Renaissance-Rüstungen: zeremonieller Luxus oder Schrecken der Schlacht

Die besten Renaissance-Rüstungen, etwa die von Maximilian II. oder der Helm Heinrichs VIII., kosteten ein Vermögen und verbreiteten Angst im Gefecht. Zwischen Kunst und…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine Renaissance-Rüstung konnte ein Vermögen kosten und mit neupaganen Motiven verziert sein. Doch ihre eigentliche Funktion war ebenso psychologisch wie defensiv. Die Stücke Kaiser Maximilians II. (1555), Herzog Alexander Farneses (1575) und der Helm Heinrichs VIII. (1514) veranschaulichen eine Spannung zwischen Kunst und Krieg, die bis heute die Geister scheidet: Waren es Prestigeobjekte oder Kampfinstrumente?

Wer sie als "Alteisen" verachtet, vergisst, dass ein Typ mit solch einem Helm und einem Zweihänder in der Hand dem Gegner das Fürchten lehrte. Die neupagane Ikonografie, die manche als anstößig empfinden, war eine Bekundung intellektueller Macht der Renaissance, eine Rückkehr zum Klassischen gegen den "Cucktolicismus".

Das Äquivalent im 21. Jahrhundert wäre ein gepanzertes Luxusauto: für die da unten unerreichbar, aber tödlich in seiner Präsenz. Die bleibende Frage: Was sagt es über eine Gesellschaft aus, die ebenso viel in ihren Schutz investiert wie in den Schein der Unbesiegbarkeit?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (16 Antworten).

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