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Neuwagen zehren Ersparnisse auf
Neuwagen verlieren sofort an Wert, und das Durchschnittseinkommen gleicht dies nicht aus. Auch der Gebrauchtwagenmarkt bietet kaum Entlastung.
Neuwagenkauf: die Ausgabe, die Ersparnisse auffrisst
In jeder Autohaus in Spanien wiederholt sich eine Szene: Jemand unterschreibt einen Fünfjahreskredit für ein Fahrzeug, das bereits beim Verlassen des Parkplatzes deutlich weniger wert ist als der gezahlte Preis. Die Wertminderung ist der stille Feind. Ein Auto ist keine Investition, sondern eine Ausgabe, und es anders zu betrachten, kommt teuer zu stehen. Das Problem ist nicht nur der Listenpreis: Es liegt daran, dass das Durchschnittsgehalt nicht mithält. Ein Auto mit einem Jahresgehalt zu kaufen bedeutet, in diesem Jahr nicht zu essen, fasst einer der häufigsten Kommentare zusammen.
Warum ein Neuwagen Vermögen vernichtet
Die Logik ist gnadenlos. Ein Fahrzeug verliert in den ersten Jahren schnell an Wert, und wer es neu kauft, trägt diesen gesamten Verlust. Eine Wertminderung von 30 % wird beim Verkauf kaum ausgeglichen, und der Markt honoriert die Sorgfalt, die der Besitzer glaubt, dem Auto entgegengebracht zu haben, nicht. Mehrere Stimmen aus der Verbraucherschutzszene sind klar: Die Zulassung ist eine freiwillige Steuer, die der Erstkäufer zahlt.
Die optimistischste Berechnung geht davon aus, dass ein 25.000-Euro-Auto mit fünfzehn Jahren Garantie und zwanzig Jahren Lebensdauer ein vernünftiger Kauf sein kann. Das pessimistische Szenario beginnt mit einem finanzierten BMW für 50.000 Euro, der am Ende mit Zinsen 65.000 Euro kostet. Der Unterschied liegt nicht im Motor, sondern im Kopf dessen, der unterschreibt.
Der Gebrauchtwagenmarkt rettet niemanden mehr
Hier kommt der Widerspruch, der verwirrt. Das klassische Rezept – dass jemand anderes die Wertminderung schluckt – hat Risse bekommen. Mit der Inflation der letzten Jahre sind die Preise für Gebrauchtwagen im Vergleich zu Neuwagen kaum gesunken, und in einigen Fällen hat sich die Lücke bis zur Absurdität geschlossen. Ein zugelassenes Auto mit 9.000 Kilometern reduziert den Preis eines 40.000-Euro-Neuwagens kaum um 6.000 Euro, und obendrein gehen Garantien und Wartungen verloren.
Der spanische Markt ist zudem überteuert. Manche importieren Fahrzeuge aus anderen europäischen Ländern, wo die Preise logischer sind, und verkaufen sie hier weiter. Optionen mit null Kilometern oder Leasing nach einem Jahr mit wenigen Kilometern sind auch kein Schnäppchen: halbe Garantie verbraucht und unklare Nutzungshistorie. Arme zahlen immer doppelt, lautet das Fazit eines Kommentars, der das allgemeine Empfinden zusammenfasst.
Ist ein Auto Ausgabe oder Investition?
Es hängt davon ab, wofür man es braucht. Für Stadtbewohner mit U-Bahn-Anbindung ist ein Auto ein verzichtbarer Luxus. Für jemanden, der in einem Industriegebiet ohne öffentliche Verkehrsmittel arbeitet, ist es der Schlüssel zum Gehaltsscheck. Manche brauchen das Auto vertraglich und erhalten zwei Drittel der Kilometerpauschale und Spesen netto. In diesem Fall ist das Fahrzeug gleichzeitig Ausgabe und Investition: Ohne ihn gibt es kein Gehalt.
Die Bewegungsfreiheit wiegt ebenfalls schwer. Wer im Norden mit eigenem Auto gereist ist, weiß es: Es gibt Orte, die man sonst nicht erreicht, und jederzeit zurückkehren zu können ist unbezahlbar. Der Trick, sagen sie, besteht darin, etwas zu kaufen, das man sich leisten kann und das hält. Das Problem ist, dass kein aktuelles Fahrzeug fünfzehn oder zwanzig Jahre ohne große Pannen hält, und Elektroautos entwerten sich brutal.
Die Falle der modernen Zuverlässigkeit
Heutige Autos sind Kühlschränke auf Rädern: Bildschirme, schlechterer Kunststoff, mehr Marge für den Verkäufer. Ein Motorschaden vor 100.000 Kilometern ist keine Seltenheit mehr, und Garantien scheitern an Kleinigkeiten. Die alte Schule plädiert für das Gegenteil: Ein Diesel vor der Euro-5-Norm, ohne EGR oder Filter, gut gewartet, hält Jahrzehnte. Allerdings muss man in Umweltzonen die Plakette akzeptieren.
Die offene Frage ist unbequem. Hat es bei diesen Preisen und dieser Wertminderung Sinn, neu zu kaufen? Ein neuer Plug-in-Hybrid-Passat kostet 50.000 Euro; mit zwei Jahren und unter 50.000 Kilometern 25.000 Euro. Die Hälfte. Wer neu kaufte und nach wenigen Jahren verkaufen wollte, stellte fest, dass der Markt sein Auto nicht so bewertete wie er selbst. Einmal und nie wieder.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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