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OnlyFans: Versprechen von 40.000 Euro monatlich
OnlyFans verspricht bis zu 40.000 Euro monatliches Einkommen, doch niedrige Abogebühren und kämpfende Creator zeigen eine andere wirtschaftliche Realität.
OnlyFans-Einnahmen: 40.000 Euro monatlich vs. 20 Euro
Wie viel verdienen Creator auf OnlyFans wirklich? Die Plattform für Erwachsenencontent ist seit Jahren mit einer runden Zahl verbunden – bis zu 40.000 Euro pro Monat für erfolgreiche Nutzer –, die weit mehr kursiert als jede Bilanz. Das Geschäft ist legal, bewegt Geld und hat den Konsum von Erwachsenenunterhaltung neu geordnet. Unklar bleibt jedoch, wie viele Menschen dieses Einkommen erzielen. Neben diesen schwindelerregenden Zahlen koexistieren weniger glamouröse Realitäten: Abonnements zwischen 4,99 und 49,99 Dollar, Trinkgeld-basierte Anfragen und eine Schlange von Creatorn, die angeblich kaum ihre Kosten decken.
Die Plattform wurde 2016 mit einem anderen Ziel gegründet, als soziales Netzwerk für Künstler und Profis, um exklusives Material mit zahlenden Trinc zu teilen. Der Wandel kam 2018, als der Unternehmer der Erwachsenenbranche Leonid Radvinsky75 % des Unternehmens kaufte; seither steht erotischer Content im Mittelpunkt des Geschäfts. Zwei Jahre später, als die traditionelle Filmindustrie durch Lockdowns stillstand und Millionen zu Hause blieben, verzehnfachte OnlyFans seine Nutzerzahl in einem einzigen Jahr. Traditionelle Dreharbeiten stoppten; Heimkameras nicht.
Von Millionären zur langen Schwanz: Wie das Geld verteilt wird
Das vom Sektor verkaufte Bild ist das des Creators, der zehntausende Euro monatlich abrechnet. Das reale Bild erlaubt mehr Nuancen. Manche behaupten, diese Beträge werden nur von wenigen mit fragwürdigen Ergebnissen erzielt, und vergleichen das Geschäft mit Fußball: wenige millionenschwere Stars und Tausende, die früh aufgaben. Andere beschreiben den Sektor so: Die meisten Creator beginnen zwischen 18 und 20 Jahren ohne spezifische Ausbildung. Im konventionellen Adult-Cinema liegt die zitierte Rate bei etwa 600 Euro pro Film, ein Ausgangspunkt, der intensive Arbeit erfordert, um ein angemessenes Gehalt zu erreichen.
Auf der anderen Seite stehen Erfolgsbeispiele. Es kursieren Beispiele von Profilen, die fast 500.000 Euro in einem Jahr erreichten, eine Zahl, die über öffentliche Konten nicht verifizierbar ist und neben Berichten über deutlich niedrigere Einkommen besteht. Die Struktur spiegelt jede Creator-Plattform wider: Der Median drückt nach unten, während der Durchschnitt von wenigen gehoben wird. Diese Pyramide ist keine Ausnahme; sie ist das Modell.
Warum wird extremer Content teurer bezahlt?
Weil die Nachfrage sich auf Spezifisches richtet, und je konkreter, desto höher der Preis. Auf dem monatlichen Abonnement baut sich das Geschäft der maßgeschneiderten Anfragen auf: Fotos, Videos und personalisierte Aufträge gegen steigende Trinkgelder. Marina Gold, eine 20-jährige peruanische Creatorin in Madrid, die Kriminologie studiert, fasst es schlicht zusammen: Man kann gut verdienen, aber „man wird sehr extreme Dinge verlangen“. Dieser Druck hat einen bekannten Effekt in jedem Markt: Mehr Content führt zu mehr Trinc; mehr Trinc führen zu höherem Ansehen; höheres Ansehen führt zu Druck, weiter zu gehen.
Sie beschreibt die Falle selbst. Bestimmte Fetische werden besser bezahlt, begleitet von diffusen Druck, unangenehme Aufträge anzunehmen. „Es ist Angebot und Nachfrage“, fügt sie hinzu und gibt zu, dass freie Wochenenden unmöglich sind, wenn die Nachfrage keinen Kalender kennt. Sie definiert es als leicht verdientes Geld, aber mit einer Bedingung: kühler Kopf und mentale Belastbarkeit. Nicht jeder besitzt dies, und Burnout erscheint nicht in Statistiken.
Der Vermittler: Die Plattform und das Finanzamt
Hier taucht die am häufigsten wiederholte Paradoxie auf. Das Versprechen der Unabhängigkeit kollidiert mit der Struktur, die sie ermöglicht: Der Creator entscheidet, was und wann er veröffentlicht, ja, aber innerhalb einer Plattform, die Provisionen erhebt, Regeln festlegt und einen Teil des Kuchens behält. Eine Strömung liest das Phänomen als digitale Zuhälterei ohne physischen Kontakt; eine andere sieht es als Werkzeug, das Abrechnung ohne Zwischenhändler ermöglicht. Zwischen den Extremen erscheinen Steuerbehörden als stille Partner: Sie managen das Geschäft nicht, nehmen aber ihren Anteil an allen Einnahmen.
Das Ergebnis ist ein Markt mit geringeren Einstiegshürden und höherer Volatilität. Castings und Dreharbeiten verschwinden, ersetzt durch Abhängigkeit von einer Plattform, einer zahlenden Community und ständiger Kundeninteraktion. Niemand unterzeichnet einen unbefristeten Vertrag.
Ermächtigung oder verdeckte Prekarität?
Es hängt davon ab, wen man fragt und wann. Verteidiger betonen, dass Creator ihr Image, ihren Zeitplan und ihren Körper kontrollieren, undenkbar in der konventionellen Branche. Kritiker antworten mit dem Kleingedruckten: Die meisten erreichen solche Einkommen nicht, die Exposition ist schwer rückgängig zu machen, und das Geschäft beruht auf Käufern, die für etwas zahlen, das theoretisch online im Überfluss vorhanden ist. Beides kann gleichzeitig wahr sein, was das Problem mit Schlagzeilen großer Zahlen ist.
Was klar scheint, ist, wer von der Erzählung profitiert. Ein Erfolgsfall wird zum Schaufenster, das jene anzieht, die schnelle Auswege suchen. Schnelle Auswege existieren selten. Mit diesen Konten, wenn Geld so leicht wäre, müsste man nicht so viel darüber reden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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