Warum der PP die Journalistin angreift, die Feijóo widersprach
Hat Feijóo gelogen, als er sagte, die PP habe die Renten stets gemäß dem Verbraucherpreisindex (VPI) erhöht? Diese Behauptung, aufgestellt mitten im Wahlkampf für den 23. Juli, löste den Vorfall aus. Die Journalistin Silvia Intxaurrondo prüfte sie in einem Interview mit drei Zahlenpaaren: 2012, Anstieg um 1 % bei einer VPI-Inflation von 2,4 %; 2013, weitere 1 % bei 2,9 %; 2017, ein Anstieg von 0,25 % bei einer VPI-Rate von 1,5 %. Ab diesem Moment lag der Fokus nicht mehr auf den Renten, sondern auf der Person, die es wagte, den Interviewten zu widersprechen.
Die drei Zahlen, die der VPI-Argumentation widersprechen
Die Daten bestreiten nicht, dass die PP die Renten angehoben hat; sie bestreiten, dass dies "immer" in Übereinstimmung mit dem VPI geschah. Die drei diskutierten Jahre zeichnen ein unbequemes Bild: Erhöhungen um 1 % in Jahren, in denen die Inflation bei 2,4 % bzw. 2,9 % lag, und ein Anstieg von 0,25 % im Jahr 2017 bei einer VPI-Rate von 1,5 %. Bezogen auf die Kaufkraft blieben die Rentner in jedem dieser Jahre hinter der Inflation zurück.
Manche halten dies für eine faire Zusammenfassung, andere entgegnen, die Auswahl sei irreführend: Ein Blick auf drei Jahre erschöpft nicht fünfzehn. Zwischen diesen beiden Ansichten liegt eine überprüfbare Tatsache: Es gab Jahre mit Erhöhungen unterhalb des VPI, und das Wort "immer" deckt diese nicht ab.
Warum fordert der PP Rücktritte beim öffentlichen Rundfunk RTVE wegen eines Interviews?
Die Reaktion schaukelte sich schnell hoch. Aus den Reihen der Volkspartei wurde suggeriert, der öffentlich-rechtliche Rundfunk werde die Wahlen verlieren, und seine Führungskräfte sollten am nächsten Tag zurücktreten; zudem gab es Botschaften, die direkt dazu aufriefen, ihn nicht zu schauen. Auch das Format selbst wurde verspottet: Die Vorstellung, dass ein Journalist sich auf ein Interview vorbereitet und falsche Daten widerlegt, wurde ironisch als Anomalie dargestellt.
Der Kontrast zu dem, was als gute journalistische Praxis gilt, ist offensichtlich. Das Gesagte eines Interviewpartners zu überprüfen und mit seiner Historie abzugleichen, ist kein Hinterhalt: Es ist das Minimum des Berufs. Die Ironie besteht darin, dass die Partei, die heute Strenge einfordert, dies als Sektierertum bezeichnet, wenn es sie selbst betrifft.
Wie stark sind die Renten in 15 Jahren gestiegen?
Hier gewinnt die Analyse Nuancen, die keine der beiden Seiten anerkennen möchte. Zieht man die Jahre unter Rajoy und Zapatero zusammen, berechnen manche, dass die Renten über einen Horizont von fünfzehn Jahren einige Zehntel unterhalb des VPI gestiegen sind. Weder die proklamierte Katastrophe noch die verteidigte Uneinigkeit: eher ein tropfender Verlust kleiner, aber nachhaltiger Art.
Ein anderer Wert, den kaum jemand auf den Tisch legt, macht mehr Sorgen: Manche behaupten, die durchschnittliche spanische Rente übersteige bereits das Durchschnittsgehalt, was unter den OECD-Ländern einzigartig wäre – besonders da genau dieses Gehalt die Rente finanziert.
Der MEI: Die unsichtbare Last auf dem Gehaltszettel der Beitragszahler
Die Debatte darüber, wer die Renten stärker erhöht, verdeckt das Grundproblem: Wie wird das System getragen? Laut den im Diskurs verwendeten Daten kommen in Spanien aktuell 2,74 Arbeitnehmer auf jeden Rentner, und in 25 Jahren würde dieses Verhältnis auf 1,75 sinken, also um 40 %. Manche weisen darauf hin, dass die Renten bereits fast die Hälfte eines Haushalts verschlingen, das durch Schulden finanziert wird.
Während dies diskutiert wird, bleibt ein Mechanismus unbemerkt: der MEI, der Mechanismus zur intergenerationellen Gerechtigkeit, der monatlich von bescheidenen Gehältern abgezogen wird – manche beziffern dies auf Bruttogehälter um 1.400 Euro –, ohne im Wahlkampf kaum erwähnt zu werden. Wer ihn zahlt, stimmt über diese Abgabe nicht ab. Wer sie erhält, tut es.
Wer verteidigt die Journalistin und wer greift sie an?
Unter den Reaktionen koexistieren zwei Strömungen. Eine feiert, dass jemand eine Halbwahrheit live entkräftet, und erinnert daran, dass ein Journalist nicht tatenlos zusehen kann, wie ihm Falsches erzählt wird. Die andere greift die Interviewerin aufgrund ihrer Vorgeschichte an, ohne auf die Zahlen einzugehen: ihre Zeit beim autonomen Regionalfernsehen oder ihre redaktionelle Linie.
Tatsächlich verdrängt der Lärm um die Überbringerin die zentrale Angelegenheit. Dass eine Partei diskutiert, ob ihr Gegner lügt, ist Politik; dass sie über diejenige diskutiert, die dies dokumentiert, ist etwas anderes. Man ist vom Archivvergleich zur Abrechnung mit denen übergegangen, die es konsultieren.
Mit diesen Bausteinen wird der Wahlkampf damit enden, entweder die Daten oder die Person, die sie ausspricht, zu diskutieren, niemals beides gleichzeitig. Und während dies entschieden wird, wird jeden Monat jene Abgabe, die niemand benennt, weiterhin vom Gehalt derjenigen abgezogen, die sie am wenigsten verhandeln können.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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