Politische Widersprüche vor den Wahlen in Spanien am 29. November

Der PP-Chef sagt, er begnadige keine Korrupten, doch seine Partei hat Begnadigungen verurteilter Politiker befürwortet. Der Widerspruch, der den 29N-Wahlkampf prägt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Feijóo erklärt, er werde keine Korrupten begnadigen, doch die PP hat Begnadigungen wegen Korruption verurteilter Amtsträger befürwortet – aus dem Versprechen wird ein Glaubwürdigkeitsproblem für seine Partei.

**Alberto Núñez Feijóo**s Versprechen, keine Korrupten zu begnadigen, sollte er in La Moncloa, den Amtssitz des spanischen Ministerpräsidenten, einziehen, klingt auf einer Wahlkampfveranstaltung entschlossen. Das Problem: Seine eigene Partei hat Begnadigungen von wegen Korruption verurteilten PP-Amtsträgern befürwortet. Der Widerspruch ist nicht neu, doch im Wahlkampf wird er zur Waffe, die seine Gegner nicht mehr aus der Hand legen werden.

## Das Versprechen und die Bilanz der PP

Feijóo hat wiederholt erklärt, er werde keine Korrupten begnadigen. Der Satz funktioniert im Rahmen der Wahlen am **29. November**, bei denen die PP eine Wählerschaft mobilisieren muss, die Korruptionsskandale leid ist. Doch die Bilanz der Partei enthält Begnadigungen verurteilter Amtsträger. Das ist keine Hypothese: Es ist vorgekommen. Der Abstand zwischen dem, was am Rednerpult gesagt wird, und dem, was im Ministerrat unterschrieben wird, ist das exakte Maß der Inkohärenz.

## Die Begnadigung als politisches Instrument

Die Begnadigung ist ein Instrument, das der Regierung erlaubt, eine Strafe zu erlassen. Sie löscht nicht die Tat, aber die Verurteilung. Ihre politische Nutzung ist in Spanien in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Die PP hat sie kritisiert, wenn die PSOE sie aussprach, und verteidigt, wenn sie selbst unterschreiben musste. Diese Flexibilität ist nicht auf eine Partei beschränkt, doch im Wahlkampf wird sie zum Kohärenzproblem. Feijóos Versprechen kollidiert mit dem Kleingedruckten seiner eigenen Bilanz.

## Was am 29N für die Wähler auf dem Spiel steht

Der Wähler, der Korruption bestraft, hat zwei Optionen: dem Versprechen glauben oder auf die Fakten schauen. Der Termin am 29. November ist nicht nur ein Wahltermin. Er ist der Moment, in dem die PP braucht, dass ihre Antikorruptionsbotschaft glaubwürdig ist. Wird sie von der eigenen Bilanz widerlegt, verliert die Botschaft an Kraft. Die Inkohärenz ist kein Detail: Sie ist die Achse, auf der sich die Glaubwürdigkeit einer Partei aufbaut oder zerbricht, die sich als Alternative präsentiert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (12 Antworten).

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