Sánchez' 'Privatreise' nach Andorra: 565 Euro pro Zimmer und offene Fragen
Welche Geschäfte hat der spanische Ministerpräsident in Andorra? Diese Frage stellt sich erneut, nachdem bekannt wurde, dass Pedro Sánchez und Begoña Gómez dasselbe Ziel gewählt haben: ein Luxushotel im Fürstentum, offiziell als Privatreise deklariert. Diskret wirkt das nicht. Das günstigste Zimmer kostet rund 565 Euro, und laut Medienberichten hat das Gefolge des Regierungschefs eine ganze Etage gebucht.
Andorra ist kein gewöhnlicher Ort. Das Fürstentum war historisch ein Steuerparadies mit diskreten Konten, was alle möglichen Spekulationen befeuert. Bei jedem Ausflug stellen sich dieselben Fragen: Wer bezahlt die Rechnung? Was wird abseits der offiziellen Agenda verhandelt? Kritiker meinen, es gebe keine unschuldige Reise an einen solchen Ort. Andere wünschen sich ironisch, er bleibe möglichst weit von seinem Schreibtisch entfernt: Wenn er arbeitet, richtet er nur Chaos an.
- Günstigstes Zimmer: 565 Euro.
- Ganze Etage für das Gefolge, laut Berichten.
- Reise als 'privat' deklariert, mit Debatte darüber, wer die Kosten trägt.
Der unangenehme Vergleich liegt nahe: Der katalanische Korruptionsskandal wurde seinerzeit als 3-Prozent-Affäre bekannt; inzwischen wird in der öffentlichen Diskussion sarkastisch von 30 Prozent gesprochen. Eine Anklage oder Belege dafür gibt es nicht, doch das Gerede wächst, jedes Mal wenn der Ministerpräsident die Grenze überquert. Die Spötteleien reißen nicht ab: vom Präsidenten, der gerne YouTuber werden will, bis zu dem, der sein Kleingeld auf die Bank bringen will.
Am Ende erholt sich Sánchez. Andorra bekommt ihm gut: Schnee, Stille, Luxus. Und die Frage nach seinen Geschäften dort bleibt in der Luft, so wie der Preis der Suite, bei dem niemand bestätigt, wer sie bezahlt. Unterdessen muss sich die Titelseite von Libertad Digital nicht besonders anstrengen, um die Debatte weiter zu befeuern.