Neuneinhalb Jahre Haft, weil er eine KI mit Knochen 'trainiert' haben soll

Die spanische Staatsanwaltschaft fordert 9,5 Jahre für die Schändung von 11 Gräbern und den Aufbau einer Datenbank zum KI-Training. Die Geschichte fällt rechtlich in sich zusammen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Neuneinhalb Jahre Haft, weil er eine KI mit Knochen 'trainiert' haben soll
9,5 Jahre Haft wegen des 'Rechenzentrums' auf einem Friedhof

Ein Privatmann behauptet, die spanische Staatsanwaltschaft fordere neuneinhalb Jahre Haft, weil er elf Gräber zu Trainingsmaterial für künstliche Intelligenz gemacht haben soll. Die in diesen Tagen kursierende Geschichte beschreibt einen nächtlichen Einsatz auf einem Friedhof: Nischen öffnen, Überreste entnehmen, 327 Gräber fotografieren und ihre Einträge kopieren. Das erklärte Ziel: ein System mit biologischen Daten füttern. Keine dieser Behauptungen ist überprüft.

Warum Artikel 197 die Anklage nicht trägt

Der juristische Teil der Geschichte zerfällt von selbst. Der klassische Artikel 197, der den Datenschutz regelt, verlangt die Identifizierung lebender Personen: ein paar Knochen liefern kein brauchbares genetisches Profil ohne eine Referenzdatenbank Lebender, die hier niemand hat. Und Hausfriedensbruch deckt Friedhofsanlagen nicht ab. Darauf weist eine Analyse hin, die den Fall begleitet und die technische Fragilität des angeblichen Anklageschreibens offenlegt.

Manche verteidigen die Anklage als Missbrauch des Justizapparats gegen einen unbequemen Privatmann; dagegen spricht, dass alle, der Autor eingeschlossen, den märchenhaften Ton einräumen. Die Sache wächst mit jeder Antwort, fügt Straftaten hinzu, je mehr das Publikum verlangt, und wird am Ende vom eigenen Publikum mit 0,5 von 10 bewertet.

Die unbequeme Frage lautet nicht, ob jemand Gräber schändete, um eine KI zu trainieren. Sondern wie viel von solchen Geschichten bereits als Fakt in die öffentliche Diskussion einsickert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (22 Antworten).

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