ihres Mannes Wohnung und Auto von dem Geld gekauft haben sollen. Die am häufigsten genannte Zahl ist 360.000, wobei unklar bleibt, ob es sich um Rubel, Dollar oder eine andere Währung handelt.

Die Zahlen, die die Geschichte stützen

Die Zahl der Gefallenen wäre der Treibstoff des Geschäfts. Die Rede ist von 50.000 bis 55.000 Toten, eine Zahl, die niemand offiziell bestätigt, die aber immer wieder in der Debatte auftaucht. Von da an wird jeder Entschädigungsfall zur Gelegenheit für alle, die skrupellos Profit schlagen wollen. Ein auffälliges Detail: Manche dieser Frauen sollen mehrfach kassiert haben, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt.

Der Einwand, der die Geschichte entkräftet

So einfach, wie es scheint, ist es nicht. Um zu kassieren, muss die Frau verheiratet sein und der Ehemann muss sterben; danach muss man einen Staat um Auszahlung bitten, der nicht immer zahlt. Eine detaillierte Analyse der erforderlichen Schritte zeigt, dass der Prozess komplexer ist, als erzählt wird. Zudem lassen sich manche Männer nicht täuschen. Die andere Seite: Das gleiche Phänomen wird auch in der Ukraine beschrieben, wo die Weigerung, Leichen zu bergen, den Erhalt von Entschädigungen erschweren würde, so eine in der Diskussion zitierte Nachricht.

Ein Geschäft, das niemand sehen will

Der Krieg ist zum Nährboden für diese Art von Praktiken geworden. Während die Regierungen von Siegen sprechen, spielt sich in Krankenhäusern und leeren Wohnungen eine andere Geschichte ab. Die unbequeme Frage lautet: Wissen Versicherer und Staaten um das Problem und tun nichts, oder ist es ihnen schlicht egal?

Solange der Krieg andauert und die Zahlen unbestätigt sind, ist die Prognose schlecht. Bleibt der finanzielle Anreiz bestehen, wird die Zahl der Fälle weiter steigen. Oder der Betrug versiegt, wenn die Mittel für Entschädigungen aufgebraucht sind. Wir werden sehen, was zuerst eintritt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (95 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver