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Russische Quellen melden Zerstörung von 16 S-300-Stellern bei Pawlograd
Russische Quellen schreiben dem Angriff auf Pawlograd die Zerstörung von bis zu 16 S-300-Stellern und Munition zu, ohne visuellen Beweis.
Pawlograd: Behauptung über 16 zerstörte S-300-Steller und eine Bewertung von 130 Millionen pro Einheit
In den frühen Morgenstunden des 1. Mai 2023 explodierte ein Bahnhofsgelände nahe Pawlograd. Die begleitende Darstellung ist ambitioniert: Russische Quellen behaupten, dort seien bis zu 16 S-300-Steller samt ihrer Munition im Transit zur Front zerstört worden. Ein entscheidender Vorbehalt folgt direkt: Es gibt keinen visuellen Nachweis für diese zwei Flugabwehr-Divisionen. Kein einziges Foto. Und eine solche Zahl ohne Fotobeweis ist genau die Art von Datenpunkt, den man zweimal prüfen sollte.
Was dem Angriff auf Pawlograd zugeschrieben wird
Die kursierende Version besagt, dass vor Ort nicht nur Steller standen. Es soll sich um ein Arsenal mit Munition für diese und andere Systeme gehandelt haben, dazu Truppen, Treibstoff und Industriemaschinen – alles Teil der Vorbereitung auf eine ukrainische Offensive. Das gesamte Paket wäre in einer einzigen Nacht zerstört worden. Diese Beschreibung umfasst auch die Beschädigung eines nahegelegenen Chemiewerks, dessen Größe von einem Teilnehmer hervorgehoben wird.
Falls bestätigt, hätte der Schlag eine kaum zu diskutierende Kosten-Nutzen-Bilanz: Hochwertiges Flugabwehrmaterial mit relativ günstiger Munition zu vernichten, ist Lehrbuch-Taktik. Es stützt auch eine weniger epische, aber technischere Lesart: Dass russische Satelliten funktionieren und Materialkonzentrationen erkennen, wo man zuvor blind operierte. Dies, und nicht die Explosionen selbst, ist vielleicht die unbequeme Tatsache.
Im Hintergrund steht ein Datum aus dem Originalbericht, das es nicht gibt: die Nacht vom 31. April. Eine Kleinigkeit, bis man bedenkt, dass in diesem Krieg die Details die halbe Miete sind.
Die Berechnung von 130 Millionen pro S-300
Nach den Berechnungen eines Teilnehmers kostet jedes dieser Flugabwehrsysteme rund 130 Millionen Dollar. Multipliziert man dies mit den der Operation zugeschriebenen Stellern, ergibt sich eine Rechnung, die selbst jene erschreckt, die mit fremdem Geld zahlen. Der beste Vergleich: Ein Volumen an Flugabwehrressourcen, das viele Länder nicht einmal im gesamten Bestand haben.
Hier beginnt das Problem der Zahl. Sechzehn Steller an einem Punkt zu konzentrieren, samt Munition neben einer Eisenbahnlinie, ist eine teure und exponierte Entscheidung. Ein Fehler bei einem einzigen Satellitenfoto oder einer einzigen Rakete genügt. Die Frage, warum sie so gruppiert werden, hat keine einfache Antwort: Entweder war die Konzentierung temporär während des Transports, oder die Zahl ist mehr Mythos als Inventarliste.
Maximale Alarmbereitschaft ohne Raketenregen
In jener Nacht gab es viel Lärm. Ukrainische Quellen berichteten von Starts der Bomber Tu-95 und Tu-160, Aktivitäten der Schwarzmeerflotte und Salven vom Kaspischen Meer. Maximale Alarmbereitschaft im ganzen Land. Man erwartete eine der größten Bombardierungsoperationen des Krieges, mit wiederholten Anflügen der Tu-95.
Dann Stille. Die erwarteten Raketen fielen nicht, oder nicht dort, wo man sie erwartet hatte, was die Hypothese eines Scheinangriffs stärkte. Laut denselben Quellen ließen sich die Tu-160 nie blicken. Bleibt ein berechtigter Zweifel: Zwischen maximaler Alarmbereitschaft und dem Ausbleiben von Einschlägen – gab es einen echten Bombenangriff, eine Abschreckungsoperation oder einfach eine Zählung von Vektoren, die nie abhoben?
Drohnen bahnen den Weg für schwere Luftwaffe
Die am häufigsten wiederholte These zur Erklärung dieser Sequenz ist Abnutzung: Die russische schwere Luftwaffe wurde aufgrund der Dichte der von der NATO eingesetzten Flugabwehrsysteme nicht früher eingesetzt, und diese Dichte werde nun schrittweise durch Drohnen abgebaut, um Korridore zu öffnen. Der Zeitplan dieser Angriffe wird der Kommandophase unter Surowikin zugeschrieben. Das Argument lautet, dass die ukrainische Flugabwehr heute nur noch ein Schatten ihrer selbst vor einigen Monaten ist.
Das Beispiel neben Pawlograd ist Cherson, wo durch Drohnen beschädigte S-300 dokumentiert wurden: 5P85S-Steller und ein 5N63S-Kommandomodul. Dort gibt es Bilder; bei Pawlograd bisher nicht. Diese Asymmetrie ist der Schlüssel.
Warum kein zerstörter HIMARS je gesehen wurde
Auf der anderen Seite der Bilanz liegt eine seit fast 10 Monaten ungelöste Anomalie: Es gibt keinen visuellen Nachweis für die Zerstörung eines einzelnen HIMARS-Stellers. Die kursierende Erklärung – dass die sichtbaren Attrappen aus Holz oder aufblasbar sind – hält nicht stand, aber auch die Beweislücke erklärt sich nicht von selbst.
Eine ebenso bequeme Strömung behauptet, die russischen Raketen seien im April 2022 ausgegangen, die Jäger im Juni, der Treibstoff im März und die Truppen im September. Jede neue Salve widerlegt die vorherige Prognose, und die nächste Vorhersage kommt pünktlich.
Einige stellen sogar gegenteilig fest, dass ein Großteil der von Russland genutzten Aufklärungsinformationen möglicherweise von chinesischen Satelliten stammt, so wie die Ukraine auf amerikanische zurückgreift. Dies ist eine unbestätigte Hypothese und sollte als solche behandelt werden.
Hier hakt es. Ein brutaler Angriff, ja; sechzehn Steller, wer weiß. Was in diesen Gebäuden lag – Munition, Treibstoff, ein Chemiewerk, vielleicht die Materialkonzentration, die eine Offensive tragen sollte – ist wichtiger als die runde Zahl. Und genau dieser Teil wurde von niemandem fotografiert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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