Vom Laso-Block zu Pedro Martínez: So wandelte sich der Basketball von Real
Auf der Bank des Real Madrid Basketball saßen in wenigen Jahren drei Trainer. Chus Mateo ging, Sergio Scariolo kam mit einem Vertrag bis 2028, wurde ebenfalls entlassen und der Club verpflichtete schließlich Pedro Martínez, den Trainer, der Valencia Basket zum ACB-Meister gemacht hatte. Dies geschah während die Sektion Neuzugänge wie Maledon, Kramer, Luvawu-Cabarrot, Pradilla, Damian Jones oder Jantunen verkündete und weiterhin die Frage mit sich schleppte, die sich seit der Saison der Copa del Rey 2012 wiederholt: Wer ist der Center?
Die Diskussion begann mit einer vernünftigen These: Den Kader und den Trainer nach einem erfolgreichen Zyklus – Copa del Rey 2012, Supercup, EuroLeague-Finale und ACB-Titel – beizubehalten und nur die schwächsten Positionen aufzurüsten. Das Problem war jedoch, dass eine dieser Positionen, die Fünf (Center), zum strukturellen Loch eines ganzen Jahrzehnts wurde. Während im Fußball davon die Rede war, 100 Millionen für Bale auszugeben, feilschte der Club um ein paar Millionen für einen Center, der den Unterschied machen konnte, und diese Asymmetrie wiederholt sich jeden Sommer.
Warum verpflichtet Real Madrid nie einen dominanten Center?
Die Diagnose bleibt von Anfang an stabil: Es gibt einen echten Mangel an erstklassigen Centern in Europa, und wer sie hat, lässt sie nicht gehen. Dabei tauchen Namen wie Mejri vom Obradoiro auf, die Fortsetzung von Darden, um kein Nicht-EU-Spieler zu werden, der absehbare Cut von Hett wegen Verletzungsfolgen oder die ewige Ungewissheit bei Begic und seinem Angebot aus der Türkei. Die Frage ist nicht, woher die Namen kommen, sondern warum das Budget nie für denjenigen reicht, der tatsächlich den Unterschied machen würde.
Persönliche Vorlieben füllten die Marktlücke. Schortsanitis und Jawai tauchten unter den Lieblings-Centern einiger Fans auf, Bourousis – der seinen griechischen Verein nicht verlängert hatte – wurde als besser als Faverani angesehen, und es gab immer jemanden, der auf ein physischeres Profil setzte. Andere verteidigten Begic als jungen Spieler in Entwicklung, der Angst einflößt und gut reboundet. Keine Option überzeugte alle, und das ist bei einer kritischen Position bereits eine Diagnose.
Die Ära Laso: Vom Meisterkader zur Zweifel an der Bank
Die erste ernsthafte Debatte drehte sich um den Trainer. Das Vertrauen in Laso war bei einem Teil der Anhänger begrenzt, die ein bekanntes Muster sahen: Ein junger spanischer Trainer, der gut startet, aber unfähig scheint, das Team über einen bestimmten Punkt hinaus weiterzuentwickeln. Der Vergleich mit Joan Plaza tauchte immer wieder auf. Auf der anderen Seite stand das Argument, dass es mit diesem Kader in Spanien fast unmöglich sei zu scheitern, und das eigentliche Problem liege in Europa.
Die Spannung brach in schlechten Phasen der EuroLeague aus. Als das Team in den Playoffs mit geringer Gegenwehr fiel und nicht konkurrenzfähig war, verlagerte sich die Kritik von der Bank zur Sportdirektion. Es ging nicht nur ums Verlieren: Es ging darum, mit einem dafür vorbereiteten Kader nicht konkurrenzfähig zu sein. Die Frage, wer den Trainer feuert, blieb unbeantwortet, weil niemand die politischen Kosten tragen wollte, dieses Rädchen zu bewegen.
Poirier, Tavares und die Rotation der Fünfer, die funktionierte
Es kam eine Phase, in der das Problem durch Akkumulation gelöst schien. Die Verpflichtung von Poirier für den Rest der Saison und drei weitere Jahre, während Deck für 17 Millionen über dreieinhalb Jahre nach Oklahoma wechselte, gab dem Team vierzig Minuten Garantie auf der Position. Mit Tavares als Referenzpunkt und Poirier, der von der Bank antwortete, ohne bei zehn oder fünfzehn Minuten den Verstand zu verlieren, fand die Sektion die Tiefe, die sie jahrelang gesucht hatte.
