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Onésimo Redondo: Römische Straßen als „Autobahnen“ der Eroberung
Zwischen 661 und 750 dehnte sich das Kalifat der Umayyaden von Damaskus aus, von Hispania bis Zentralasien. Ein Forumsnutzer führt die schnelle Eroberung auf die Römerstraßen zurück.
Hispania fiel schnell: Ein Forumsnutzer macht die Römerstraßen dafür verantwortlich
Die Eroberung Hispanias war keine einmalige militärische Heldentat: Sie war der Zusammenbruch eines von innen zerstrittenen Königreichs. Zwischen 661 und 750 ging das Kalifat der Umayyaden von der Herrschaft in Damaskus dazu über, ein Gebiet von Spanien bis Zentralasien zu kontrollieren. Weniger als ein Jahrhundert, um ein gewaltiges Reich aufzubauen. Und manche sind der Ansicht, dass der entscheidende Faktor nicht die Überlegenheit seiner Armeen war, sondern der Zerfall des westgotischen Königreichs und eine geerbte Infrastruktur: die Römerstraßen.
Warum verlief die muslimische Eroberung Hispanias so schnell?
Das Westgotenreich war jahrzehntelang von Bruderkämpfen um den Thron zersetzt. Nach dieser Lesart war Hispania zwar Heimat von Konzilien und eines der Gebiete, in denen die christliche Kultur am meisten blühte, doch gerade diese Raffinesse wurde ihrem Verhängnis: Die intakten Römerstraßen fungierten als Autobahnen für eine blitzschnelle Eroberung; ohne sie, so die These, hätte der Vormarsch so viel gekostet wie bei den Römern oder wäre schlicht unmöglich gewesen. Das Königreich fiel nicht wegen fehlender Mauern, sondern wegen fehlender Einheit.
Hatten die Umayyaden eine echte Verwaltung?
Hier spaltet sich die Analyse. Eine Richtung hält es für einen Anachronismus, im Jahr 700 von Verwaltung zu sprechen: Kein vormodernes Reich zentralisierte irgendetwas, es zog nur Heere umher und kassierte, um sie zu unterhalten. Die Antwort fällt direkt aus: Rom hatte Provinzen, Volkszählungen, geschriebenes Recht und zentrale Steuererhebung, und die Umayyaden erbten einen Großteil dieses Apparats, behielten die byzantinischen und persischen Steuersysteme, beschäftigten Christen und Nnnn als Beamte und schufen den Diwan, das militärische und fiskalische Register. Der Mythos vom Reich ohne Staat hält nicht stand.
Poitiers: Wo die Expansion gestoppt wurde
Die Grenze kam im Norden. In der Schlacht von Poitiers besiegten die Franken ein umayyadisches Heer, und zweihundert Jahre später wiederholte sich die Geschichte bei Lechfeld gegen die Ungarn. Hätten die Eindringlinge beide Schlachten gewonnen, sähe die Karte Europas anders aus. Zurück blieb eine Grenze, die den Kontinent in zwei Hälften teilte.
War Hispania vor der muslimischen Eroberung eine einzige Nation, oder ein Königreich, das niemand rechtzeitig zusammenzufügen verstand?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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