Richterin verwirft UCO-Bericht und klagt CHJ wegen der DANA nicht an
Die Untersuchung des DANA-Falls in Valencia hat eine Wendung genommen, die viele Beobachter mit dem gleichen Gesicht zurücklässt wie jemanden, der ein Kartenhaus zusammenfallen sieht. Die Richterin, die den Überlauf der Schlucht Barranco del Poyo untersucht, hat den 220-seitigen Bericht der Zentralen Operativen Einheit (UCO) der Guardia Civil abgelehnt und damit auch eine Anklage gegen den Präsidenten der Hydrographischen Konföderation des Júcar (CHJ) ausgeschlossen. Der Beschluss argumentiert, der Bericht sei „umfangreich“, aber unzureichend: Er könne weder auf die Ereignisse im Cecopi eingehen noch auf die Zeugenaussagen der Techniker, die Erklärungen der Angehörigen der Opfer oder die Gutachter, die die Vorhersagen und Überläufe analysieren.
Übersetzt: Die Richterin fordert einen Bericht von der UCO an, erhält ihn und wirft ihn in den Papierkorb mit der Begründung, die UCO habe nicht alle Daten. Das Paradoxon entgeht niemandem. Warum wird ein Gutachten angefordert, wenn es später verworfen wird, weil es nicht allumfassend ist? Die Frage schwebt seit Bekanntwerden des Beschlusses über dem Fall, und die kursierenden Antworten reichen vom Verfahrensfehler bis zum Verdacht, die Richterin agiere als Brandschutzmauer, damit der Fall nicht bestimmte Instanzen bespritzt.
Was der Beschluss genau sagt und was er vermisst
Der Beschluss erkennt an, dass der UCO-Bericht umfangreich ist – 220 Seiten –, wirft ihm aber vor, den Inhalt des Cecopi, die Zeugenaussagen der Techniker, die Erklärungen der Angehörigen der Opfer und die Gutachter, die entscheidende Aspekte zu Vorhersagen und Überläufen analysieren, nicht einbezogen zu haben. Er weist auch darauf hin, dass der Bericht keine Aussagen von besonderer Relevanz aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation berücksichtigt, die radikal andere Schlussfolgerungen ziehen als die dargelegten.
Das Argument hat seine formale Logik: Ein Polizeibericht kann die richterliche Untersuchung nicht ersetzen. Das Problem ist, dass die UCO nicht da ist, um sie zu ersetzen, sondern um Daten zu liefern. Und unter diesen Daten gibt es eine, die der Beschluss offenbar beiseitelässt: die Darstellung der CHJ. Ein Großteil der Analyse vertritt die Auffassung, dass die Konföderation warnen musste und nicht rechtzeitig warnte. Mehr oder weniger, eine Schuld wird sie tragen, wird argumentiert. Die Richterin bewertet nicht, warum die CHJ nicht warnte, als sie es hätte tun müssen, und dieses Schweigen macht am meisten Lärm.
Manche verteidigen, die Richterin mache einfach ihre Arbeit: einen Polizeibericht filtern, der ihrer Meinung nach seine Kompetenzen überschreitet. Dass die Guardia Civil sagt „Das sieht nach einem Verbrechen aus“ und der Richter antwortet „Das sage ich“, ist Alltagsgeschäft. Das Anomale ist nicht der Vorwurf, sondern dass aus diesem Vorwurf die vollständige Verwerfung des Berichts folgt, einschließlich der entscheidenden Daten zur CHJ.
Die CHJ, die Universität und die Warnung, die einige erreichte
Die andere Front der Angelegenheit sind die Warnungen. Die Universität Valencia stellte die Aktivität ein und setzte den Unterricht wegen der Wetterwarnung aus. Es ist nicht das erste Mal: Es gibt dokumentierte Fälle von Aussetzungen wegen Unwettern in den Jahren 2012, 2018 und anderen Daten. Diese Schließung ist zum am häufigsten wiederholten Belastungsbeweis geworden: Wenn eine Institution mit weniger Notfallkompetenzen reagierte, warum tat es dann nicht die, die die direkte Verantwortung trug?
Der Vergleich hinkt, und einige weisen darauf hin. Eine Universität zu schließen ist billig; eine Provinz zu schließen nicht. Die Universität Valencia hätte auch bei einem Sturm geschlossen, der keinen Wildbach überlaufen ließ, wird argumentiert. Die Schließung beweist nicht, dass sie wusste, was kommen würde, sondern dass sie leichter schließt als der Rest der Sterblichen. Dennoch schmerzt der Kontrast: Die akademische Institution reagierte und die Hydrographische Konföderation des Júcar informierte nach den Schlussfolgerungen des verworfenen Berichts erst, als es bereits zu spät war, über den Poyo.
Die Aemet erscheint in der Diskussion als Beispiel eines aktualisierten Handbuchs, mit Vorhersagen bis zu 72 Stunden im Voraus. Die Frage, die in der Luft hängt, ist unbequem: Wenn die Warnung existierte und öffentlich war, wo war die Guardia Civil und wo war die CHJ?
Die Rolle der UCO und die Verdachtsmomente zur Untersuchung
Die UCO kommt aus dieser Episode nicht gut weg. Manche behaupten, diese Berichte häuften Fehler an und diesmal hätten sie es übertrieben. Andere verteidigen das Gegenteil: Die Richterin habe formale Mängel genutzt, um den Inhalt zu deaktivieren. Und eine dritte, unbequemere Strömung deutet darauf hin, dass die Untersuchung so gelenkt wird, dass der Fall weder geschützte Amtsträger noch Mitglieder der Zentralregierung bespritzt.
Das Grundargument ist strukturell: In Spanien werden komplexe Fälle nicht wirklich vom Richter untersucht, sondern kommen vorgekocht durch die Polizeiarbeit an, und die Fähigkeit zur anschließenden kritischen Filterung ist begrenzt. Daher die wiederkehrenden Forderungen nach einer Justizpolizei und einer Steuerbehörde mit größerer richterlicher Abhängigkeit und weniger Abhängigkeit von der Exekutive. Das Paradoxon ist, dass nun der Polizeibericht gerade deshalb verworfen wird, weil er nicht vollständig ist, obwohl die Funktion des Berichts darin bestand, Puzzleteile zu liefern, nicht den Fall abzuschließen.
Das praktische Ergebnis ist, dass die Angelegenheit dort bleibt, wo sie war: ohne Anklage gegen den Präsidenten der CHJ, ohne Anklage gegen geschützte Amtsträger, und mit dem Gefühl, dass die mündliche Verhandlung mit drei anderen Richtern eine bereits kontaminierte Untersuchung kippen könnte. Unterdessen erholt sich das betroffene Gebiet noch nicht und die Arbeiten zur Umleitung und Verbesserung der Flussbetten hängen in der Luft.
Der Fall ist nicht abgeschlossen. Die Richterin hat einen Bericht verworfen, niemanden freigesprochen, und die Untersuchung geht mit den üblichen Fragen weiter: Wer warnte, wer nicht, und warum die Schlucht Barranco del Poyo mitriss, was sie mitriss. Die Antworten, vorerst, erscheinen weiterhin in keinem Beschluss.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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