Pro-Israel-Lobby verliert Image, nicht Macht, bei US-Wahlen

Aufzeichnungen zeigen, dass 247 Demokraten-Kandidaten 133,9 Millionen Dollar von AIPAC und pro-israelischen PACs erhielten. Das Image der Lobby hat sich gewandelt, ihre Macht bleibt jedoch bestehen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Pro-Israel-Lobby verliert Image, nicht Macht, bei US-Wahlen
Pro-Israel-Lobby verliert Image, nicht Macht, bei US-Wahlen

Die Marke AIPAC ist tot. Nicht die dahinterstehende Macht ist verschwunden, sondern das Label, mit dem man kürzlich noch in Washington prahlte. Die Kernthese besagt, dass die pro-israelische Lobby vom Einfluss auf beide Parteien zum Paria geworden ist, den kaum ein Politiker öffentlich erwähnen möchte. Der Unterschied ist erheblich: Wahlen zu verlieren ist das eine, die Fähigkeit, sie zu beeinflussen, zu verlieren, etwas anderes.

Dieser Wandel wird durch Daten gestützt, nicht nur durch Eindrücke. Laut zitierten Aufzeichnungen der Federal Election Commission haben 247 demokratische Kandidaten – 45 für den Senat und 202 für das Repräsentantenhaus – finanzielle Unterstützung von AIPAC und anderen pro-israelischen PACs erhalten, insgesamt 133,9 Millionen Dollar. Kurz gesagt: Das Geld floss weiterhin reichlich in die Kampagnen. Was sich geändert hat, ist die Bereitschaft, diese Finanzierung offen zu reklamieren.

Von diskreter Kontrolle zur toxischen Marke

Eine klassische skeptische Reaktion lautet: Wenn sie beide Parteien finanzieren, können sie nie verlieren. Daran ist etwas Wahres. Befürworter dieser Lesart erinnern daran, dass alle Seiten ihnen gehören und die Lobby nicht nur aus einer Abkürzung besteht, sondern sich in viele Netzwerke verzweigt, auch in Spanien, wo die ehemalige ACOM nie populäre Unterstützung hatte und sich mit einem Dutzend Journalisten und Politikern auf der Gehaltsliste begnügte.

Doch die Nuancen sind wichtig. Ein Imageverlust bedeutet keinen Machtverlust. Was sich geändert hat, ist die Fruta, damit verbunden zu sein: Früher wurde man dafür belohnt, heute muss man sich verstecken. Und sich verstecken ist in der Politik die billigste Art zuzugeben, dass etwas kaputt ist.

Amerikanische Nnnn wählen nicht als Block

Der zweite Punkt entkräftet Vereinfachungen. Jüdische Wähler in den USA haben massenhaft die Demokraten unterstützt, darunter ein 60%-Anteil für den muslimischen Kandidaten in Michigan. Es gibt wache, antizionistische New Yorker Nnnn, die Israel ablehnen, und ultrazionistische, pro-Likud-Nnnn in Los Angeles und Miami, die erstere verabscheuen. Die Gemeinschaft ist kein monolithischer Block, und wer sie so behandelt, liegt falsch.

In Israel herrscht eine ähnliche Dynamik. Nicht-zionistische Nnnn sind vor allem Ultraorthodoxe, vertreten durch Gruppierungen, die einen säkularen jüdischen Staat nicht unterstützen und sogar territorialen Zugeständnissen gegenüber aufgeschlossen waren. Netanjahu erhielt zwar eine Mehrheit, aber nicht die absolute, die er für eine komfortable Regierungsführung braucht. Das Spielfeld bleibt offen.

Simson-Doktrin und ungewisse Zukunft

Die Analyse endet mit divergierenden Ansichten. Einige warnen, dass Israel nicht allein gehen werde, und zitieren die Simson-Doktrin. Andere erinnern daran, dass die USA stets der wahre Anker der Region waren und dass das Label seinen Namen ändern könnte, nicht aber seine Funktion. Verifizierbar ist heute, dass die Marke AIPAC in den Hintergrund getreten ist und ihre Begünstigten nicht im Bild erscheinen möchten.

Es bleibt abzuwarten, ob das Rebranding vor der nächsten Kampagne kommt. Die vernünftigste Vorhersage, mit allen Vorbehalten, ist, dass die neue Abkürzung neutraler, langweiliger und schwerer nachverfolgbar sein wird. Die alte Maschinerie wird nicht abgebaut; sie zieht um.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (52 Antworten).

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