Neue Villen in Las Rozas bei Madrid ab 1.386.000 Euro

Ein Neubau-Einfamilienhaus in Las Rozas bei Madrid kostet 1,4 Millionen Euro – so viel wie eine hundertjährige Wohnung im Madrider Zentrum. Wer kann sich das leisten?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Einfamilienhäuser in Las Rozas ab 1,4 Millionen: der Einstandspreis für den Norden von Madrid

Ein Neubau-Einfamilienhaus in Las Rozas ist laut aktuellen Inseraten für weniger als 1,4 Millionen Euro nicht mehr zu finden. Die Paradoxe: Diese Summe entspricht dem Preis einer hundertjährigen Wohnung im Madrider Zentrum oder sogar einer Immobilie in weniger exklusiven Lagen. Der Wohnungsmarkt in der spanischen Hauptstadt und ihrem Umland ist so außer Kontrolle geraten, dass sich nur noch Haushalte mit sehr hohen Einkommen ein Eigenheim im nördlichen Speckgürtel leisten können.

Schmerzhafte Vergleiche: von Las Rozas nach Vallecas

Während Einfamilienhäuser in Las Rozas bei 1,4 Millionen Euro für rund 140 Quadratmeter beginnen, gibt es in Vierteln wie Vallecas oder Villaverde noch Neubauwohnungen ab 170.000 Euro. Allerdings sind die Preise in der Hauptstadt so stark gestiegen, dass eine 74-Quadratmeter-Wohnung in La Guindalera, einem eher unspektakulären Viertel, bereits nahe an die 410.000 Euro heranreicht. Die Quadratmeterpreise in Gegenden wie Arturo Soria oder im Barrio de Salamanca übertreffen die von Las Rozas bei Weitem, weshalb manche die Häuser dort als relativ Schnäppchen betrachten.

Das Phänomen der Investoren und der unmöglichen Hypotheken

Einige dieser Immobilien werden bereits vermietet verkauft – eine Praxis, die den Preis normalerweise senkt, in diesem Fall aber nicht daran hindert, rund 1,4 Millionen Euro zu verlangen. Bei einer Hypothek von 6.000 Euro im Monat wird das Ausfallrisiko des Mieters für den Käufer zum Albtraum. Knappes Angebot und die Nachfrage von Investmentfonds treiben die Preise in die Höhe, während die durchschnittlichen spanischen Gehälter weit von solchen Summen entfernt sind.

Das Ende der Mittelschicht im Premium-Vorort?

Die aktuellen Preise in Las Rozas und anderen Orten im Norden von Madrid schließen die arbeitende Mittelschicht aus. Manche meinen, diese Zahlen seien im Vergleich zu zentrumsnahen Madrider Vierteln noch niedrig und der Markt werde weiter steigen. Doch die Frage bleibt: Ist dieses Modell tragfähig, wenn die meisten Arbeitnehmer einen Kauf in diesen Gegenden nicht einmal in Betracht ziehen können? Unterdessen erscheinen weiterhin Inserate für Einfamilienhäuser für 1,4 Millionen Euro – und finden Käufer.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).

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