Polizeieinsätze bei Protesten in Valencia gegen Mazón

Proteste gegen die DANA-Politik von Mazón endeten mit Polizeieinsätzen und widersprüchlichen Berichten über die Verantwortlichkeit für die Unruhen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Polizeieinsätze bei Protesten in Valencia gegen Mazón
Polizeieinsätze bei Protesten in Valencia gegen die DANA-Politik

Die Demonstration gegen Mazón, die in Valencia wegen des Umgangs mit der DANA stattfand, endete mit Polizeieinsätzen und zwei unversöhnlichen Darstellungen dessen, was auf der Straße geschah. Bilder zeigen Beamte der Policía Nacional, die auf die Teilnehmer vorrücken. Zuvor hatte die Behörde nach einer während des Tages verbreiteten Version ihre Kräfte verstärkt, um abzuschrecken. Was weiterhin nicht geklärt ist, ist die alte Frage: Wer hätte warnen müssen, wer hat es nicht getan und wem nützt es, dass die Diskussion sich auf die Schlagstöcke konzentriert?

Wer rief zur Demonstration gegen Mazón auf und wem nutzt das?

Eine Lesart verteidigt, dass Podemos und Sumar den Aufruf initiierten, wobei die PSOE im Hintergrund und valencianische Ableger der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung beteiligt waren. Die Zusammenfassung dieser Strömung ist eindeutig: „die Regierung“. Ihre These lautet, dass es genug Gründe für Protest gab, aber das eigentliche Ziel der Organisatoren darin bestand, dem Consell (der Regionalregierung) die Schuld zuzuschieben, die Zentralregierung reinzuwaschen und politischen Gewinn zu erzielen.

Die gegenteilige Version betont ein anderes Detail: Die Demonstration war massenhaft und durchquerte das Links-Rechts-Spektrum, mit Wählern der PP und Vox, jungen Menschen, Älteren und Kindern, Transparenten gegen Sánchez und sogar einigen gegen den König. Das Hauptziel war die Generalitat (Regionalregierung) und ihr Präsident, nicht die nationale PP.

Zwischen beiden Erzählungen gibt es einen unbequemen Punkt der Einigkeit. Die Legitimität des Unmuts steht nicht zur Debatte. Diskutiert wird, wem er dient.

Wer waren die Urheber der Unruhen in Valencia?

Hier vervielfachen sich die Versionen. Eine besagt, dass eine kleine Gruppe junger Menschen unter zwanzig Jahren die Auseinandersetzungen provozierte und die Polizei suchte. Eine andere, genau das Gegenteil: Dass Spezialeinheiten friedlich Demonstranten angriffen und die Nachricht die Einsätze waren, nicht die Reaktion. Eine dritte weist auf rechtsensrecht Infiltranten hin, und eine vierte lokalisiert den Befehl im Ministerio del Interior (Innenministerium).

Keine dieser Hypothesen wird in dieser Angelegenheit durch Beweise gestützt. Verifizierbar ist die Abfolge: Versammlung, verstärkte Präsenz und Einsätze. Auf dieser Basis platziert jeder seine Verdächtigen.

Die Szene hatte eine auffällige Wirkung. Ein Teil des Publikums applaudierte, als die Beamten gegen jene vorgingen, die sie für die Vernachlässigung der Betroffenen verantwortlich machen. Ein anderer Teil las dasselbe als Machtdemonstration des Staates gegen seine eigenen Bürger. Derselbe Schlagstock, zwei Filme.

Ähnelt dieser Protest denen aus dem Zyklus der 15-M-Bewegung?

Manche ordnen das Geschehene in die Nachwirkung der Mobilisierungen ein, die unter der PSOE-Regierung und Rubalcaba als Innenminister erlebt wurden, und behaupten, das Rezept sei dasselbe: Spannung, Chaos und danach eine Rechtfertigung für strengere Sicherheitsmaßnahmen. Dies ist die Lesart, die dem Protest ein vorheriges Skript zuschreibt und keine spontane Reaktion sieht.

Der Einwand ist berechtigt: Es ist eine Sache, wenn ein Protestzyklus existiert, und eine andere, wenn jede Kundgebung ein Teil desselben Plans ist. Dazwischen liegt die Tatsache, die niemand bestreitet: die echte Empörung Tausender, die Haus, Auto oder Nachbarn verloren haben.

Falschmeldungen, die während des Tages kursierten

Parallel zu den Einsätzen lief eine zweite Ebene des Rauschens. Dass jemand die Nachrichtenübermittlung blockiert habe, um die Koordination der Menschen zu verhindern. Dass die Schleusen eines Staudamms ohne Warnung geöffnet worden seien. Dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer viel höher sei als die anerkannte und versteckt werde. Dass alles einem globalen Plan folge.

Keine dieser Behauptungen verfügt über Beweise, und mehrere gehören zu Verschwörungsrepertoires, die bereits vor der Katastrophe kursierten. Man sollte es ohne Schnörkel sagen: Zu behaupten, es gebe tausende versteckte Tote, ist kein begründeter Verdacht, sondern eine Falschmeldung, und so wurde sie verbreitet.

Weniger fantasievoll und bedeutender war der Konflikt mit der Berichterstattung. Es wurden Szenen verbreitet, in denen Bewohner ein Team des öffentlichen Fernsehens aus einer Ortschaft vertrieben, und es gab explizite Kritik am Ansatz, mit dem der staatliche Sender die Proteste abdeckte. Hier gibt es keine Theorien: Es gibt einen offenen Kampf um die Erzählung, live und öffentlich.

Der Kern: Wer bezahlt die Party und wer profitiert davon?

Unter dem Lärm liegt eine Diagnose, die mit unterschiedlichen Akzenten wiederholt wird: Die regionalen und staatlichen Regierungen hatten Informationen darüber, was bevorstand, und nutzten sie nicht. „Das Volk von Valencia wurde seinem Schicksal überlassen“, fasst eine Botschaft zusammen, während gefordert wird, nicht nur politische Verantwortung zu klären, und gewarnt wird, dass die Medien das Thema in fünfzehn Tagen fallen lassen werden.

Auf dem Tisch liegt zudem eine sehr konkrete Forderung: Identifizieren Sie diejenigen, die während des Protests öffentliche Gebäude beschmutzt haben, damit sie die beauftragten Reinigungsdienste bezahlen, mit der Idee, dass ohne Straflosigkeit niemand dies wiederholen würde. Die Antwort auf diesen Vorschlag kommt in Form einer Gegenreaktion: So angewandt könnte dieser Weg den Konflikt zu gewaltsamen Formen der Vergangenheit zurückführen.

Und dann gibt es noch die Lesart, die das Parteikarte überschreitet. Ein normaler Linkswähler hat mehr gemeinsam mit einem normalen Rechtswähler als mit seinen eigenen Anführern. Zwei Gruppen, sagen sie: Diejenigen, die von der Party leben — Politiker, Medien, Gewerkschaftsstrukturen — und diejenigen, die sie bezahlen, egal wen sie wählen.

Hinzu kommt der angesammelte Verschleiß. Die Warnung, dass ein Regierungswechsel nichts garantiert, weil es bereits Phasen gab, in denen versprochen wurde, Gesetze rückgängig zu machen, und was kam, war eine Bankenrettung und Steuererhöhungen.

Dort stockt die Analyse. Wir wissen, dass es Einsätze gab, wir wissen, dass es Tote gab, und wir wissen, dass das Management zu spät kam. Es fehlt zu wissen, wer unterschreibt, mit welcher juristischen Verantwortung und wie viel davon in einer fünfzehntägigen Schlagzeile endet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (217 Antworten).

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