Photovoltaik: Amortisation zwischen 5 und 20 Jahren

Bei 7.000 € Investition und 55 € Monatsrechnung dauert die Amortisation bis zu 20 Jahre; eine 6-kW-Anlage senkt die Kosten von über 200 € auf 50 €.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Photovoltaik: Amortisation zwischen 5 und 20 Jahren
Warum 7.000 € für Photovoltaikmodule 20 Jahre zur Amortisation benötigen

Ein ungenutztes Flachdach von 150 m², eine Stromrechnung von 55 € pro Monat und ein Budget von 7.000 €. Von diesen 55 € entfallen etwa 20 € auf die Grundgebühr (Netzentgelte), die unabhängig von der Sonneneinstrahlung anfällt. Mit diesen Zahlen beträgt das maximal mögliche Einsparpotenzial 35 € monatlich, was laut Berechnung fast zwei Jahrzehnte erfordert, um die Investition zurückzuverdienen. Die Rentabilität von Photovoltaikanlagen zur Eigenversorgung wird nicht vom Modulpreis bestimmt, sondern vom tatsächlichen Verbrauch.

Die Ersparnis kann nie höher sein als die vor Installation gezahlten Kosten

Der Ausgangspunkt jeder seriösen Berechnung ist die Rechnung, nicht der Katalog des Installateurs. Wenn die Grundgebühr fest bleibt und der Durchschnittsverbrauch bei 55 € monatlich liegt, ist das theoretische Sparpotenzial dort erschöpft: 30 € Ersparnis pro Monat, 360 € pro Jahr, und eine Anlage von 7.000 €, die sich erst nach fast 20 Jahren amortisiert. Das ist die Arithmetik, die das Angebot in diesem Fall unattraktiv macht, nicht die Qualität der Panels.

Ein zweiter Faktor, den kaum jemand berücksichtigt, ist die überschüssige Energie. Wenn in einem bestimmten Monat mehr produziert als verbraucht wird, wird dieser Überschuss nicht angerechnet. Er wird ins Netz eingespeist und geht verloren. Hinzu kommen Wartungskosten, die im ersten Jahr oft inklusive sind, danach aber berechnet werden: Reinigung, Kabelprüfung und Austausch von Modulen oder Wechselrichtern.

Wenn die Rechnung von 200 € auf 50 € sinkt, ändert sich die Situation

Der Kontrast zu anderen Profilen widerlegt jede pauschale Schlussfolgerung. Eine Anlage von 6 kW für ca. 10.000 € hat dazu geführt, dass die monatlichen Kosten von über 200 € auf etwa 50 € gesenkt wurden, wie ein Nutzerbericht zeigt. Hier bewegt sich die Amortisationszeit in einer ganz anderen Spanne, zwischen fünf und zehn Jahren je nach Berechnungsgrundlage. Dies setzt jedoch einen hohen Stromverbrauch voraus, bei dem alle Geräte elektrisch betrieben werden.

Im gegenteiligen Extremfall findet derjenige, der 50 € im Monat zahlt – 40 € im Sommer – und Gas für Warmwasser und Kochen nutzt, keinen Raum für Einsparungen. Da Gas Küche und Boiler abdeckt und das Klima warm ist, ist die Rechnung bereits niedrig. Tausende Euro zu investieren bringt hier keine Sicherheit, sondern nur Bürokratie.

Überdimensionierung bedeutet, Strom verschenken

Die wiederkehrende Empfehlung lautet immer gleich: Messen vor Kaufen. Ein Verbrauchsmonitor, der die genutzte Leistung stündlich erfasst, ermöglicht es, die Anlage basierend auf Daten statt auf Bauchgefühl zu dimensionieren. Ein 5-kW-Kit kostet rund 4.000 € ohne Installation und erzeugt laut genannten Daten etwa 10 kWh pro Tag im Winter und 25 kWh oder mehr im Sommer, ausreichend für Klimaanlage im Sommer und Wärmepumpe im Winter.

Die Warnung, die das gesamte Thema begleitet, ist die Überdimensionierung. Wer mehr Leistung installiert als er verbraucht, zahlt nicht nur mehr: Er gibt den Überschuss kostenlos ab. Manche behaupten, dass einige Stromanbieter Anlagen über den Bedarf hinaus planen – und mit ihrem eigenen Preis –, um genau diese überschüssige Energie zu erhalten. Die vollständige Einzelabrechnung zeigt Unterschiede, die in einer monatlichen Gesamtrechnung unsichtbar bleiben.

Batterien, Inselbetrieb und Details, die kaum erwähnt werden

Sich vom Netz trennen zu wollen ist die natürliche Versuchung, wenn das Dach groß ist. Das veranschlagte Budget liegt bei etwa 10.000 € für Batterien und einen Dieselgenerator für sonnenlose Phasen: etwa 15 Jahre Amortisation bei den aktuellen 55 € monatlichen Kosten, stets nach dieser Schätzung. Zweitverwendete Autobatterien und LiFePO4-Chemien deuten auf fallende Preise hin, aber häusliche Speicherlösungen bleiben teuer.

Es bleibt das technische Detail, das wenige Installateure verbalisieren: Ein konventioneller netzgekoppelter Wechselrichter benötigt das öffentliche Netz. Bei Stromausfall schaltet ihn die Anti-Insel-Schutzvorrichtung ab, und das Haus bleibt dunkel, obwohl genug Module vorhanden sind. Hybridwechselrichter, teurer, ermöglichen den Inselbetrieb, die Verwaltung von Batterien und die Steuerung der Einspeisung. Einen kompetenten Installateur dafür zu finden, ist eine andere Sache.

Altern Module in Galicien anders als in Andalusien?

Der Degradationsgrad der Module liegt überall zwischen 0,4 % und 0,7 % pro Jahr, mit Leistungsgarantien von 25 bis 35 Jahren. Der Unterschied zwischen Nord und Süd liegt nicht im jährlichen Verlust, sondern in der Betriebstemperatur: Weniger Hitze bedeutet weniger Effizienzverlust und mehr nutzbare Stunden, wie ein Teilnehmer argumentiert. Die geografische Breite begünstigt den Süden; das Thermometer begünstigt den Norden.

Das externe Spiegelbild ist Deutschland: Nahezu 50 GWp installierte Leistung, fast 10 % seines jährlichen Stroms und über 1,5 Millionen Anlagen, überwiegend Eigenversorgung. Spanien trägt noch die Last des inzwischen aufgehobenen RD 900/2015, der die häusliche Eigenversorgung bremste, gerade als Wechselrichtertechnik und Modulpreise fielen.

Die endgültige Spanne reicht von den genannten 5 bis 7 Jahren als Standardwert bis zu den 20 Jahren, die herauskommen, wenn die Rechnung nur 55 € beträgt. Diese Lücke wurde nie geschlossen, und es ist nicht nur eine Frage der Zahlen: Es hängt davon ab, ob Gas im Haus genutzt wird, ob der Überschuss jemals vergütet wird und ob die Regeln stabil bleiben.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (156 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

Volver