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PVPC in Spanien: Von Rekordhoch auf Tiefststand
Der spanische Strompreis PVPC schwankte stark zwischen Höchstwerten von 0,176 €/kWh und Tiefstwerten von 0,015 €/kWh.
Spanischer Strompreis PVPC: Vom Rekordhoch zum Tiefststand
Ist die dynamische Tarifstruktur PVPC ein Glücksspiel oder die günstigste Möglichkeit, Strom zu bezahlen? Diese Frage beschäftigt viele Haushalte. Die stündliche Beobachtung der Preise liefert eine unbequeme Antwort: Man kann der Volatilität entgehen, verzichtet aber auf die günstigsten Zeitfenster. Diese Beobachtungen begannen mit einem Rekordwert. Zur Spitzenzeit erreichte der allgemeine Tarif 0,176 €/kWh, der Nachttarif 0,195 €/kWh und der Tarif für Elektrofahrzeuge ebenfalls 0,195 €/kWh um 20 Uhr. In der ersten Tagesstunde lag der Verbrauchstarif bei 0,158 €/kWh.
Bemerkenswert war nicht der Höhepunkt selbst, sondern seine Beständigkeit. Am Wochenende sank die Nachfrage, doch die Preise bewegten sich kaum. „Der Strompreis ist heute um 10,2 % gesunken. Bei Anstieg herrscht Alarmismus, bei Rückgang Stille“, zitierte man einen bekannten Wirtschaftsenswirtschaft im Fernsehen, um das Thema abzuschließen. Die Reaktion kam prompt: Wir hatten monatelang fast kostenlose Mindestpreise, doch niemand berichtete darüber in den Nachrichten.
Stundengenaue Kosten des PVPC-Tarifs
Die tägliche Preistabelle wurde zum zentralen Werkzeug der Analyse. Jeden Tag werden drei Spalten veröffentlicht – allgemeiner Tarif, Nachttarif und Elektrofahrzeugtarif –, die die Großhandelskosten plus Netzentgelte widerspiegeln. Im Februar 2017 lagen die Werte nahe den Höchstständen: 0,171 €/kWh um 8 Uhr und 0,174 €/kWh um 19 Uhr. Wenige Wochen später, im März 2017, fiel der allgemeine Tarif in den Bereich von 0,083 bis 0,112 €/kWh. Derselbe Mechanismus, völlig unterschiedliche Ergebnisse.
Diese Schwankungen belebten eine alte Diskussion neu: Wenn der Tarif indexiert ist, warum wird er als dauerhafte Preissteigerung wahrgenommen? Befürworter erinnern daran, dass der PVPC den Großhandelspreis nahezu ohne Marge weitergibt. Kritiker hingegen betonen, dass Verbraucher keine Planungssicherheit haben und jede Preiserhöhung ungefragt in der Rechnung auftaucht.
PVPC ist weder teuer noch billig: Er ist indexiert
Das am häufigsten wiederholte Argument während der Beobachtungsphase lautet, dass der PVPC seit seiner Einführung im Jahr 2014 ständigen Schwankungen unterliegt und Alternativen für risikoscheue Kunden existieren. Der historische Vergleich hilft hier weiter. Mit dem alten TUR-Tarif (regulierter Tarif) lag der kWh-Preis im Juni 2013 ohne zeitliche Differenzierung bei 0,138658 €. Im selben Jahr kostete die Spitzenzeit mit zeitlicher Differenzierung 0,172148 € und die Nebenzeiten 0,059420 €. Mit dem PVPC lag die Spitze im Juni 2016 bei 0,104878 € und das Tal bei 0,038906 €. Für Vergleiche sind dies absolute Tiefstwerte.
Die kommerzielle Marge des PVPC ist der Schlüssel zum gesamten System: 3,11 €/kW-Jahr und 0,002 €/kWh, erklären Reaccionarionalysten. Bei einer vertraglich vereinbarten Leistung von 3,45 kW und einem Jahresverbrauch von 2.000 kWh erzielt der Referenzversorger etwa 15 Euro pro Jahr vor Steuern. Ein solcher Kunde deckt die Kosten nicht, was der eigentliche Grund für die Versuche ist, den regulierten Tarif abzuschaffen.
Gemeinschaftseinkauf spart nichts
Mitten in der Beobachtungsphase tauchte das Konzept des gemeinschaftlichen Energieeinkaufs auf, der als Möglichkeit zur Kostensenkung durch Volumenpräsentiert wurde. Die Analyse ist jedoch vernichtend: Der Verkauf nach Volumen bringt einem Produzenten nichts, wenn der Preis unter dem Pool-Preis liegt, da er dort seine gesamte Energie absetzen kann; liegt er darüber, verliert der Kunde im Vergleich zu einem indexierten Tarif. Wer den PVPC nutzt, nimmt bereits an einem aggregierten Einkauf von Millionen Nutzern teil, ganz ohne Zwischenhändler.
Der vorherrschende Verdacht geht in eine andere Richtung: Der Gemeinschaftseinkauf dient vor allem der Sammlung personenbezogener Daten und der Werbung. Die Erinnerung an frühere Aktionen – ein Jahr gewonnen von einem Anbieter, das nächste von einem anderen – ohne nennenswerte Einsparungen stärkt diese Sichtweise.
Vom Rekord zum Minimum in zwölf Monaten
Die weitere Entwicklung widerlegt jede Katastrophenerzählung. Lag der günstige Bereich im Januar 2017 noch bei etwa 0,10 €/kWh, so öffnete der allgemeine Tarif ein Jahr später um 0 Uhr bei 0,084 €/kWh und fiel bei Sonnenaufgang auf 0,067 €/kWh. Im März 2018 gab es Tage, an denen die Nebenzeiten bei 0,018 €/kWh lagen. Die letzte Aufzeichnung der Beobachtungsphase zeigt den allgemeinen Tarif bei 0,062 €/kWh und den Nachttarif bei 0,015 €/kWh.
Auch der Wasserpegel in den Stauseen spielt eine Rolle. Am 28. Februar 2017 speicherten die Talsperren 32.463 hm³, was 57,99 % ihrer Kapazität entspricht, verglichen mit 37.586 hm³ im Vorjahr, wobei die Dürre die Wasserkraftproduktion belastete. Wenn es regnet und windig ist – sogar in Frankreich – fällt der Preis drastisch. Wenn nicht, steigt er. So funktioniert der Markt.
Angesichts dieser Schwankungen könnte man meinen, das System sei defekt. Oder es funktioniert genau wie geplant, was noch unbequemer ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Der tatsächliche Strompreis in Spanien variiert je nach Rechnung zwischen 0,12 und 0,33 Euro. Fixkosten und Steuern treiben den Preis bei geringem Verbrauch in die Höhe.
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