Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Obsession: der Low-Budget-Horrorhit, der das Publikum spaltet
Ein Horrorfilm von einem YouTuber spaltet das Publikum: Lob für die Atmosphäre, Kritik am Drehbuch und eine Debatte über seine geschlechtsspezifische Deutung.
Obsession: ein Pavor, der im Internet geboren wurde
Ein Low-Budget-Pavor eines Content-Creators ist zu einem der meistdiskutierten Phänomene des Jahres geworden. Obsession erzählt die Geschichte eines Mannes, der einen Sechs-Dollar-Riegel kauft, damit die Frau, die ihn besessen macht, ihn erwidert – und der Wunsch geht auf die schlimmste Art und Weise in Erfüllung. Wer den Film gesehen hat, erkennt im Plot Parallelen zu einer bekannten TV-Horrepisode über einen Affen und ein Affenpfote. Der Film hat ein unverhältnismäßig großes Kommentaraufkommen erzeugt, und das liegt nicht nur an seiner Qualität: Auch die gegensätzlichen Deutungen, die er ausgelöst hat, spielen eine Rolle.
Worum es in Obsession geht und warum er viral ging
Der Ausgangspunkt ist simpel: ein einsamer Mann, eine romantische Obsession und ein billiges Objekt, das Wünsche erfüllt. Das Ergebnis ist eine Spirale aus psychologischem Pavor, die laut mehreren Meinungen besser funktioniert, als ihre Prämisse vermuten ließe. Der Film ist gut gemacht, mit seinen Schwächen, fasst eine der häufigsten Einschätzungen zusammen. Eine andere betont, er sei kein Meisterwerk, wie manche behauptet hatten, aber deutlich über dem Genre-Durchschnitt: Ein Schrecken ist leicht, ein mulmiges Gefühl zu hinterlassen nicht – und das gelingt ihm immer wieder.
Das Phänomen hat eine klare generationelle Komponente. Er wurde von einem YouTuber gemacht, und das merke man, hält ein Kritiker fest: viel Tamtam drumherum und wenig Substanz. Demgegenüber feiert ein anderer Teil des Publikums genau das Gegenteil: dass ein junger Creator mit minimalem Budget einen Hit gelandet hat, von dem viele Veteranen nicht einmal träumen. Die Kluft zwischen beiden Lesarten ist an sich interessanter als der Film selbst.
Das Publikum spaltet sich zwischen Begeisterung und Verachtung
Die Reaktionen reichen von Lob bis Verachtung, kaum etwas dazwischen. Manche nennen ihn katastrophal und nur für Menschen mit einem Mentalalter von fünfzehn Jahren geeignet, vermuten, das Drehbuch sei mit Hilfe künstlicher Intelligenz geschrieben worden, und prahlen damit, seit 2012 kein Kino betreten zu haben. Am anderen Ende wird verteidigt, der Film hinterlasse ein mulmiges Gefühl, die weibliche schauspielerische Leistung sei bemerkenswert und obwohl er in ein paar Jahren vergessen sein dürfte, halte er mehr als genug von dem, was das Genre verspricht.
Der Konsum fand zudem überwiegend abseits der Kinosäle statt. Kopien in hoher Auflösung kursieren in privaten Filesharing-Netzwerken, und ein großer Teil des Publikums hat ihn in der Originalfassung mit Untertiteln gesehen statt synchronisiert. Manche verzichten ganz aufs Kino und warten auf die Streamingplattformen. Das klassische Kinofenster ist für diese Art von Produkt praktisch bedeutungslos.
Die Kontroverse um die Deutung der Geschlechter
Über die Qualität hinaus hat entfacht, was einen Teil des Publikums mit dem Film macht, die Debatte. Manche Stimmen haben ihn zu Munition gegen Männer gemacht, und das hat selbst bei denen Unbehagen ausgelöst, die den Film genossen haben. Die gezogene Parallele ist klar: Es wäre, als würde jemand mit Groll auf Frauen einen Klassiker über eine Fanatikerin sehen und daraus schließen, dass alle so sind. Der Vergleich ist nicht harmlos, beschreibt den Mechanismus aber gut.
Auch die Diskussion über das Ende hat zu gegensätzlichen Positionen geführt. Für manche lässt der Auschluss kalt; für andere ist er stimmig mit der Unruhe, die der Film sucht. Es gibt keinen Konsens – und es wird wohl auch nie einen geben: Es ist die Art von Film, über die mehr gestritten als er erinnert wird.
So wird Obsession voraussichtlich ein kurzes kommerzielles und ein langes Gesprächsleben haben. Der Creator dahinter hat bereits bewiesen, dass er Aufmerksamkeit in Kinokassen umwandeln kann, und das ist mehr wert als jede Kritik. Wiederholt sich die Formel, hat das spanische Genrekino einen neuen unbequemen Akteur. Wenn nicht, bleibt es die Anekdote eines Jahres, in dem ein Sechs-Dollar-Video mehr Leute erschreckt hat als so mancher Studiofilm.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (36 Antworten).
Der Exorzist, das japanische The Ring und Funny Games führen die Liste der Horrorfilme an, die man nicht erneut sieht. Gore schockiert nicht, sondern ekelt.
Eine Letterboxd-Liste, die Co-Regisseurinnen und transgeschlechtliche Regisseurinnen einschließt, sorgt für Kontroversen. Sichtbarkeit oder geschönte Zahlen? Wir schauen uns die Filme genauer an.
Eine kolumbianische Passagierin wurde in einem Bus von einem Mann beleidigt; eine andere Frau forderte Respekt ein, ein junger Mann griff ein. Der Streit eskalierte bis zur Schlägerei.
Erwachsene Spieler suchen keine Neuheiten mehr, sondern Ausreden, um weiter das Gleiche zu spielen. Der Markt hat in dieser Müdigkeit eine Goldader gefunden.
Real Madrid wandelte eine als 'demütigend' beschriebene Niederlage in einen 1:2-Sieg im Camp Nou um, mit Vinicius' Sperre und Florentino Pérez vor Gericht am 25. November.