Omarchy kommt für BSD

David Heinemeier Hansson kündigt Omarchy für FreeBSD an, das System, auf dem er Anfang der 2000er seine E-Mail und Website hostete. Ein Weg ohne Telemetrie.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Omarchy, die Desktop-Umgebung, die David Heinemeier Hansson für Arch Linux gebaut hat, läuft nun auf FreeBSD. Die Ankündigung stammt vom Ruby-on-Rails-Schöpfer selbst, der zwischen 2000 und 2010 seine private E-Mail und sein Webhosting auf diesem System betrieb.

Der Schöpfer von Ruby on Rails, **David Heinemeier Hansson**, hat angekündigt, dass Omarchy, seine Desktop-Umgebung für Linux, nun auf FreeBSD läuft. Er tat dies auf seinem X-Konto, wo er sich daran erinnerte, dass er in den frühen 2000er Jahren seine private E-Mail und sein Webhosting auf diesem Betriebssystem betrieb. Die Nachricht ist wichtig, weil Omarchy als Konfigurationsschicht auf Arch Linux entstand und nun die Grenze zu einer anderen Systemfamilie überschreitet.

## Was Omarchy ist und warum es auf FreeBSD portiert wurde

Omarchy ist eine Sammlung von Einstellungen und Werkzeugen, die eine Arch-Linux-Installation in einen einsatzbereiten Desktop verwandeln, mit Tiling-Fenstermanager und Tastenkürzeln. Der Autor präsentierte es als praktische Alternative zu macOS für alle, die im Terminal arbeiten. Der Sprung zu FreeBSD ist nicht trivial: Man teilt die Philosophie freier Software, doch Paketsystem, Kernel und Konfigurationspfade sind unterschiedlich.

Hansson ist kein Neuling im BSD-Ökosystem. Er selbst verortet seine FreeBSD-Erfahrung in den frühen 2000er Jahren, als er es für E-Mail- und Webdienste nutzte. Dieser Hintergrund erklärt, warum das Port kein Wochenendexperiment ist.

## Telemetrie als Argument

Der Reiz des Angebots passt zu einer wachsenden Sorge darüber, was Betriebssysteme mit den Nutzerdaten machen. Windows und macOS sammeln Nutzungsmetriken, und ein Großteil kommerzieller Software aktiviert dies standardmäßig. FreeBSD enthält in seiner Basisinstallation keine solche Telemetrie.

Das ist die Nische: Wer einen modernen Desktop möchte, mit dem Komfort einer fertigen Konfiguration, aber ohne die Datenschichtsammlungen der großen Plattformen. Linux deckt einen Großteil dieser Nachfrage ab; FreeBSD kommt hinzu mit einer permissiven Lizenz und einer einheitlichen Systembasis.

## Ein Port, der sich noch zeigen muss

Dass Omarchy auf FreeBSD läuft, bedeutet nicht, dass es dort genauso reibungslos funktioniert wie auf Arch. Die Unterstützung von Grafikhardware und die Verfügbarkeit proprietärer Treiber waren historisch die Schwachstelle der BSD-Desktopsysteme. Es wurden weder Leistungszahlen noch eine Liste geprüfter Laptops veröffentlicht.

Für neugierige Nutzer lautet die vernünftige Empfehlung, es auf einem Zweitgerät oder einer separaten Partition auszuprobieren, bevor der Arbeitsrechner umgezogen wird. Und wenn sensible Daten im Spiel sind, sollte man die Sicherheitseinstellungen des Systems prüfen, bevor man ihm etwas anvertraut.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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