Spanischer Sozialdemokrat-Partner: 30 Wohnungen, Panama-Firmen, Steuerhinterziehung

Der Partner der PSOE-Sprecherin Montse Mínguez besitzt laut Berichten 30 Wohnungen und zwei Firmen in Panama, während er fünf Jahre lang keine Steuern zahlte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanischer Sozialdemokrat-Partner: 30 Wohnungen, Panama-Firmen, Steuerhinterziehung
Partner der spanischen Sozialdemokraten-Sprecherin besitzt 30 Wohnungen und Panama-Firmen

Montse Mínguez, Sprecherin des Exekutivkomitees der PSOE, genehmigte als Stadträtin in Lleida eine bauplanungsrechtliche Änderung, die ihrem Partner, dem Unternehmer Sergi Vélez, direkt zugutekam. Dieser Vorgang ermöglichte ihm den Bau der Wohnanlage Botànic in einer der teuersten Gegenden der Stadt, mit Maisonette-Wohnungen, Penthäusern und privaten Pools. Laut veröffentlichten Informationen ist das Ergebnis ein Immobilienvermögen von rund dreißig Wohnungen in Spanien und zwei in Panama gegründeten Gesellschaften. Die Zahl, die jedoch auffällt, ist nicht diese. Es ist eine andere: fünf Jahre ohne Steuerzahlung.

Was ist über das Immobilienvermögen von Mínguez’ Partner bekannt?

Der Kern des Falls ist ein Zufall, der schwer zu erklären ist. Mínguez leitete den Gemeinderat, der den Bebauungsplan änderte, und mit dem bereits geänderten Plan startete die Firma ihres Partners das Projekt. Wir sprechen nicht von einer geerbten Wohnung oder einem diversifizierten Portfolio: Wir sprechen von 30 Mietwohnungen und zwei Gesellschaften in einer klassischen Steueroase. Die Abfolge – Bauplanänderung, Bau, Mieteinnahmen – hat den Fokus auf das Paar gelenkt.

Die Gesellschaft, über die die Mieten abgewickelt wurden, hat laut Berichten fünf Geschäftsjahre lang keine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben. Der Unternehmer soll seit Pedros Sánchez’ Amtsantritt im Palacio de la Moncloa und dem Aufstieg seiner Partnerin innerhalb der Partei 13,3 Millionen Euro eingenommen haben. Zwei sich überschneidende Zeitlinien mit einer Präzision, die Fragen nach dem Wegsehen aufwirft.

Zwangsversteigerungen von Mietern und doppelte Maßstäbe

Der andere Aspekt betrifft Zwangsräumungen. Dieselbe Person, die von der Tribüne aus die Wohnungspolitik der Regierung verteidigt, ist mit einem Portfolio verbunden, das diesen Berichten zufolge Mieter aus ihren Wohnungen vertrieben hat. Es ist die Art von Widerspruch, der keiner Adjektive bedarf: Er erklärt sich selbst. Das Sprichwort „Tu, was ich sage, nicht, was ich tue“ wurde zur am häufigsten wiederholten Zusammenfassung der Angelegenheit.

Es gibt eine Nuance, die man nicht außer Acht lassen sollte. Steuerhinterziehung ist keine Meinung oder politische Etikettierung: Sie ist ein spezifisches Straftatbestandsmerkmal. Und wer sie begeht, steht vor Gericht, unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit. Dieser Maßstab, ohne Ausnahmen angewandt, verlangt die Konsistenz, die dieser Fall infrage stellt.

Mietmarkt zieht sich zurück, während der Fall wächst

Der Hintergrund hilft der offiziellen Darstellung nicht. Laut dem Verband der Immobilienmakler haben 90 % der Maklerbüros die Auswirkungen der Wohnungsdekretes gespürt, und mehr als 4.000 Objekte wären innerhalb von zehn Tagen vom Mietmarkt genommen worden. Weniger Angebot, Preise, die nicht fallen, und ein Fall, der auf die Gesetzgeber zeigt. Der perfekte Sturm für die Wohnungsdiskurs.



Wie viele Fälle wie diesen kann eine Partei verkraften, bevor die Wähler aufhören wegzuschauen?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).

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