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Linke Wähler wollen Sánchez mit der Wahl stürzen
Wähler, die sich als links bezeichnen und bis vor zwei Wahlen progressiv gewählt haben, rufen dazu auf, wieder zur Urne zu gehen, um Pedro Sánchez aus dem Amt zu drängen.
Eine Person, die sich als links bezeichnet und bis zu den letzten beiden Wahlen links gewählt hat, schreibt es ohne Umschweife: «sie müssen weg. Wenn sie bleiben, verlieren wir das Land». Die Nachricht, in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht und zu Beginn dieses Gesprächs zitiert, fasst eine Strömung zusammen, die durch einen Teil der pogre Wählerschaft geht: Wer nicht zur Enthaltung aufruft, sondern zur Rückkehr an die Urne, um Pedro Sánchez aus der Regierung zu entfernen. Das ist keine Parteiparole. Es ist eine Stimmung.
Unmittelbarer Auslöser ist der Zugunglück und die politische Aufarbeitung. In diesem Kontext kreuzen sich zwei Vorwürfe. Erstens die angebliche Nachlässigkeit des von Óscar Puente geführten Verkehrsministeriums. Zweitens die parteiische Nutzung des Unglücks: Manche beklagen, dass die «Geier» schneller kommen als die Rettungsteams, andere erwidern, die rechte Opposition fordere einen Rücktritt, den sie nach der DANA-Katastrophe erst ein Jahr später verlangt habe.
Die linke Stimme, die sich nicht mehr wiedererkennt
Das Muster wiederholt sich in mehreren Nachrichten: Menschen, die sich mit der Linken identifizieren, sie ihr «ganzes Leben» gewählt haben und nun sagen, dass die klassischen Argumente —«sie sind das kleinere Übel», «die anderen sind schlimmer»— nicht mehr greifen. Den Kern trifft am besten der Satz von jemandem, der behauptet, «man kommt eher von der Droge los als von der Linken», und dass man «im absoluten Dreck sitzen muss, um zu reagieren». Das ist Rhetorik von Ex-Wählern, nicht von Aktivisten.
Die zugrunde liegende These lautet, dass der von Sánchez geprägte Zyklus sein Vertrauen verbraucht hat und Erneuerung nur über die Opposition führt. Manche gehen weiter und stellen fest, dass der Machtwechsel nicht reicht: Die Verantwortlichen müssten «vor Gericht» gebracht werden, und selbst eine Verurteilung wäre keine Gerechtigkeit, weil es dafür «andere, vom System nicht vorgesehene Instrumente» bräuchte. Dort gleitet die Analyse in das Terrain des institutionellen Misstrauens ab, wo man vorsichtig auftreten sollte.
Das Unglück als politisches Schlachtfeld
Die zweite Achse ist das Unglück selbst. Ein Block von Nachrichten wirft der Regierung vor, Menschen sterben zu lassen, die nur den öffentlichen Nahverkehr nutzten, und nennt das «Fahrlässigkeit» und eine Schande für ein entwickeltes Land. Der andere Block kontert und verweist auf den Opportunismus derer, die bei «noch warmen Leichen» politischen Profit suchen. Die Symmetrie ist fast perfekt: Jede Seite wirft der anderen vor, mit den Toten Politik zu machen.
Die Debatte spitzt sich zu, wenn der Vergleich mit der DANA ins Spiel kommt. Es wird argumentiert, dass der Abschaum, der Puentes Rücktritt fordert, diesen beim valencianischen Regionalpräsidenten erst ein Jahr später verlangt habe. Gleichzeitig wird der Linken vorgeworfen, sich in Alicante für Mazóns Haft zu demonstrieren oder mit dem Tod einer Anwohnerin Wahlkampf zu machen. Der doppelte Standard ist der am häufigsten geäußerte Vorwurf — in beide Richtungen.
Enthaltung, Zivilgesellschaft und das Gespenst des «Kirchnerismus»
Die interessanteste Debatte betrifft nicht das Unglück, sondern die Strategie. Ein Ansatz besagt, dass Enthaltung und die Stärkung der Zivilgesellschaft der Weg sind, warnt aber, dass die Zivilgesellschaft zwanzig oder dreißig Jahre zur Erholung brauchen werde, wenn «dieser Haufen» wieder gewählt wird, und spricht von einem «unterdrückerischen spanischen Kirchnerismus». Die Schlussfolgerung: Diese Regierung müsse beseitigt werden, noch vor dem Regime von 1978.
Dagegen ist das pragmatischste Gegenargument vernichtend: Die üblichen Wähler der Linken sind keine Vielfahrer des Hochgeschwindigkeitszugs, ein Zugunglück bewegt ihre Stimme kaum. Verkehrspolitik erreicht den Alltag derjenigen nicht, die mit Geldbörse und Angst entscheiden. Wenn die Wut nicht den Geldbeutel trifft, wird sie nicht zur Stimmabgabe.
Es bleibt die Frage, die niemand beantwortet: Wenn der Aufruf, Sánchez abzuwählen, bei denen greift, die sich bisher aus Enttäuschung enthalten haben, ändert sich die politische Landkarte. Bleibt es ein Ventil in sozialen Netzwerken, ändert sich nichts. Und die verstörende Erkenntnis ist, dass der härteste Vorwurf nicht von rechts kommt, sondern von denen, die bis vor zwei Wahlen links gewählt haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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