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PureTech-Fahrer: 200.000 Motoren ohne Lösung
Vereinigung betroffener Fahrer meldet 18.000 Mitglieder und sieht einen Konstruktionsfehler bei über 200.000 1.2 PureTech-Motoren.
Der ölgetränkte Zahnriemen des 1.2 PureTech: „Reparatur unmöglich“
Was passiert, wenn das Design eines Motors seinen eigenen Zahnriemen verurteilt und keine Reparatur verhindert, dass der Fehler erneut auftritt? Zu diesem Schluss kommt die Vereinigung der von Stellantis' 1.2 PureTech-Motor betroffenen Fahrer: Beauftragte Studien und Gutachten zeigen, dass die Ursache nicht im Riemen oder Öl liegt, sondern im Motordesign. Ihrer Analyse zufolge läuft der Riemen dauerhaft im Öl, und die durch den normalen Betrieb entstehende Kontamination degradiert ihn in allen Fällen.
Die Zahlen sind erheblich. Die Vereinigung zählt bereits 18.000 betroffene Mitglieder und schätzt, dass das Problem mehr als 200.000 Motoren betrifft. Die vorgeschlagene Lösung der Marke – kostenlose Reparaturen – würde laut dieser Analyse nichts lösen: Der Fehler würde wiederkommen. Die von ihnen vertretene Alternative ist drastisch: Austausch des Steuertriebs gegen ein anderes System, entweder einen trockenen Riemen, wie er jahrzehntelang Standard war, oder eine Kette.
Warum versagt der 1.2 PureTech mit ölgetränktem Riemen?
Die Prämisse ist einfach zu formulieren, aber schwer zu verdauen: Ein Gummiriemen, permanent in heißem Öl bei Betriebstemperaturen zwischen 90 und 100 Grad getaucht. Der Riemen degradiert, löst Partikel ab und verstopft schließlich die Ölpumpe oder zerfällt. Wenn dies geschieht, ist das Ergebnis eine kostspielige Panne.
Manche argumentieren, dass das Problem nicht auf diese Motorfamilie beschränkt sei und andere Marken seit Jahren ölgetränkte Riemen ohne Probleme nutzen. Das häufigste Gegenargument verweist auf VW-Konzernmotoren mit über 300.000 Kilometern, die ölgetränkte Riemen haben und keine Probleme bereitet haben; diese müssen bei 210.000 Kilometern gewechselt werden, und beim Öffnen hält der Riemen noch stand. Der Vergleich mit Ford EcoBoost geht in dieselbe Richtung: Dieses Schema wird seit Markteinführung verwendet.
Benzin im Öl und der Partikelfilter
Ein Teil der Analyse verschiebt den Fokus vom Riemen auf das, was im Öl schwimmt. Die These: Das eigentliche Problem ist Benzin, das in die Ölwanne gelangt. Woher kommt es? Von den Regenerationen des Partikelfilters, die überschüssigen Kraftstoff zur Verbrennung von Ruß einspritzen, und von Stadtverkehr mit ständigen Kaltstarts. Das Öl verdünnt sich, verliert seine Eigenschaften und greift den Gummi an.
Daher behaupten einige, dass lange Strecken helfen und der Feind das Auto sei, das alle paar Minuten nur einen Kilometer fährt. Diese Erklärung entlastet das Design nicht, teilt die Schuld aber mit Emissionsvorschriften und Fahrverhalten. Die Grundfrage bleibt unbeantwortet: Wenn das System eine bestimmte Nutzung erfordert, um sich nicht selbst zu zerstören, ist es dann ein Motor oder ein Lotteriespiel?
Kostenlose Reparaturen, die nichts reparieren
Das Angebot der Marke, den Riemenwechsel zu übernehmen, überzeugt die Betroffenen nicht. Die Logik ist direkt: Wenn die Ursache im Design liegt und die Ölkontamination bei allen Motoren auftritt, wird der neue Riemen wieder degradieren. Die wahre Lösung, sagen sie, besteht darin, das gesamte System auszutauschen.
Innerhalb der Branche gibt es Nuancen. Eine Strömung vertritt, dass Neuwagen seit über einem Jahr mit einem verbesserten, optisch erkennbaren Riemen ausgeliefert werden, der nicht dieselben Probleme macht, sofern Wartungsintervalle eingehalten und Qualitätsöl verwendet wird. Billiges Öl und verkürzte Intervalle erklären ihrer Meinung nach viele Fälle. Aus der anderen Ecke wird geantwortet, dass das Auto zwar längere Riemenlaufzeiten hat, aber weiterhin teuer im Unterhalt ist: häufigere Ölwechsel und hohe Rechnungen für Arbeit, die den halben Motor zerlegen muss.
7-Millimeter-Ketten und andere Kostensenkungen
Das Problem beschränkt sich nicht auf den Riemen. Parallel dazu kursiert der Fall der Steuerketten des 1.5 HDI, bei denen die Breite angeblich von 8 Millimetern auf 7 Millimeter reduziert wurde. Die schmale Kette reißt, und wenn sie reißt, zerstört sie den Motor. Der gemeinsame Verdacht ist immer derselbe: Einsparungen von Centbeträgen pro Einheit, multipliziert mit Millionen, amortisieren sich.
Das wirtschaftliche Umfeld hilft nicht, die Sache zu verdauen. Stellantis schloss 2023 mit einem Rekordgewinn von 18,625 Milliarden Euro ab und zahlte 1,9 Milliarden Euro Boni an Mitarbeiter. Für viele ist der Kontrast zwischen diesen Zahlen und der Rechnung eines Betroffenen die wahre Zusammenfassung des Falls. Währenddessen hat die Marke reagiert: Neue Mild-Hybrid-Motoren der Familie verwenden nun eine Steuerkette und den Miller-Zyklus, was als Kurskorrektur gelesen wird.
Zehn Stunden und 750 Euro für einen Riemenwechsel
Werkstattpraxis zeigt die realen Kosten, diese Architektur am Leben zu erhalten. Bei einem Riemenwechsel eines EcoBoost mit 100.000 Kilometern und zehn Jahren kam der Riemen ganz heraus, aber rissig über die gesamte Oberfläche, besonders an der Verbindung der Zähne zum flachen Band. Arbeitszeit: zehn Stunden und rund 750 Euro nur für die Arbeit, weil auch die Ölwanne demontiert werden muss.
Diese Liste erklärt, warum die Wartung dieser Motoren zur finanziellen Belastung wird. Es ist nicht das Teil, sondern alles, was entfernt werden muss, um es zu erreichen. Bei diesen Preisen lautet die Frage nicht, ob der Riemen hält, sondern wer die Rechnung jedes Mal zahlen kann, wenn er gewechselt werden muss.
Beauftragte Studien werden weiter diskutiert, und die Marke wird weiterhin neue Motoren mit Ketten verkaufen, als wäre die Sache erledigt. PureTech-Besitzer werden jedoch für die technische Erneuerung zahlen. Beim nächsten Mal mit einem anderen Euphemismus im Prospekt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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