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Real Madrid: 140 Millionen für einen 19-Jährigen
Real Madrid zahlt 140 Millionen Euro für ein 19-jähriges Talent. Die Finanzierung wirft Fragen auf, während der Club versucht, 5 % seiner Anteile zu verkaufen.
Real Madrid: Warum niemand die Rechnung über 140 Millionen für ein Talent glaubt
Niemand mit gesundem Menschenverstand zahlt 140 Millionen Euro für einen 19-Jährigen, ohne dass mehr als nur Fußball im Spiel ist. Die diese Woche angekündigte Transaktion fällt zusammen mit einem gescheiterten Versuch des Clubs, 5 % seines Kapitals zur Liquiditätsbeschaffung zu verkaufen, sowie dem Verbot, das Stadion für Konzerte zu nutzen. Im Hintergrund kreuzen sich Diskussionen über die Herkunft der Gelder mit Verdächtigungen versteckter Provisionen und einem Verein, der behauptet, keine Liquiditätsprobleme zu haben.
Die Finanzen des Clubs: Zwischen Vermögensverkauf und außerordentlichen Einnahmen
Der Verkauf der 5 % war der Plan: Ein erster Schritt, der laut Investorenanalysen den Weg für den Einstieg eines Scheichs in die Aktionärsstruktur ebnen sollte. Investoren lehnten dies ab, da sie es als Vorstufe zum Kontrollverlust sahen. Der alternative Finanzierungsansatz liegt in Verkäufen von Eigengewächsen: Gonzalo (40 Millionen) und César Palacios (10 Millionen) an Fulham. Das unbequeme Detail: Der Besitzer von Fulham, Shahid Khan, unterhält Geschäftsbeziehungen mit ACS, dem Bauunternehmen, das von Florentino Pérez geleitet wird. Es gibt keinen Beweis für Illegalität, aber die geschäftliche Nähe hilft nicht, Fragen auszuräumen.
Das Geschäft mit den Provisionen: Ein Klassiker kehrt zurück
Der Fall Anelka bleibt aktuell: 1999 umfasste der teuerste Transfer der Geschichte (33 Millionen) eine 20-prozentige Provision für den Berater, die dieser wiederum mit Vermittlern teilte. Wendet man diese Regel auf die 140 Millionen an, verdampfen 28 Millionen in Provisionen. Zweifler am sportlichen Wert erinnern daran, dass Gonzalo, verkauft für 40 Millionen, im ersten Halbjahr genauso viele Tore erzielte wie der Neuzugang (ohne Elfmeter) bei einem Zehntel der Einsatzzeit. Die unbequeme Frage: Zahlt man für den Spieler oder für das Geschäft darum herum?
Opportunitätskosten und eigene Jugendakademie
Während Real Madrid diesen Betrag ausgibt, gewinnt der FC Barcelona die Oberhand mit Talenten aus seiner eigenen Akademie. Und Rodri, einer der begehrtesten Mittelfeldspieler, wechselte für 60 Millionen. Es ist schwer, den Fans zu erklären, dass kein Geld für Elite-Spieler vorhanden ist, aber sehr wohl für ein teures Zukunftsprojekt. Die Theorie, dass hohe Ausgaben zur Steueroptimierung dienen, gewinnt in der Finanzanalyse an Boden, auch wenn dies nie offiziell bestätigt wurde.
Ob die Spur der Provisionen zu weiteren Erkenntnissen führt, bleibt offen. Mit 140 Millionen Euro im Spiel steht die Glaubwürdigkeit der Vereinsführung auf dem Prüfstand.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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