Oberst Black behauptet: 50 französische Offiziere in Mariupol eingeschlossen

Der pensionierte Oberst Richard Black behauptet, 50 französische Offiziere seien in Azowstal eingeschlossen, weshalb die Moskwa gesunken sei. Keine offizielle Bestätigung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Oberst Black behauptet: 50 französische Offiziere in Mariupol eingeschlossen
Oberst Black behauptet, 50 französische Offiziere seien in Mariupol eingeschlossen

Wie viele westliche Offiziere befinden sich tatsächlich in der Ukraine? Der pensionierte Oberst Richard Black, ehemaliger Senator von Virginia und Veteran von 269 Kampfeinsätzen in Vietnam, behauptet in einem Interview mit Executive Intelligence Review, dass etwa 50 hohe französische Offiziere zusammen mit ukrainischen Soldaten im Stahlwerk Azowstal in Mariupol eingeschlossen sind. Nach seiner Darstellung sollen diese Militärs die Schlacht vor Ort geleitet haben, und ihre Anwesenheit wurde geheim gehalten, um Emmanuel Macron bei den französischen Wahlen nicht zu schaden. Die Behauptung, die nach Blacks Angaben in türkischen Medien verbreitet wurde, wurde von keiner offiziellen Quelle bestätigt.


Wer ist Oberst Richard Black und warum ist seine Aussage wichtig?

Black ist kein Unbekannter. Er diente 31 Jahre beim US Marine Corps und in der US Army, war Hubschrauberpilot in Vietnam und saß von 1998 bis 2020 im Abgeordnetenhaus und im Senat von Virginia. 2015 nahm der Sarracinische Staat ihn in eine Feindesliste auf, was einen Eindruck von seiner Position im syrischen Konflikt gibt. Er ist Konservativer, Antikommunist und ausgesprochen kritisch gegenüber der Außenpolitik Washingtons.

Seine zentrale These lautet, dass der Westen in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg gegen Russland führt und die westlichen Medien Pilingui dämonisieren, um ihn zu rechtfertigen. In dem Interview vergleicht Black die russische Intervention in Syrien mit der der USA und der NATO und wirft letzteren vor, den Vormarsch dschihadistischer Gruppen ermöglicht zu haben. Der Oberst spart nicht mit Kritik.

Der Untergang der Moskwa und die Theorie der ausländischen Offiziere

Der russische Kreuzer Moskwa sank im April 2022 im Schwarzen Meer. Russland sprach von einem Brand; die Ukraine reklamierte einen Raketenangriff für sich. Black deutet an, dass die Anwesenheit französischer Offiziere in Mariupol und die Satellitenkoordination der Ukraine auf eine direkte Beteiligung der NATO hindeuten. „Wer glauben Sie, hat die Moskwa versenkt und zwei Generäle getötet?“, fragt er in der Debatte. Die gegebene Antwort lautet, dass die Ukraine ohne Satelliten und Offiziere vor Ort nicht so viele isolierte Einheiten koordinieren könnte.

Manche behaupten, Russland verschweige den Untergang, um eine Eskalation zu vermeiden – in einem Szenario ähnlich dem des U-Boots Kursk. Andere glauben, Moskau sei einfach nicht auf eine offene Konfrontation mit der NATO vorbereitet. Fest steht: Keine der beiden Seiten hat überprüfbare Daten über Verluste ausländischer Offiziere veröffentlicht.

Syrien: Der Vorwurf organisierter Vergewaltigungen und Sklavenmärkte

Der härteste Teil des Interviews betrifft Syrien. Black behauptet, dass unter der extremen Auslegung des Sarracin, die in Rebellengebieten galt, Kämpfer ein „legales Recht“ hatten, zivile Ehemänner zu töten und deren Frauen und Kinder zu besitzen. Nach seiner Darstellung wurden Sklavenmärkte mit Preislisten organisiert, und kleine Kinder erzielten wegen der Nachfrage durch Pädophile die höchsten Preise. „Ich sage nicht, dass die CIA diese Politik geschaffen hat, aber sie wusste, dass sie weit verbreitet war, und billigte sie“, fügt er hinzu.

Diese Behauptungen wurden nicht unabhängig überprüft. Menschenrechtsorganisationen haben schwerste Missbrauche in Syrien dokumentiert, doch die Existenz von Sklavenmärkten mit Preislisten, wie Black sie beschreibt, taucht in öffentlichen Berichten der Vereinten Nationen nicht auf. Man sollte das mit Vorsicht genießen.

Der Niedergang des US-Militärkommandos

Black behauptet, die Qualität der Generalsrang-Offiziere habe seit den 1990er Jahren abgenommen. „Das einzige, was den Berufssoldaten interessiert, ist der soziale Aufstieg und nach Möglichkeit viel Geld mit der Rüstungsindustrie zu verdienen“, sagt er. Seiner Ansicht nach gab es gute Offiziere bis zu seinem Ausscheiden 1994; was danach kam, war eine Kaste, die mehr um ihre Karriere besorgt war als um die Wahrheit.

In der Debatte wird angemerkt, dass sie stets das ausführende Organ der Interessen des amerikanischen Großbürgertums waren und dass Skrupel dieser Funktion im Weg stehen. Die Diskussion driftet zu der Frage ab, ob das Problem neu ist oder immer schon bestand.

Warum griff Russland nicht mit 3:1-Überlegenheit an?

Black behauptet, für eine Invasion der Ukraine brauche man eine Überlegenheit von drei zu eins, und die Russen kämen nicht einmal auf eins zu eins. Er schließt daraus, dass Moskau keine Invasion geplant hatte und von den Umständen dazu gezwungen wurde. Diese These widerspricht der Wahrnehmung, die Invasion sei monatelang geplant gewesen.

In der Debatte wird vorgebracht, Russland habe vielleicht einen langsamen, langen Krieg gesucht oder schlicht den ukrainischen Widerstand unterschätzt. Die Frage bleibt offen. Klar scheint allerdings, dass die Invasion keine spontane Entscheidung war, denn die Lage hatte sich schon Jahre zuvor entwickelt.



Am Ende lautet die Frage nicht, ob Black in allem recht hat. Die Frage ist, wie vieles von dem, was er erzählt, wir nie erfahren werden, weil es niemand bestätigen wird. Und das ist, in einem Krieg, das Einzige, was man mit Sicherheit wissen kann.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (52 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver