Rigipsplatten ab 2,45 €/m2: die Falle beim Dämmen eines Feuchthauses

Rigipsplatte für 2,45 €/m2 bei Brico Depot und XPS für 3,25 €/m2: Die Preise lösen keine aufsteigende Feuchtigkeit oder Kondenswasserprobleme in einem Steinhaus ohne Luftschicht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Rigipsplatten ab 2,45 €/m2: die Falle beim Dämmen eines Feuchthauses
Rigips ab 2,45 €/m2: Der Preis verdeckt die Feuchtigkeit nicht

Ein Preis von 2,45 €/m2 für eine Platte von 260x120x13 mm klingt nach einem Schnäppchen. Und es ist eins, wenn das Ziel ist, eine Wand zu verkleiden. Das Problem beginnt, wenn diese Rigipsplatte verwendet wird, um ein 80 m2 großes Obergeschoss in einem 50 Jahre alten galizischen Steinhaus in Spanien „vor Feuchtigkeit zu isolieren“ – ohne Luftschicht und mit Schimmel, unter dem die Farbe abblättert. Der Preis des Materials ist der einfache Teil. Schwierig ist herauszufinden, woher das Wasser kommt.

Was der Quadratmeter Rigips 2015 kostet

Ausgangspunkt ist ein Angebot von Brico Depot: 2,45 €/m2 für die Standardplatte 260x120x13 mm und 4,95 €/m2 für die wasserabweisende Platte in gleicher Größe. Im selben Prospekt kostet extrudiertes Polystyrol (XPS) 3,25 €/m2, 4 cm Steinwolle 2,25 €/m2 und 6 cm Mineralwolle mit Kraftpapier 1,25 €/m2.

Ist das ein Schnäppchen? Manche erinnern sich, die Platte bei Aktionen bei Leroy Merlin und Brico Depot für 2 Euro gesehen zu haben. Ein anderer Bautenkostenvoranschlag nennt 8,10 € pro Platte in 2500x1200x13 mm, rund 2,7 €/m2. Das heißt: Der Preis der Platte ist nicht das Problem. Der Transport schon —die Platten sind sperrig und schwer—, und auch der Zuschnitt: Eine 260-cm-Platte muss in 250er-Wänden gekürzt werden.

Steinwolle oder extrudiertes Polystyrol gegen Feuchtigkeit

Hier ist die Einschätzung unbequem. Steinwolle eignet sich nicht, wenn Feuchtigkeit vorhanden ist: Wenn sie nass wird, verliert sie einen Großteil ihrer Dämmwirkung. Das eingearbeitete Kraftpapier ist eine Dampfsperre, die zur Innenseite zeigt, damit die Feuchtigkeit aus dem Wohnraum nicht in die Wolle gelangt. Kommt das Wasser von außen, nützt dieses Papier nichts.

XPS hält den Kontakt mit Wasser besser aus. Ein echter Fall: Ein kaltes, schimmeliges Nordzimmer wurde mit extrudiertem Polystyrol verkleidet, das mit Metall-C-Profilen —durch die Dämmung verschraubt— befestigt und darüber mit Rigips versehen wurde. Vier Jahre später, ohne neu streichen zu müssen, während der Rest des Hauses jeden Sommer mit Chlor und Pinsel behandelt wurde. Der Schlüssel: eine Luftschicht zwischen Rigips und Dämmung lassen und Wärmebrücken vermeiden.

Warum Rigips das Problem verschlimmern kann

Wenn die Feuchtigkeit aufsteigende Feuchtigkeit ist —die von den Fundamenten durch die Poren der Mauer steigt—, ist das Verkleiden mit einer Vorsatzschale ein Fehler. Das Wasser bleibt dort, ohne Ausweg. Die einzige echte Lösung besteht in dauerhafter Lüftung oder darin, den Feuchtigkeitspfad an der Quelle zu unterbrechen. Und aufsteigende Feuchtigkeit erreicht ein Obergeschoss selten: Sie entweicht vorher in die Raumluft.

Die andere Hypothese ist Kondenswasser. Ein geschlossenes Haus ohne Heizung und mit dichten Isolierglasfenstern reichert Wasserdampf an. Der Test ist einfach: Ein paar Tage ein Fenster einen Spalt offen lassen. Weicht der Schimmel zurück, war es nicht die Wand. Erscheint buchstäblich Wasser auf dem Boden unter einem Fenster bei laufendem Heizgerät, deutet die Diagnose auf Kondenswasser.

Was die Zahlen zur Ersparnis sagen

Für 80 m2 Grundfläche beträgt der Unterschied zwischen der billigen und der wasserabweisenden Platte 2,5 €/m2. Insgesamt rund 200 Euro. Die Dämmung kommt dazu: XPS zu 3,25 €/m2, Steinwolle zu 2,25 €/m2, Mineralwolle mit Kraftpapier zu 1,25 €/m2. Die reflektierende Dämmrolle für Böden kostet 2,86 €/m2.

Die vollständige Rechnung, Posten für Posten, ergibt eine Differenz, die mehr durch das überrascht, was sie nicht enthält —Arbeitslohn, Schimmelbehandlung, Lüftung— als durch das Material selbst.



Zu diesen Preisen kostet die Verkleidung von 80 m2 weniger als viele Malerangebote. Die Frage ist nicht, wie viel man bei Rigips spart. Sondern ob man weiß, woher das Wasser kommt, das man dahinter einschließt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver