Letterboxds Top 250 der Filme von Regisseurinnen sorgt für Streit

Eine Letterboxd-Liste, die Co-Regisseurinnen und transgeschlechtliche Regisseurinnen einschließt, sorgt für Kontroversen. Sichtbarkeit oder geschönte Zahlen? Wir schauen uns die Filme genauer an.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die 250 Filme von Regisseurinnen: Verdienstliste oder Manifest?

Ein Ranking auf Letterboxd hat die Debatte über Filme mit weiblicher Handschrift angeheizt. Die Liste, die von 'City of God' bis 'Matrix' reicht, ist keine bloße Aufzählung von Titeln: Ihr Aufnahmekriterium (Co-Regisseurinnen, trans und gender-expansive Regisseurinnen) hat eine Kluft zwischen denen aufgerissen, die die Sichtbarkeit feiern, und denen, die darin eine statistische Manöver sehen.

Das Problem der Co-Regie
Der umstrittenste Punkt sind die Co-Regien. 'City of God' erscheint mit Kátia Lund als Co-Regisseurin, obwohl die offizielle Oscar-Nennung allein an Fernando Meirelles ging. Die Regel der Akademie, die Regie-Teams nicht anerkennt, ließ Lund außen vor. Ähnlich verhält es sich bei den Filmen von Béla Tarr mit Ágnes Hranitzky als Co-Cutterin. Die Liste rechtfertigt diese Aufnahmen mit Anmerkungen der Redaktion, die die gemeinsame Arbeit erläutern. Manche Leser sind jedoch der Ansicht, dass die weibliche Präsenz aufgebauscht wird, indem Fälle wie die Wachowski-Schwestern (Regisseurinnen von 'Matrix') hinzugezählt werden, die zunächst als Männer lebten und später transitionierten.

Gutes Kino ohne Etikett
Abgesehen von der Kontroverse besteht Einigkeit, dass sich mehrere Filme lohnen: 'Persepolis', 'Little Miss Sunshine' und der Pavor 'Ravenous' von Antonia Bird werden als Beispiele für gutes Kino ohne Etikett genannt. Auch erinnert wird an einen unterhaltsamen U-Boot-Film mit Harrison Ford und Liam Neeson (möglicherweise 'K-19: Showdown in der Tiefe', Regie: Kathryn Bigelow), der gerade deshalb unbeachtet blieb, weil seine Regisseurin bereits einen Ruf hatte. Wie ein Kommentar sagt: Die besten Filme von Regisseurinnen sind die, bei denen man die Agenda nicht merkt.

Die verblüffende Erkenntnis: Dass es diese Debatte überhaupt gibt, deutet darauf hin, dass Filme von Frauen weiterhin mit einem anderen Maßstab gemessen werden – dabei sollte der Maßstab vielleicht derselbe sein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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