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Rentenheuchelei der Rechten: EU-Parlament will Abgeordnetenfonds retten
Das Europäische Parlament erwägt, den freiwilligen Rentenfonds seiner Abgeordneten mit Steuergeld zu retten – er weist ein Defizit von 105 Millionen Euro auf. Wir erklären, was bekannt ist.
Das Europäische Parlament erwägt, den freiwilligen Rentenfonds seiner Abgeordneten mit öffentlichen Geldern zu retten. Der Fonds weist ein Defizit von 105 Millionen Euro auf. Ein Fall, der im Kontrast zur Erzählung steht, die gesetzlichen Renten seien nicht tragfähig.
Das Europäische Parlament prüft, den freiwilligen Rentenfonds seiner eigenen Abgeordneten mit öffentlichen Geldern vor dem Kollaps zu retten. Dieser Fonds hat ein Defizit von **105 Millionen Euro** angehäuft. Das Paradox liegt auf der Hand: Dieselbe Institution, die die angebliche Untragbarkeit der gesetzlichen Renten predigt, erwägt, einen gescheiterten privaten Plan mit fremdem Geld zu retten.
## Was ist der Rentenfonds der EU-Abgeordneten
Es handelt sich um ein freiwilliges Rentensystem, das zusätzlich zur allgemeinen Rentenversicherung besteht und dem die EU-Abgeordneten beitreten können. Es ist nicht verpflichtend und ersetzt nicht die gesetzliche Rente, auf die sie Anspruch haben. Der Fonds hat nach Angaben der Institution selbst ein Loch von **105 Millionen Euro** angehäuft.
Das Europäische Parlament erwägt nun, öffentliches Geld einzuspritzen, um dieses Defizit zu decken. Das heißt: Derselbe Apparat, der von den Mitgliedstaaten Anpassungen und Reformen fordert, räumt ein, dass sein privater Plan allein nicht tragfähig ist.
## Die Erzählung von der Untragbarkeit
Seit mehr als **30 Jahren** wird wiederholt, das gesetzliche Rentensystem sei wegen der alternden Bevölkerung und der steigenden Lebenserwartung nicht tragfähig. Diese Erzählung diente dazu, Kürzungen und höhere Renteneintrittsalter zu rechtfertigen.
Manche behaupten, das System habe über weite Teile seiner Geschichte Überschüsse erzielt und die Rentenkasse sei für andere Zwecke verwendet worden, etwa für die Bankenrettung. Diese Behauptung kursiert in der öffentlichen Debatte und wird hier nicht durch einen offiziellen Bericht belegt. Überprüfbar ist hingegen, dass der private Fonds der EU-Abgeordneten gescheitert ist und eine Rettung mit Steuergeld erwogen wird.
## Beitragsgebundene und nicht beitragsgebundene Renten
Das spanische System unterscheidet zwischen beitragsgebundenen Renten, die aus den Beiträgen der Arbeitnehmer finanziert werden, und nicht beitragsgebundenen Renten, die aus anderen Staatsmitteln gezahlt werden. Die Vermischung beider Quellen ist einer der Kritikpunkte an der Verwaltung des Systems.
Die Diskussion darüber, ob die nicht beitragsgebundenen Renten aus der Kasse der beitragsgebundenen Renten bezahlt werden sollen, ist legitim. Was nicht passt: Wer vor dieser Vermischung warnt, verteidigt zugleich die Rettung eines gescheiterten privaten Fonds mit öffentlichen Geldern.
## Das Geschäft, das in Europa winkt
In einem Umfeld von Deindustrialisierung und Konkurrenz mit Mächten wie **China** wird darauf hingewiesen, dass die großen europäischen Wirtschaftsdynastien zwei Sektoren ins Visier genommen haben: Renten und Gesundheitswesen. Zuerst wird die Idee verbreitet, das öffentliche System halte nicht durch; dann wird der Boden für private Pläne bereitet.
Der Fall des Abgeordnetenfonds beweist nicht, dass alle privaten Pläne scheitern. Er beweist, dass ein bestimmter Plan gescheitert ist – derjenige derer, die in Europa Gesetze erlassen. Und dass die vorgeschlagene Lösung nicht gerade die Sparsamkeit ist, die sie von allen anderen fordern.
Wenn dieses Thema Ihre Finanzen oder Ihre Rente betrifft, holen Sie vor Entscheidungen Rat bei einem Finanzberater oder einer Fachperson ein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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