Qubic schürft Monero und verbrennt Token: Ivancheglos Tickchain

Qubic erreichte 51 % der Monero-Hashrate, verbrennt die geschürften Token und bereitet eine Brücke zu Ethereum vor. Der Token ist seit seinem Höchststand um 95 % gefallen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Qubic macht aus Mining Token-Verbrennungen und bringt Moneros Hashrate ins Wanken

51 % der Monero-Hashrate in den Händen eines einzigen Netzwerks. Das ist kein Katastrophenfilm: Es ist die Demonstration, die Qubic, die von Sergey Ivancheglo gegründete Layer 1 — derselbe, der NXT erschuf und IOTA mitbegründete —, im August aufführte und die laut einer kursierenden Rechnung innerhalb einer Stunde zwei Reorganisationen von neun Blöcken auf der Monero-Chain hinterließ. Das Netzwerk griff nicht an: Es zeigte seine Muskeln, hinterließ verwaiste Blöcke und zog sich zurück. Der Coup kostete null Euro Werbung und brachte Schlagzeilen in internationalen Krypto-Medien.

Die These von Qubic ist leicht formuliert und schwer zu glauben: Proof of Work soll etwas nützen. Statt sinnloser Hashes richtet das Netzwerk seine Rechenleistung auf das **Training seines verteilten KI-Stacks** und auf Merge-Mining mit anderen PoW-Chains. Was auf Monero oder Tari geschürft wird, wird in USDT umgewandelt, zum Rückkauf von QUBIC am Markt verwendet und verbrannt. Deflationärer Druck mit dem Schweiß eines anderen Netzwerks.

Was ist die Tickchain und warum erhebt sie keine Gebühren?

Qubic gruppiert Transaktionen nicht in Blöcken. Es erzeugt **Ticks**, Momentaufnahmen des Netzwerkzustands jede Sekunde, validiert durch ein Quorum einer Zweidrittel-Supermehrheit von **676 Validatoren**, den sogenannten Computors. Die Finalität ist sofort: Kein Warten auf Bestätigungen. Das Design ermöglicht gebührenfreie Transaktionen für den Nutzer — ein Luxus, den die Infrastruktur über ihre eigene Wirtschaft finanziert.

Der Start war ein Fair Launch, ohne Risikokapital und ohne Premine. Das gefällt Puristen und erklärt auch die Volatilität: Ohne institutionelle Fonds, die den Preis stützen, ist der Token zeitweise um **95 % unter sein Allzeithoch** gefallen, laut Daten derjenigen, die das Projekt seit 2023 verfolgen.

Halving und Burn: die Ökonomie des Tokens

Die Emission verläuft in Epochen, und das **Halving kommt in Epoche 175**, eine geplante Kürzung, die den Verkaufsdruck reduziert. Dazu kommt der Buy-&-Burn-Mechanismus mit externen Einnahmen und ein **Supply Watcher**, der den Verbrennungsanteil anpasst, um Angebot und Beteiligung ins Gleichgewicht zu bringen. Smart Contracts werden im holländischen Auktionsverfahren versteigert, verteilen 676 Anteile an ihre Besitzer, und ein Großteil der Einnahmen wird vernichtet.

Manche behaupten, das Modell mache Qubic zu einer Maschine, die ihren eigenen Token mit fremdem Geld zurückkauft. Das optimistische Szenario geht davon aus, dass die ständige Verbrennung das Angebot austrocknet, während die Nachfrage nach nützlicher Rechenleistung wächst; das pessimistische startet von der Annahme, dass der Buy & Burn ohne echte Nachfrage nach Aigarth nur Kosmetik ist.

Der Hack im Oktober: 1.404 Wallets und 2,94 Billionen QU

Zwischen 23:42 UTC am 17. Oktober und 01:26 am 18. leerte ein Angreifer **1.404 Wallets** und erbeutete rund **2,94 Billionen QU**. Das Netzwerk stoppte binnen Minuten. Die Untersuchung deutete auf Seeds hin, die im Safari-Browser erzeugt wurden: Die alte Web-Wallet erzeugte keine echte Zufälligkeit, und der Angreifer reverse-engineerte den Generator. **87,1 % der Beute wurden On-Chain eingefroren**, 12,9 % lagen auf der Börse MEXC. Der Angreifer verkaufte nur 5 %.

Der Vorfall hinterließ ein Paradox: Der Preis fiel in den Stunden nach dem Diebstahl stärker als während des Diebstahls selbst. Für manche eine Kaufgelegenheit; für andere der Beweis, dass die Perimetersicherheit des Projekts hinter ihrem technischen Ehrgeiz zurückblieb.

Was kommt: EVM-Bridge und Dogecoin im Visier

Der vorgeschlagene Bridge mit Vottun zur Emission von **wQUBIC auf Ethereum und Arbitrum** würde Liquidität und DeFi-Komposierbarkeit öffnen, die heute auf Safetrade, Gate und MEXC beschränkt ist. Und es laufen Tests zum Mining von **Dogecoin**, was die Implementierung von Orakeln erfordern würde. Die Frage ist, ob der Zeitplan hält: Der Preis ist so weit gefallen, dass die ersten Käufer des Debüts auf Safetrade alle Gewinne verloren haben.

Bei einer Geopolitik im Sturmmodus mag die Dogecoin-Werbung keine Käufer bringen. Die Materialien sind da. Der Korb fehlt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (60 Antworten).

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