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Nur eine Sache vermisse ich an Spanien: seine Schwulen
Ein bisexueller Mann, der in Japan lebt, vermisst die Komplimente schwuler Männer, die er in Madrid bekam. Die ständige Schmeichelei, sagt er, wirke wie eine soziale Droge.
Der Verfasser des Beitrags, bisensbi und in Japan wohnhaft, vermisst die offene Schmeichelei, die er in Madrid von schwulen Männern bekam, wo er angeblich «praktisch beim Rausgehen angesprochen wurde». In Japan nimmt er nur mehrdeutige Signale wahr, und sein «chronisch niedriges Selbstwertgefühl» verlangt nach etwas Direkterem.
## Madrid als schmeichelnder Spiegel
Die Szene wiederholt sich: Jemand kommt heran und sagt «Ich weiß, dass du hetero bist und ich keine Chance habe, aber als du reinkamst, hielten dich all meine Freunde für einen Schauspieler». Oder die Variante «Schade, dass du hetero bist, du bist wirklich attraktiv». Der Erzähler lebte damals in **Madrid** und war bereits auf der heterosenshetero Schiene unterwegs, aber die Komplimente kamen weiter von schwulen Männern, manchmal **25-Jährigen**, mit einer Hartnäckigkeit, die er als fast täglich beschreibt.
Dieser stete Komplimenteregen, sagt er, mache den Empfänger zu «einem sozialen Aktiv von großem Wert». Der Vergleich stammt von ihm selbst: Es wird zur Droge. Das ist keine klinische Metapher, sondern nur seine Art zu erklären, dass ständige Schmeichelei abhängig macht und ihr Fehlen auffällt.
## Japan: Signale, die nicht reichen
In **Japan**, wo er jetzt lebt, schaltet sich dieser Kreislauf ab. Er erkennt gewisse Signale, von Männern wie von Frauen, aber nichts Explizites. Sein «chronisch niedriges Selbstwertgefühl» braucht mehr als Andeutungen. Die Klage richtet sich gegen niemanden: Er beschreibt einen Wechsel des sozialen Codes, den Übergang von der direkten Erklärung zum stillschweigenden Einverständnis.
## Was zu retten ist und was nicht
Sein persönliches Fazit ist deutlich: Das Einzige, was er an **Spanien** rettet, sind seine attraktiven und offensiven Schwulen. Beim Rest, angefangen bei den Zügen, bleibt er bei **Japan**. Das ist eine Meinung, keine Tatsache, und man sollte sie als das lesen, was sie ist: das Zeugnis eines Menschen, der ein Land daran misst, wie die Leute ihn in einer Bar ansehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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