Público macht in Spanien die Rechte für Blocus-Krawalle verantwortlich

Das spanische Blatt Público schiebt die Blocus-Krawalle der extremen Rechten zu und löst eine Kette von Theorien aus: von Ayuso bis zum Ex-KGB-Mann. Die ursprüngliche Meldung versinkt im Verdacht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Público macht in Spanien die Rechte für Blocus-Krawalle verantwortlich
Público sieht hinter den Blocus-Krawallen ein Netzwerk der extremen Rechten

Die Meldung stammt von einem linken Medium, und die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Gelächter, Sarkasmus und eine Kette gegenseitiger Verdächtigungen. Die Zeitung Público berichtete, Blocus, jene Protestbewegung, die für Straßenblockaden und Ausschreitungen gesorgt hat, sei in Wahrheit eine Erfindung der extremen Rechten, um die Bevölkerung aufzuwiegeln. Die These, auf eine Zeile verdichtet, löste eine Welle von Reaktionen aus, die zwischen Unglauben und klassischer Verschwörungstheorie pendelte.

Der erste Schlag kam aus der Erzählung selbst: Wenn Blocus ein Konstrukt der radikalen Rechten ist, warum endeten die Krawalle mit zerstörten Geschäften und Festnahmen? Die häufigste Antwort war der Verdacht, die Meldung verberge etwas Größeres. "Hinter Blocus steckt Ayuso, und ihr wisst es", platzte einer heraus. Ein anderer ergänzte Mazón. Ein Dritter vervollständigte die Kette mit Franco. Aus dem Witz wurde eine Methode: Je länger die Liste der Verantwortlichen wurde, desto deutlicher zeigte sich, dass niemand die ursprüngliche Diagnose glaubte.

Vom politischen Verdacht zum Geschäft mit der Empörung

Der Thread driftete bald ins Wirtschaftliche ab. Die Frage, die über allem schwebte: Wer finanziert wen? Ein Teilnehmer fragte, ob die PSOE (Spaniens größte sozialdemokratische Partei) hinter dem Aufstieg der extremen Rechten steckt, hinter ihrer Finanzierung und dem Schutz ihrer kriminellen Aktivitäten. Die Ironie war die Verpackung einer ernsteren Anschuldigung: Die großen Parteien füttern ihre Gegner, weil ihnen ein starker Feind nützt. Die Theorie vom rentablen Chaos ist nicht neu, doch hier wurde sie ohne Scheu auf beide Seiten des Spektrums angewandt.

Die Unterhaltung hinterließ auch eine Spur von Namen. Die Schwester einer galizischen Politikerin wurde erwähnt, eine korrupte Person namens Pardo de Vera und die Anwälte von Julio Iglesias – ein Sprung, den niemand zu begründen versuchte. Die Gedankensprünge gehörten zur Show. Damit ist der Fall klar, schrieb einer, als wäre der Zusammenhang offensichtlich. War er nicht.

Die Falschmeldung als Geschäft: Wer profitiert, wenn die Straße brennt

Der Schatten des digitalen Geschäfts lag über mehreren Beiträgen. Die Rede war von einem Honeypot, um Ahnungslose zu identifizieren und zu erfassen, von einem angeblichen pakistanischen Anführer mit Einbürgerung und von einem Herrn aus Wladiwostok namens Sergei, Ex-KGB und früherer Professor in der DDR. Die Kette der Verantwortlichen dehnte sich bis ins Absurde. Die Meldung von Público wurde unter einem Berg von Theorien begraben, die im Kern alle dasselbe sagten: Niemand akzeptiert die offizielle Version, ohne den Beleg zu verlangen.

Den Abschluss machte die verstörendste Zahl. Während darüber gestritten wurde, ob Blocus rechtsradikal, linksradikal oder eine ausländische Macht sei, gingen die Krawalle weiter, und in mehreren Städten erwachten die Geschäfte mit eingeschlagenen Rollläden. Die Frage, die niemand beantwortete, war die einfachste: Wem nützt es wirklich, wenn die Straße brennt?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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