Real Madrid 2026/27: Mourinho, Vinicius und Titel-Durststrecke

Real Madrid steht vor der dritten titellosen Saison. Mourinhos starre Taktik und Florentino Pérez’ Ausgaben erregen Fan-Zorn.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Real Madrid 2026/27: Mourinho, Vinicius und Titel-Durststrecke
Reals titellose Ära unter Mourinho: Fans diskutieren nicht das Ob, sondern das Wie viel

Die Saison 2026/27 ist faktisch entschieden. Real Madrid steuert auf seinen **dritten titellosen Wettbewerb in Folge** zu, wobei die Diskussion nicht mehr lautet, ob das Team konkurrenzfähig ist, sondern wie früh Barcelona den Meistertitel sichern wird. Die häufigste Diagnose verweist auf einen schlecht konstruierten Kader: **kein kreatives Mittelfeld, kein Zielspieler im Sturm und zwei Angreifer, die dieselbe Bahn besetzen**. Das Ergebnis ist ein Angriff, bei dem Talente sich behindern statt kombinieren.

Mourinho, Verträge und dekretierte Aufstellungen

Die Rückkehr des portugiesischen Trainers, von Florentino Pérez als letzter großer Coup verkauft, hat sich zu einem Paradox entwickelt. Manche behaupten, Mourinho **stelle Valverde vor Bernardo Silva auf** und halte Bellingham trotz besserer Form von Güler im Team. Die kursierende Erklärung ist weniger sportlich als vertraglich: Er habe Vinicius und Mbappé als unverhandelbare Stammspieler akzeptiert, um zu unterschreiben. Falls wahr, hörte der Trainer auf, Trainer zu sein, bevor er ankam.

Der Fall Vinicius bündelt die Empörung. Ein **3-1-Vorsprung wurde nach seiner Auswechslung zu einer 3-4-Niederlage**, ein verlorener Hackentrick im Mittelfeld ohne Nachsetzen danach, sowie das Gefühl, dass seine Verlängerung die linke Seite blockiert, wo bereits Mbappé spielt. Der häufigste Vorschlag: Espí als Mittelstürmer, Mbappé auf links, Güler zentral und Vinicius auf die Bank.

Transfers, die ausblieben, und jene, die kamen

Die wirtschaftliche Kritik ist ätzend. Es wird argumentiert, dass **Rodri nicht verpflichtet wurde**, obwohl **750 Millionen Euro in drei Jahren ausgegeben wurden**, während der Verein **140 Millionen für Diomande** und **60 Millionen für Cucurella** zahlte, der Carreras nicht verbessert. Gleichzeitig trägt Tchouameni eine ungerechte Welle der Kritik: Er ist ein defensiver Elan-Pivot, von dem erwartet wird, dass er wie Rodri spielt. Das Problem ist nicht er, sondern die Leere neben ihm.

Spielplan, Schiedsrichter und die Entschuldigungs-Erzählung

Real Madrid bestreitet **drei Auswärtsspiele hintereinander (Spieltage 10, 11 und 12)**, darunter ein Gastspiel beim FC Barcelona, beginnend gegen den ewigen Rivalen. Die offizielle Erklärung: Die NFL bat um den Termin, und der Verein stimmte zu. Ein Teil sieht dies als bewusste Asymmetrie; andere entgegnen, solche Ausreden gelten für Teams im Tabellenmittelfeld, nicht für eines, das alles ab Platz fünf abwärts dominieren sollte.

Beim Schiedsrichterwesen unterscheidet die dominante Lesart zwischen berechtigter Beschwerde und Alibi. Die Rote Karte wegen Handspiels bei einem klaren Tor sei nun zur automatischen Disqualifikation geworden, obwohl die Regel nur verhindern sollte, dass Verteidiger den Elfmeter dem Gegentor vorziehen. Der Elfmeter selbst sei Strafe genug.

Der Schatten des Vorstands: Florentino und die Vereins-Erzählung

Die institutionelle Kritik hat zugenommen. Dem Verein wird vorgeworfen, **null Selbstreflexion** zu zeigen, unnötige Feinde durch das Kommunikationsmanagement um Vinicius zu schaffen und dass die Aufstellung vor drei Jahren vom Vorstand festgelegt wurde. Die bitterste Schlussfolgerung: Kein Trainer kann dies beheben. Und die schwebende Frage bleibt, ob jemand im Verein beabsichtigt, etwas zu ändern, oder ob der letzte Tanz bis zum Ende getanzt wird.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (151 Antworten).

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