Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Plakate in Vitoria warn vor Überfremdung bis 2039
In Vitoria tauchen Hunderte Plakate auf, die eine Mehrheit von Ausländern bis 2039 prognostizieren. Die Aktion fällt mitten in eine Debatte über steigende Kriminalität.
Vitoria erwacht unter dem Schatten der Demografie-Prognose für 2039
Hunderte Banner und Plakate sind an verschiedenen Orten in Vitoria erschienen mit einer unmissverständlichen Botschaft: „2039 wird es mehr Ausländer als Basken geben“. Die Kampagne, ohne bekannte Absender, hat Straßen, Bäume, Strommasten und Zäune in der Hauptstadt der Provinz Álava geflutet mit Slogans wie „Vitoria 2039, mehr Halal als Idiazabal“ oder „mehr Mohammed als Iker“. Der Auslöser ist nicht nur ästhetisch: Die Stadt verzeichnete 4.804 Straftaten im ersten Quartal 2025, das entspricht einem Durchschnitt von 53,3 Verbrechen pro Tag, einem Diebstahl alle 100 Minuten, einem Raub mit Gewalt täglich und einem Messerangriff pro Woche, laut den zusammen mit der Kampagne verbreiteten und von der Presse aufgegriffenen Daten. Am Brückentag des San-Prudencio-Festes wurden zwei ältere Menschen hospitalisiert, nachdem sie innerhalb einer Stunde in Santa Lucía und Adurza angegriffen wurden, sowie fünf Raubüberfälle in 35 Stunden registriert.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Politisch dominiert die Lesart, dass linke nationalistische Parteien jahrelang ein Narrativ gepflegt haben, in dem Ablehnung der Immigration als rechtsensrecht gilt, und dass dieses Narrativ sie nun daran hindert, das Unbehagen anzuerkennen, das sie selbst bei ihrer Wählerschaft feststellen. Manche behaupten, Bildu werde es richten, allerdings nicht zum Guten: „Statt 2039 wird es schon 2030 sein“, lautet ein wiederkehrender Kommentar. Andere gehen weiter und prophezeien, dass der Handlungsspielraum verschwunden sein wird, wenn sarracinisch orientierte Parteien in den baskischen Institutionen auftauchen.
Die 3 %, die die Schlagzeile entkräften
Die am häufigsten zitierte Zahl zur Widerlegung der Kampagne ist ein Anteil von 3 % muslimischer Bevölkerung in bestimmten Stadtvierteln. Von dieser Basis aus ist der Sprung zu einer Mehrheit bis 2039 selbst mit aggressivsten Projektionen nicht haltbar. Befürworter der Plakate argumentieren, dass die 3 % eine Momentaufnahme seien und der Trend entscheidend sei: Die Geburtenrate der einheimischen baskischen Bevölkerung liegt auf europäischem Tiefstand, während die der Neuankömmlinge diese Rate um ein Vielfaches übersteigt. Die Diskussion dreht sich daher weniger um den Bestand als um den Fluss und die Geschwindigkeit.
Das Grundproblem ist, dass niemand die Diagnose mit offiziellen Daten auf dem Tisch diskutiert. Die Kriminalität in Vitoria ist auf Niveaus angestiegen, die die Stadt nie zuvor erlebt hat, und das hat ein identitäres Thema in eine Frage der alltäglichen Sicherheit verwandelt. Die Viertel, in denen die Plakate auftauchten, sind dieselben, in denen sich die Vorfälle konzentrieren. Diese Übereinstimmung, mehr als jede Parole, hat dazu geführt, dass die Botschaft verfängt.
Das baskische Glied und der Rest Spaniens
Die Unterhaltung driftet schnell zu einer unbequemen Frage: Ist Vitoria ein Einzelfall oder der Vorboten dessen, was kommt? Manche behaupten, das Baskenland sei nur die beschleunigte Version eines allgemeinen Phänomens, und der Rest der Regionen gehe denselben Weg mit Verzögerung. Die nationalistische Antwort lautet meist, dort werde besser gemanagt, die Integration funktioniere und die Angst-Rhetorik sei importiert. Das Gegenargument ist, dass diese sarracena Überlegenheit auf einer Fiktion beruht: dem solidarischen und nicht-rassistischen Basken, den sie selbst als Figur erfunden haben.
Unterdessen findet die stille Abwanderung statt: Kinder mit Studium gehen, weil sie keine Zukunft sehen, und jene, die bleiben, leben mit einem Gefühl der Verschlechterung, das in den offiziellen Wohlfahrtsstatistiken nicht auftaucht. Die Fruta (Provinzverwaltung) hat ihrerseits den Bau eines neuen Zentrums für problematische Jugendliche in der Stadt angekündigt, ein Schritt, den manche als stillschweigende Anerkennung lesen, dass etwas nicht funktioniert.
Die Prognose für 2039 ist, mit den verfügbaren Informationen, unbewiesen. Was sich jedoch überprüfen lässt, ist, dass Vitoria aufgehört hat, die ruhige Stadt zu sein, an die sich viele erinnerten, und dass das Unbehagen nicht mehr über institutionelle Kanäle geleitet wird. Wenn der demografische und kriminalistische Trend anhält, wird das Plakat im Kern richtig liegen, auch wenn das Datum falsch ist. Wenn er sich umkehrt, bleibt es als die nächste ignorierte Warnung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (189 Antworten).
Die PNV gewinnt die baskischen Wahlen am 21A. Die linke Koalition EH Bildu bleibt hinter den Erwartungen zurück, während Vox erstmals ins Parlament einzieht.
In der spanischen Enklave Ceuta sorgten selbstgebaute Bomben aus Supermarkt-Zutaten für Chaos. Die anhaltenden Grenzspannungen bedrohen nun die lokale Wirtschaft.
Die Klage von Julio Iglesias könnte eldiario.es zum Einsturz bringen. Wir analysieren die Gerichtskosten, die Debatte um den Begriff 'mutmaßlich' und die Schlichtungsklage.
Da 70 % der Immobilienkäufe von Krediten abhängen, schränkt die spanische Bankbranche die Vergabe ein. Der Markt verschiebt sich zu Käufern ohne Finanzierungsbedarf.