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Oberster Gerichtshof stoppt Wahlrecht der „Enkel-Gesetz“
Der spanische Oberste Gerichtshof setzt die Registrierung nach dem sogenannten Enkel-Gesetz vorläufig aus und friert das Wahlrecht der Eingebürgerten bis zum Urteil ein.
Oberster Gerichtshof friert Wahlrecht der „Enkel-Gesetz“ bis zum Urteil ein
In einer Wohnanlage ging kürzlich ein Brief an einen unbekannten Empfänger ein. Dieser Vorfall, im Zusammenhang mit Meldeangelegenheiten erwähnt, spiegelt die Stimmung wider, in der die Entscheidung des Tribunal Supremo (Oberster Gerichtshof) aufgenommen wurde: die vorsorgliche Aussetzung der Eintragungen ins Wählerverzeichnis im Rahmen der als Ley de Nietos (Enkel-Gesetz) bekannten Regelung, der Zusatzbestimmung VIII des Gesetzes zur Demokratischen Erinnerung. Das Gericht hat sich nicht mit der Sache selbst befasst, sondern nur die wahlrechtlichen Auswirkungen gestoppt, während die Beschwerde geprüft wird.
Was genau hat der Oberste Gerichtshof gestoppt?
Die Anordnung unterbindet die Aufnahme neuer Eingebürgerter unter dieser Normung ins Wählerverzeichnis. Für bereits im CERA (Wählerverzeichnis für im Ausland lebende Spanier) eingetragene Personen werden die wahlrechtlichen Wirkungen vorsorglich eingefroren, bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Die Maßnahme ist nicht absolut: Der Ausschluss gilt nur, wenn die Konsulate die Eigenschaft als Nachfahren von Exilierten nachweisen können. Dies trennt diese Fälle von denen, die auf Grundlage der Richtlinie vom Oktober 2022 bearbeitet wurden, welche die Anforderungen lockerte. Das Gericht begründet den Schritt mit dem „irreversiblen Schaden“, der entstehen würde, wenn die Hauptsache erst nach den Wahlen entschieden würde, und betont, dass dies keine Vorwegnahme des Ergebnisses sei.
Der Ursprung liegt in einer Beschwerde von Iustitia Europa und Vox gegen den Beschluss der Junta Electoral Central (Zentrale Wahlbehörde), der vorgeworfen wird, ihre Aufsichtsfunktion unter Berufung auf angebliche Zuständigkeitslücken vernachlässigt zu haben. Die Entscheidung erging trotz ablehnender Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft und des Rechtsamtes des Staates.
Wer unterzeichnete die Richtlinie, die den Weg ebnete?
Den Berichten zufolge wurde die Richtlinie vom Oktober 2022 von Sofía Puente unterzeichnet, damals Generaldirektorin für Rechtssicherheit und öffentliches Glauben beim Justizministerium und Schwester von Óscar Puente. Ihre Auslegung der Voraussetzungen schuf laut Kritikern eine verallgemeinerte Exil-Vermutung, die die Registrierung von Nachfahren ohne nachgewiesenen Bezug zum tatsächlichen Exil ermöglichte. Daher die neue Differenzierung durch den Obersten Gerichtshof: Nicht alle Eingebürgerten sind betroffen, sondern nur jene Fälle, die durch diese interpretatorische Abweichung vom Gesetz erfasst wurden.
Erteilte Staatsbürgerschaften und die Debatte um die Briefwahl
Ein häufiger Einwand betrifft die Grenzen der Entscheidung: Bereits erteilte Staatsbürgerschaften werden nicht widerrufen, es wird lediglich ihr wahlrechtlicher Effekt suspendiert. Einige fordern weitergehende Maßnahmen wie die Überprüfung ausgegebener Personalausweise oder im Ausland bezogener Leistungen durch hier gemeldete Personen. Diese Verdächtigungen stützen sich jedoch nicht auf Daten im verfügbaren Material und bleiben Spekulationen, keine bewiesenen Tatsachen.
Parallel dazu zirkulieren Reformvorschläge: das italienische Modell mit einem speziellen Wahlkreis für Auslandsresidenten und weniger Sitzen, die Abstimmung in Botschaften oder die Abschaffung der Briefwahl. Letzteres wird oft mit Behauptungen über massiven Wahlbetrug bei der Postwahl in Deutschland verknüpft, ohne jeglichen Beweis. Eine solche Aussage ist unbelegt und sollte entsprechend behandelt werden.
Das überraschende Detail
Im Kleingedruckten findet sich ein unbequemer Punkt: Sowohl das Rechtsamt des Staates als auch die Staatsanwaltschaft lehnten die beantragte vorsorgliche Aussetzung ab. Die Hauptsache bleibt offen, und ein Datum für das endgültige Urteil steht noch aus.
Hinweis: Es handelt sich um eine vorsorgliche Maßnahme in einem laufenden Gerichtsverfahren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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