Partner der PSOE-Sprecherin rodete 700 Bäume für Luxussiedlung in Spanien

Der Partner der PSOE-Sprecherin rodete in Spanien 700 Bäume für eine Luxussiedlung, besitzt über 30 Mietwohnungen und unterhält zwei Gesellschaften in Panama.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Partner der PSOE-Sprecherin rodete 700 Bäume für Luxussiedlung in Spanien
Partner der PSOE-Sprecherin rodete 700 Kiefern für Luxuswohnungen

Eine Luxussiedlung in Calafrugell (Lleida), gebaut auf einem Gelände, auf dem 700 Bäume gefällt wurden. Die Firma des Partners der PSOE-Sprecherin Montse Mínguez gilt als verantwortlich für die Rodung, die laut kursierenden Angaben das lokale Mikroökosystem verändert haben soll. Der Fall sorgt nicht wegen der Rodung selbst für Schlagzeilen, sondern wegen dessen, was das Vermögen des Unternehmers umgibt: zwei Gesellschaften in Panama, mehr als 30 Mietwohnungen und sogar drei gleichzeitige Zwangsräumungen. Der Kontrast zwischen der Klimarhetorik und der Vermögensverwaltung ist der Kern der Empörung.

Wer der Unternehmer ist und was ihm vorgeworfen wird

Sergi Vélez, Partner der sozialistischen Sprecherin Montse Mínguez, wird mit Nest Capital Homes in Verbindung gebracht, einer Gesellschaft, über die er Vermietungen abwickelt. Nach veröffentlichten Angaben soll diese Gesellschaft fünf Jahre lang keine Körperschaftsteuer gezahlt haben. Kein Detail: Wenn die spanische Steuerbehörde (Hacienda) nicht gefordert hat, muss jemand erklären, warum. Die Rodung der 700 Bäume gehört zum Bau einer Luxussiedlung, einem Projekt, das nach Kritikern den Wasserhaushalt der Gegend verändert und Probleme mit Überschwemmungen und Abwässern verschärft haben soll.

Manche halten dagegen, die Rodung sei legal gewesen und die Bäume seien keine jahrhundertealten Eichen, sondern während der Franco-Zeit gepflanzte Kiefern gewesen. Diese Einschränkung entkräftet die Kritik nicht: 700 Exemplare in einem kleinen Gebiet sind ein tiefgreifender Eingriff. Der wirtschaftliche Gewinn hingegen wird als obszön und unersetzlich bezeichnet.

Der doppelte Maßstab, der empört

Das am häufigsten wiederholte Argument ist nicht ökologisch, sondern betrifft die Konsistenz. Rodet ein rechter Unternehmer 700 Bäume, um zu bebauen, macht die mediale Linke ihn zum Staatsfeind. Tut es der Partner einer sozialistischen Sprecherin, verschwindet die Geschichte von der Titelseite. Die Rechnung ist einfach: Zwei Gesellschaften in Panama richtet man nicht ein, um in Spanien mehr Steuern zu zahlen, sondern für das Gegenteil. Und währenddessen schaut Hacienda weg.

Der Vorwurf der Heuchelei erstreckt sich auch auf die Klimarhetorik. Dieselben Leute, die der Bevölkerung grüne Opfer abverlangen, verteidigen nun eine Rodung für Immobilienzwecke. Viele ziehen den Schluss, dass der Schaufenster-Umweltschutz dazu dient, den Gegner aufzuhalten, nicht sich selbst.

Die tatsächlichen Folgen in Calafrugell

Die Gemeinde hat seit dem Eingriff mit Überschwemmungen und Abwasserproblemen zu kämpfen. Das ist keine Vorhersage, sondern die Einschätzung derer, die die Gegend kennen. Wird ein Mikroökosystem verändert, misst sich die Wirkung nicht in Stimmen, sondern in Fluten. Der Vergleich, der kursiert, ist vernichtend: In einem so begrenzten Raum entspricht das Fällen von 700 Bäumen der Abholzung der Vegetation eines gesamten Nationalparks.

Die Frage, die in der Luft hängt, ist, ob jemand zur Verantwortung gezogen wird. Die Antwort lautet vorerst: nein. Der Fall bleibt offen, ein Gerichtsurteil ist nicht bekannt.



Hinweis: Die Angaben zu Steuerrückständen und Gesellschaften stammen aus veröffentlichten Berichten und nicht aus einem rechtskräftigen Urteil.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (41 Antworten).

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