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Rauchen und Lungenkrebs: Warum die Todesfälle in Spanien steigen
Die Lungenkrebstodesfälle in Spanien stiegen von 13.000 im Jahr 1990 auf 22.000 im Jahr 2018, während der Tabakkonsum von 34% auf 19% sank. Der Hauptgrund ist die verzögerte Wirkung.
Der Rückgang des Rauchens widerspricht nicht dem Anstieg der Lungenkrebstodesfälle: Krebs braucht Jahrzehnte, um sich zu entwickeln, daher spiegeln die Todesfälle von 2018 den Tabakkonsum der achtziger und neunziger Jahre wider, als das Rauchen weit verbreiteter war.
Die Zahl ist überraschend. Im Jahr **1990** rauchten **34%** der spanischen Bevölkerung, und etwa **13.000** Menschen starben an Lungenkrebs. Im Jahr **2018** rauchten **19%**, und die Todesfälle stiegen auf **22.000**. Weniger Raucher, mehr Todesfälle. Der scheinbare Widerspruch hat eine Erklärung, und man muss keine seltsamen Theorien bemühen.
## Tabak tötet mit Jahrzehnten Verzögerung
Lungenkrebs entsteht nicht im Jahr nach der ersten Zigarette. Die meisten Tumoren werden bei Menschen diagnostiziert, die jahrzehntelang geraucht haben und es in vielen Fällen bereits aufgegeben hatten. Die Todesfälle von **2018** betreffen zum großen Teil jene, die in den siebziger und achtziger Jahren stark geraucht haben, als der Konsum deutlich höher war als heute. Der Rückgang des Rauchens zeigte sich in der Sterblichkeit erst viel später.
## Warum saubere Luft den Tabak nicht ausgleicht
Luftverschmutzung beeinflusst Lungenkrebs durchaus, doch ihr Anteil ist im Vergleich zum Tabak gering. Sauberere Autos haben die städtische Verschmutzung zwar reduziert, aber das löscht nicht die Wirkung einer Gewohnheit, die das Risiko vervielfacht. **Tabak** bleibt die häufigste vermeidbare Ursache für Lungenkrebs in Spanien. Keine Umweltverbesserung gleicht das aus, was bereits geraucht wurde.
## Die Sterblichkeit steigt auch, weil es mehr ältere Menschen gibt
Spanien ist gealtert. Im Jahr **1990** war die Lebenserwartung niedriger und die Bevölkerung jünger. Lungenkrebs ist eine Krankheit, die sich auf das höhere Alter konzentriert, sodass eine ältere Bevölkerung mehr Fälle und mehr Todesfälle hervorbringt, selbst wenn der Anteil der Raucher sinkt. Die absolute Zahl der Todesfälle ist nicht dasselbe wie die altersbereinigte Rate.
Die Zahlen sind keine Meinungen, aber sie sprechen auch nicht für sich selbst: Man muss sie mit der Uhr in der Hand lesen. Wenden Sie sich bei Fragen zu Tabak und Gesundheit an eine medizinische Fachkraft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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