Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Oberster Gerichtshof bestätigt Strafmilderungen durch 'Nur Ja ist Ja'-Gesetz
Der spanische Oberste Gerichtshof bestätigt die Herabsetzung von Sexualstrafen nach dem 'Nur Ja ist Ja'-Gesetz und verwirft die Kriterien des Gleichstellungsministeriums.
Oberster Gerichtshof billigt Strafmilderungen für 'Nur Ja ist Ja'
Der spanische Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass rechtskräftige Verurteilungen wegen Sensual im Rahmen des Gesetzes "Nur Ja ist Ja" nach unten überprüft werden können. Das hohe Gericht verwirft damit die Kriterien, mit denen das Ministerium für Gleichstellung diese Milderungen verhindern wollte, und beruft sich auf den grundlegenden strafrechtlichen Grundsatz der Rückwirkung des milderen Rechts. Einfach ausgedrückt: Wenn ein neues Gesetz für den Verurteilten günstiger ist, wird es angewandt. Wie eine viel zitierte Bemerkung zusammenfasst: Sie haben nicht einmal die erste Seite des Buches aufgeschlagen. Die Entscheidung entfacht erneut den politischen Streit darüber, wer die Kosten eines Gesetzes trägt, das zum Schutz der Opfer geschaffen wurde, aber letztlich einigen Verurteilten zugutekommt.
Was der Oberste Gerichtshof entschied und warum
Das Urteil entkräftet die These des Gleichstellungsministeriums zur Vermeidung von Überprüfungen. Der Senat bewertet nicht, ob das Gesetz gut oder schlecht ist: Er stellt fest, dass die Norm aufgrund der Neuordnung der Strafen in vielen Fällen weniger streng ist als die vorherige und daher eine Überprüfung obligatorisch ist. Dies ist das klassische Prinzip der Rückwirkung des milderen Rechts, ein Automatismus, der weder vom Willen des Gesetzgebers noch vom Ärger des Ministeriums abhängt.
Daraus erklärt sich die Verwirrung im politischen Spektrum. Monate lang wurde behauptet, Anweisungen oder Auslegungskriterien reichten aus, um die Milderungen zu blockieren. Der Oberste Gerichtshof antwortet mit Nein: Was das Gesetz vorschreibt, kann nicht durch einen Erlass korrigiert werden. Die praktische Konsequenz ist, dass jedes Gericht Fall für Fall prüft und gegebenenfalls die Strafe senkt.
Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, Gericht lehnte ab
Ein oft wiederholtes Detail ist, wer versuchte, den Strom der Freilassungen zu stoppen. Es war nicht nur das Ministerium: Laut der Debatte legte die Staatsanwaltschaft, abhängig von der Regierung, Berufung gegen die von Gerichten angewandten Reduzierungen beim Obersten Gerichtshof ein. Das hohe Gericht wies diesen Ansatz zurück.
Der Nebeneffekt ist unbequem für die Exekutive, die monatelang den Fokus auf die autonomen Gemeinschaften und Richter richtete und nun ohne das Argument der internen Anweisung dasteht. Einige Analysen kommen zu dem Schluss, dass der politische Schlag nicht das Gleichstellungsministerium trifft, sondern La Moncloa selbst, das erklären muss, warum seine Staatsanwaltschaft einen Kampf führte, den der Oberste Gerichtshof in die entgegengesetzte Richtung entschied.
Irene Montero und die politischen Kosten des Gesetzes
Das Gesetz ist das Aushängeschild von Irene Montero, und hier liegt der Knotenpunkt. Ihr Ressort verkaufte es als historischen Sprung beim Opferschutz, doch die Erzählung der Herabsetzungen schlug ihr ins Gesicht. Manche argumentieren, das Problem sei nicht der Text, sondern die Hast bei der Bearbeitung und die Unfähigkeit, ihn rechtzeitig zu korrigieren.
Parallel läuft der Kampf um die Sitze. Kritiker sagen, die Abnutzung komme zum schlechtesten Zeitpunkt für Verhandlungen links der PSOE, wo die Einbindung von Parteien und Personen vor der nächsten Wahl geklärt wird. Manche gehen davon aus, dass dies Kampagnenmunition gegen die lila Partei wird, während andere behaupten, die treue Wählerschaft halte trotz des Sturms zusammen.
Fälle, die die Debatte anheizen
Das menschliche Material der Kontroverse bilden konkrete Fälle. Genannt wird eine 8-jährige Haftstrafe für Betasten zweier junger Frauen, wobei argumentiert wird, dass so hohe Strafen für Handlungen ohne schwere Aggression befremdlich wirken. Als Antwort darauf sagen Kritiker, die Mischung aus hohen Strafen und Freilassungen mache die Debatte zu einem Austausch von Schlagzeilen.
Zirkuliert auch, ohne unabhängige Überprüfung, die Information, dass 9 der 16 Richter des Strafgerichts des Obersten Gerichtshofs Konten in Steueroasen hätten. Ebenso unbelegt sind Theorien, die das Chaos einer vermeintlichen freimaurerischen oder globalistischen Agenda zuschreiben. Diese Lesarten tauchen in der Diskussion auf, halten aber keinem Beweis stand.
Mit diesen Bausteinen sollte die Angelegenheit technisch gelöst werden: Reformieren Sie das Gesetz, korrigieren Sie die Auswirkungen und beenden Sie den Blutverlust. Das passiert nicht. Jede bestätigte Reduzierung setzt den politischen Zyklus neu in Gang, und jede Berufung fügt eine Schicht Abnutzung hinzu. Der Punkt, an dem die Analyse feststeckt, ist immer derselbe: War dies ein vermeidbarer Berechnungsfehler oder das vorhersehbare Ergebnis eines Gesetzes, das niemand bis zum Ende lesen wollte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (113 Antworten).
Irene Montero konsultiert Horoskope während ihrer Leitung des Ministeriums für Gleichstellung; die Debatte über Esoterik und öffentliche Ausgaben verschärft sich.
Die Waldbrände in Madrid entfachen die Debatte neu: Fehlt es an Investitionen oder gibt es unnötige Ausgaben? Ein Techniker erklärt, dass man mit dem Geld für politische Berater…