Manche forderten für Poirier die MVP-Rolle, weil er den Ersatz für den entscheidendsten Spieler Europas trug, ohne das Niveau zu senken. Und der Sweet Spot erreichte man: Siege in engen Finals, der zehnte europäische Titel, die Liga Nummer 35 und historische Nächte, in denen Llull aus jeder Entfernung entschied. Im kollektiven Gedächtnis bleiben Sabonis, Hervelle, Djorjevic oder Bullock als jene, die die dunklen Jahre vor diesem goldenen Zeitalter durchlitten.
Chus Mateo, Scariolo und eine Bank, die nicht stillsteht
Unter Mateo änderte sich die Form der Beschwerde. Die Kritik galt nicht den Ergebnissen, sondern dem Management: Spielzeitverteilung, umstrittene Rotationen und Spieler ohne Vertrauen. Man warf ihm vor, dass ausgeglichene Spiele immer auf derselben Seite endeten, mit dem Gefühl, dass dem Gegner reichte, „mit Netz“ zu spielen. Der Abgang war vorhersehbar und die Ankunft von Scariolo wurde mit einem Vertrag bis 2028 angekündigt.
Seine Ära dauerte auch nicht lange. Ein Teil der Fans verteidigte ihn damit, dass man den Trainer nicht beurteilen könne, wenn drei Center verletzt seien, und dass sein Management von Auszeiten und vorbereiteten Plays Mehrwert bringe. Die Gegenreaktion: Es war voreilig, ihn zu entlassen, ja, aber auch voreilig, ein Projekt beizubehalten, das nicht anlief. Das Ergebnis war eine weitere Wendung, diesmal hin zu Pedro Martínez, einem Trainer, der nie eine Gelegenheit verpasst hatte, Real Madrid zu kritisieren, und der mit dem Ruf landete, sich damit auszukennen.
Warum ist die EuroLeague für Real Madrid unmöglich geworden?
Hier erzeugt die wirtschaftliche Analyse am wenigsten Diskussion. Panathinaikos stellte das teuerste Quintett der EuroLeague-Geschichte zusammen, mit Nunn, Hayes-Davis, Yabusele, Lessort und Bonga, die zusammen 21 Millionen Dollar pro Jahr kosten. Fenerbahçe, Efes oder Olympiacos verpflichten Stars wie Micic, Larkin oder Vezenkov, ohne dass Real Madrid in diese Gehaltsliga eintritt.
Die am häufigsten wiederholte Schlussfolgerung ist unbequem: Im Fußball benimmt sich der Club wie ein Scheich und im Basketball wie ein Mittelfeldteam der ACB. Mit Griechen und Türken, die bereit sind, Geld zu verbrennen, wird der Kampf um den europäischen Titel zu einem Rennen, das man nicht mit Taktiktafeln gewinnen kann. Die Hoffnung, wenn sie kommt, ist anderer Natur: harte Arbeit, starke Verteidigung und dass der Gegner einen schlechten Abend hat.
Pedro Martínez und der erste EuroLeague-Supercup
Der Start in die neue Ära hinterließ einen objektiven Datenpunkt: Das Real Madrid von Pedro Martínez wurde der erste Gewinner des EuroLeague-Supercups, mit einem Sieg gegen Olympiacos und einem Spiel, das komfortabler war als erwartet. Die Neuzugänge begannen zu liefern: Luvawu-Cabarrot als sehr begehrter Verstärkung, Pradilla, der Verteidigung, Rebounds und einen angemessenen Dreipunktewurf beisteuerte, Damian Jones als Ersatz für Tavares und Jantunen als Bedrohung von der Dreierlinie.
Das Gefühl ist, dass es mehr Ressourcen als im Vorjahr gibt, bessere Schützen und Ballführer und ein Team, das endlich verteidigt. Auf dem Tisch liegen der Abgang von Hezonja, der Wettbewerb von Valencia und Baskonia um nationales Talent und ein Markt, auf dem Real Madrid vom Sternfangen zum Fangen dessen übergangen ist, was vom zerlegten ACB-Meister übrig bleibt.
Der Saisonstart klärt keine der grundlegenden Zweifel. Das Team konkurriert, sammelt kleinere Titel und geht seinen Weg. Was noch niemand weiß, ist, ob dieser Block, mit einem anderen Trainer und einer anderen Liste von Verpflichtungen, die erste ernsthafte Paarung in der EuroLeague aushält. Dort haben sich die Rechnungen immer verhakt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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