RTVE zahlt Intxaurrondo 537.000 Euro über Briefkastenfirma

RTVE zahlte Silvia Intxaurrondo 537.000 Euro über die neu gegründete Sukun Comunicación SL. Einkommensteuer bei 45 % im Vergleich zur Körperschaftsteuer von 25 %.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

RTVE zahlt Intxaurrondo 537.000 Euro über Briefkastenfirma
RTVE zahlt Intxaurrondo 537.000 Euro über eine im Juli 2023 gegründete Gesellschaft

Die Zahl ist eindeutig: 537.000 Euro für einen Zweijahresvertrag bei RTVE. Auch der Zahlungsweg ist klar: Eine Gesellschaft namens Sukun Comunicación SL mit einem Stammkapital von 3.200 Euro, verwaltet von der Moderatorin und ihrem Partner Jhinaoui Farouk. Laut Handelsregisterauszügen, die dem Material dieser Diskussion zugrunde liegen, wurde die Gesellschaft Ende Juli 2023 gegründet – nur zehn Tage nachdem der öffentlich-rechtliche Sender das Verfahren zur Vertragsverlängerung von Silvia Intxaurrondo eingeleitet hatte.

Das steuerliche Detail ist nicht zu vernachlässigen. Die spanische Einkommensteuer (IRPF) belastet Arbeitseinkommen mit bis zu 45 %; die Körperschaftsteuer liegt bei 25 %. Zwischen diesen Sätzen klafft eine Differenz von zwanzig Prozentpunkten, und hier liegt der Kern des Problems: Wenn die Leistung höchstpersönlich erbracht wird – wie bei einer Moderatorin, die Gesicht und Stimme einsetzt –, akzeptiert die spanische Finanzverwaltung (Agencia Tributaria) keine Zwischenschaltung einer Gesellschaft. Mehrere Fälle von Fußballern, Künstlern und gut verdienenden Profis endeten genau deshalb mit Nachzahlungen und Zuschlägen.

Was der RTVE-Vertrag besagt und wie viel Moderation bringt

Zitierte interne Dokumente beschreiben ein doppeltes System. Als Co-Direktorin des Programms erhält Intxaurrondo 7.887 Euro monatlich für elf Monate im Jahr, inklusive Urlaub. Als Moderatorin wird sie separat bezahlt: 700 Euro pro Folge, nach Bestätigung durch den Produzenten. Der Vertrag läuft vom 11. September 2023 bis zum 10. September 2025.

Vor diesem Wechsel folgte die Zahlung einem anderen Weg: RTVE bezahlte die Produktionsfirma Tesseo, die wiederum das Gehalt auszahlte. Mit der Internalisierung des Formats wechselte die Moderatorin zum gewerblichen Abrechnungsmodell. Interne Quellen behaupten, die Rechnungsstellung über eine Gesellschaft sei "üblich und betrifft nicht nur sie", und RTVE begehe keine Unregelmäßigkeiten: Alles hänge davon ab, wie der Empfänger es später versteuere.

Die Chronologie, die Verdacht schürt

Am 17. Juli 2023 leitete RTVE das Verlängerungsverfahren ein, am selben Tag wie das Interview mit Alberto Núñez Feijóo vor den Parlamentswahlen am 23. Juni. Zehn Tage später entstand die Gesellschaft. Der Vertrag wurde für zwei Jahre unterzeichnet, was interne Quellen als außergewöhnlich bezeichnen, besonders da alle Umfragen einen Sieg der PP vorhersagten.

Diese zeitliche Verkettung macht aus einer Steuerdiskussion eine politische Debatte. Manche sehen darin eine legale Steueroptimierung; andere erkennen eine Instrumentengesellschaft, geschaffen, um Arbeitseinkommen in Gesellschaftseinkommen umzuwandeln. Den Unterschied entscheidet nicht eine Schlagzeile, sondern eine Betriebsprüfung.

Offene Front: Dementi, Gewerkschaft und korrigierte Zahlen

Die Moderatorin selbst reagierte öffentlich auf Informationen, die diese Zahlen OKDiario zuschrieben, und stellte fest, dass weder Beträge noch Daten korrekt seien. Die Gewerkschaft UGT RTVE unterstützte sie angesichts dessen, was sie als Ungenauigkeiten bezeichnete. Wochen später änderte sich die Zahl: Der Höchstbetrag für zwei Jahre wurde auf 547.514 Euro festgesetzt, zehntausend Euro mehr als ursprünglich veröffentlicht.

Der mediale Lärm blieb nicht aus. Das zusätzlich in Auftrag gegebene Programm El mejor de la historia wurde aus der Primetime genommen, nachdem es in den ersten Ausstrahlungen deutlich unter dem Senderschnitt lag. Ein Star-Vertrag und ein Format, das nicht anläuft: Dieser Kontrast allein nährt die Diskussion darüber, was gezahlt wird und warum.

Das Argument, das die Erzählung von der Steuerersparnis entkräftet

Hier ist Präzision geboten, denn einfache Zusammenfassungen täuschen. Die Rechnungsstellung über eine Gesellschaft bedeutet nicht automatisch geringere Steuern: Bleibt das Geld in der Gesellschaft, werden 25 % fällig; wird es als Dividende ausgezahlt, muss es erneut versteuert werden. Die tatsächliche Ersparnis hängt von der Verteilung, den abzugsfähigen Ausgaben und dem Ermessen der Prüfer ab.

Ein bekanntes Muster ist die juristische Aufarbeitung der Struktur: Wenn die Finanzverwaltung die Leistung als höchstpersönlich einstuft, qualifiziert sie die Einnahmen als Arbeitseinkommen um und stellt die Differenz samt Zinsen nach. Die Frage ist nicht, ob die Gesellschaft existiert – das tut sie –, sondern ob ihre Nutzung einer Überprüfung standhält.

Wer zahlt und wer verdient beim öffentlichen Fernsehen

Die Sache geht über eine einzelne Moderatorin hinaus. RTVE wird mit öffentlichen Mitteln finanziert und zahlt Gehälter, die in manchen Fällen die von Führungskräften börsennotierter Unternehmen deutlich übertreffen. Der Weg über eine Zwischengesellschaft erhöht die Intransparenz einer Zahl, die gegenüber dem Steuerzahler ohnehin schwer zu rechtfertigen ist.

Es gibt Strömungen, die eine drastische Kürzung oder Abschaffung des öffentlichen Fernsehens fordern, und solche, die seine Funktion verteidigen. Dazwischen liegt eine unbequeme Wahrheit: Die Gehaltsdebatte hat die Debatte über den Dienst verschlungen. Kommunikationspolitisch ist dies eine Niederlage für den Sender.

Da die Prüfung noch aussteht und die Zahl nach oben korrigiert wurde, wird die Angelegenheit voraussichtlich weiter Gerichte und Schlagzeilen beschäftigen. Sollte die Agencia Tributaria den Vertrag umqualifizieren, wird das Präzedenzurteil viele Fachleute betreffen, die über Gesellschaften abrechnen. Geschieht dies nicht, bleibt das Gefühl – gerechtfertigt oder nicht –, dass für manche Regeln gelten und für andere Interpretationen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (108 Antworten).

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