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Pentagon: Chinas Marine übertrifft US Navy mit 355 Schiffen
Das Pentagon beziffert die chinesische Flotte auf 355 Schiffe gegenüber 296 der US Navy. Bis 2025 werden 400 Einheiten erwartet.
Pentagon sieht Chinas Flotte in der Anzahl der Schiffe vor der US Navy
Im Mai 2017 warnte ein US-Bericht, dass China „bereits aufgestanden“ sei und seine maritime Entwicklung „schnell und stetig“ verlaufe. Sechs Jahre später beziffert das Pentagon die Kampfkraft der Volksbefreiungsarmee auf **rund 355 Einheiten**, im Vergleich zu den **296 der United States Navy**, den 295 russischen Kriegsschiffen und den 69 der Royal Navy. Der Zahlenvergleich ist nun eindeutig: Das Land, das vor drei Jahrzehnten noch als Billiglohnwerkstatt des Westens galt, führt heute die Rangliste nach Rumpfanzahl an.
Wie viele Schiffe haben China und die USA?
Die Daten des Verteidigungsministeriums sehen die chinesische Marine in der Schiffsanzahl vorn, und die offizielle Projektion geht von **400 Rümpfen bis 2025** aus, wobei das Wachstum sich auf Überwasserkampfverbände konzentriert. Dies ist kein Einzelphänomen: In den letzten sieben Jahren wurden mehr als hundert neue Schiffe der chinesischen Küstenwache vom Stapel gelassen, einige davon **12.000 Tonnen** schwer, was sie größer macht als die 9.800-Tonnen-Kreuzer der Ticonderoga-Klasse der USA. Zudem wird diese Produktion zu Kosten hergestellt, die keine westliche Werft erreichen kann.
Die unbequemste Warnung stammt nicht von einem feindlichen Think Tank, sondern von Admiral Mike Gilday, der bereits früher das quantitative Problem bei einem möglichen Konflikt im Pazifik thematisierte: „Ich sage nicht, dass eine kleinere, technologisch überlegene Flotte nie eine viel größere besiegen könnte; ich sage nur, dass dies – mit möglichen Ausnahmen von drei Fällen in den letzten 1200 Jahren – niemand geschafft hat.“
Die drei chinesischen Marinen, die in den Statistiken fehlen
Die offizielle Zählung lässt das außen vor, was manche Analysten die dritte Flotte nennen. Die Maritime Miliz der Volksbewaffneten Kräfte, bekannt als „kleine blaue Männer“, operiert mit staatlich finanzierten Fischkuttern. Nach verfügbaren Beschreibungen sind einige mit leichten Waffen, Flugabwehr und Minenabwehrgeräten ausgestattet. Im Jahr 2016 wurden **230 Fischerboote** gezählt, die um dieselben Inseln im Südchinesischen Meer kreisten. Die Küstenwache, unterstellt der Zentralen Militärkommission, bringt es auf über hundert weitere neue Einheiten.
Das operative Problem ist offensichtlich: In einer Krisensituation ist es unmöglich, ein neutrales Fischerboot von einer bewaffneten Plattform zu unterscheiden. Wer den Vorfall um die USNS Impeccable im Jahr 2009 verfolgt hat, weiß, wie sich das in der Praxis darstellt.
Flugzeugträger: Prestigeobjekte in einem Meer voller Raketen
Das zweite Argument für die US-Überlegenheit sind die Flugzeugträger. Die Kritik in den härtesten Analysen lautet, dass hypersonische Antischiffsraketen und Drohnenschwärme einen Träger zum teuren Ziel machen. Als Präzedenzfall dient ein Manöver, bei dem ein schwedisches Diesel-U-Boot einen Nimitz-Klasse-Träger in einem Kriegsspiel versenkt hätte. China baut derweil im Südchinesischen Meer Inseln, die als statische Flugzeugträger in der Region fungieren.
Militärausgaben, die nicht zur Erzählung passen
Misst man die Ausgaben nach Kaufkraftparität und rechnet die Kriege im Irak und Afghanistan heraus, übersteigt Chinas militärische Produktionsleistung die der USA. Hinzu kommen die Stationierungskosten der US-Stützpunkte in Japan, Spanien oder Polen sowie die Umlenkung von Material in die Ukraine. Eine in Analysen kursierende Berechnung beziffert die Kosten eines ausgerüsteten und einsatzbereiten US-Soldaten auf **17.000 Dollar**, verglichen mit **1.700 Dollar** für sein chinesisches Pendant. Der Unterschied liegt nicht in der Technologie, sondern in der Kostenstruktur.
Japan, Südkorea und das Verbündeten-Problem
Die Hypothese eines asiatischen Blocks, der fest an Washingtons Seite steht, lässt sich anhand der Handelszahlen kaum halten. Mehr als 30 % der südkoreanischen Exporte gehen nach China und Hongkong, und über eine Million Chinesen leben in Südkorea. Die südkoreanische Hauptstadt liegt in Reichweite nordkoreanischer Artillerie. Japan weist ein ähnliches Profil auf. In diesem Kontext stellt sich nicht die Frage, wer einen Krieg gewinnen würde, sondern wer Anreize hat, ihn zu beginnen.
Was, wenn die Anzahl der Rümpfe nicht die entscheidende Variable wäre?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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