Podemos plantet SMI-Erhöhung auf 1.500 €

Podemos will den spanischen Mindestlohn auf 1.500 € erhöhen, was bei 14 Monatsgehältern 21.000 € brutto im Jahr entspricht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Podemos plantet SMI-Erhöhung auf 1.500 €
Podemos plantet SMI-Erhöhung auf 1.500 €: 21.000 € mit 14 Gehältern

Der geltende SMI (Salario Mínimo Interprofesional) liegt bei rund 1.080 Euro in vierzehn Monatsgehältern. Und laut einem Kommentar im Thread bleibt eine Stelle mit Verantwortung und Fachwissen bei 1.700 Euro. In dieser Lücke hat jemand eine runde Zahl platziert: 1.500 Euro. Dies ist der Vorschlag, den Pablo Echenique in einem Tweet zusammen mit fünf weiteren Maßnahmen veröffentlicht – günstigerer öffentlicher Nahverkehr, verpflichtende Preissenkungen für Supermärkte, Einfrieren der Mieten, Aufhebung des Gesetzes gegen Demonstrationen (Ley Mordaza) und weitere feministische Fortschritte mit Irene Montero – unter dem Motto „mutige Vorschläge“.

So weit die Schlagzeile. Das Problem entsteht, wenn die Zahl zum Nettolohn wird: In einem Land mit vierzehn Monatsgehältern sind 1.500 Euro monatlich 21.000 Euro brutto pro Jahr. Das klingt nicht mehr so rund.

Wie viel sind 1.500 Euro SMI im Jahr?

Die erste Falle des Versprechens ist die Arithmetik. Bei zwölf Monatsgehältern bleiben 1.500 Euro bei 18.000 Euro jährlich; bei vierzehn steigen sie auf 21.000 Euro. Die Verwirrung ist nicht gering, da ein großer Teil der öffentlichen Debatte über monatliche Beträge geführt wird, die je nach Anzahl der Zahlungen unterschiedliche Bedeutung haben.

Der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Vorschlags geltende Mindestlohn liegt bei etwa 1.080 Euro in vierzehn Monatsgehältern, das entspricht fast 1.300 Euro bei zwölf. Jedes Versprechen von 1.500 Euro wird an diesem Boden gemessen, nicht im luftleeren Raum. Und beim Netto gibt es einen wiederkehrenden Hinweis: Der ausgezahlte Betrag variiert stark durch Abzüge und persönliche Umstände, sodass der einzige vergleichbare Wert das Jahresbrutto ist.

Im Vergleich zum spanischen Durchschnittsgehalt

Hier liegt der Knackpunkt. Nach den Berechnungen im Thread liegt das durchschnittliche Bruttogehalt in Spanien nur knapp über 21.000 Euro pro Jahr; mit dem statistischen Trick der Vollzeitäquivalente würde es auf etwa 27.000 Euro steigen, aber in mehreren Regionen kaum über 20.000 Euro hinauskommen. Manche behaupten, dass 75 % der Beschäftigten zwischen 12.000 und 21.000 Euro verdienen, sodass eine Festlegung des Bodens auf 21.000 Euro drei Viertel der Tabelle auf dieselbe Stufe heben würde.

Der internationale Vergleich hilft auch nicht, immer nach denselben Berechnungen: In keinem Land übersteigt der SMI 50-55 % des Durchschnittslohns, und in vielen Ländern liegt er zwischen 40 und 50 %; in den USA noch weniger. Die 21.000 Euro in Spanien lägen über dem französischen SMI und sehr nah am deutschen. Daraus ergibt sich eine Idee, die mindestens ein Teilnehmer verteidigt: Regionalisierung des Mindestlohns, weil das Pro-Kopf-BIP, das einen hohen Boden in Irland trägt, nicht in allen autonomen Gemeinschaften vorhanden ist.

Kann man Supermärkte zu Preissenkungen zwingen?

Dies ist die Maßnahme mit den wenigsten Befürwortern. Eine Handelsspanne wird nicht per Dekret festgelegt: Wenn der Preis unter die Kosten gesetzt wird, verkauft der Handel mit Verlust, und die Lösung hält so lange wie bis zur ersten Quartalsbilanz.

Es gibt eine andere Lesart. Die Verteuerung von Grundprodukten wie Olivenöl würde eher durch die Binnennachfrage und das Angebot erklärt als durch eine explodierende Kaufkraft; das wiederholte Argument ist, dass dasselbe Produkt außerhalb Spaniens billiger verkauft wird. Gehälter erhöhen und Preise senken mit demselben Zauberstab ist der Punkt, an dem das Paket nach Meinung der Teilnehmer anfängt, Wasser zu ziehen.

SMI und Tarifverträge

Eine Erhöhung des Bodens bewegt nicht nur den Boden selbst. Wenn der Mindestlohn sich dem Durchschnittsgehalt nähert, verengt sich die Stufenleiter zwischen den Kategorien und die Verhandlungsrunden werden kompliziert: Die Tarifverträge und die Berufskategorien der mittleren Belegschaft geraten durcheinander, und wer Verantwortung für 1.700 Euro übernommen hat, fragt sich langsam wofür.

Das Bild, mit dem mehrere die Angst zusammenfassen, ist einfach: Die Reinigungskraft im Unternehmen verdient genauso viel wie der juristische Berater. Es ist keine Vorhersage, sondern die Art von Konsequenz, die Tarifverträge seit Jahrzehnten zu vermeiden versuchen. Mit dem SMI im Mittelpunkt der Kampagne hat niemand im Tweet eine Antwort darauf, wer die Differenz bezahlt.

Warum zweifelt man an der Umsetzung?

Weil, nach dem wiederholten Vorwurf, dies bereits zuvor versprochen wurde. Die Erhöhung auf 1.500 Euro steht schon länger im Schaufenster, und letztes Mal ließ der Zeitplan sie beim geltenden Wert; laut einem Teilnehmer erwartet, wer auf Januar setzt, höchstens 1.150 Euro. Fügt man die fünf übrigen Vorschläge hinzu, die nach demselben Vorwurf bereits in früheren Legislaturperioden angekündigt, aber nicht umgesetzt wurden, liest sich das Gesamtpaket eher als Wahlkampfmaterie denn als Regierungsplan.

Das Detail, das irritiert, liegt nicht in Madrid. Irland erhöht seinen Mindestlohn auf 12,70 Euro pro Stunde, und wer dort lebt, prahlt mit Schichten ohne geteilte Dienstzeiten und Freizeit. In Spanien würde der Boden bei 1.500 Euro in vierzehn Monatsgehältern nach der Berechnung eines Teilnehmers über zehn Euro pro Stunde liegen. Die Frage ist nicht mehr, ob es viel oder wenig ist, sondern welche Wirtschaft das trägt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (148 Antworten).

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