Netflix Spanien startet am 20. Oktober ab 7,99 Euro monatlich

Netflix kommt am 20. Oktober nach Spanien, ab 7,99 Euro pro Monat, mit einem kleineren lokalen Katalog als in den USA und Piraterie als Hauptkonkurrent.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Netflix Spanien startet am 20. Oktober ab 7,99 Euro monatlich
Netflix kommt am 20. Oktober nach Spanien, ab 7,99 Euro pro Monat

Vier gleichzeitige Verbindungen in 4K für 11,99 Euro. Aufgeteilt auf vier Personen sind das drei Euro pro Kopf. Diese Rechnung überzeugte viele, bevor der Dienst überhaupt in Spanien existierte. Das Unternehmen hat das Datum festgelegt: der 20. Oktober, mit drei Plänen, die bei 7,99 Euro pro Monat beginnen, plus einem kostenlosen ersten Monat. Das Abonnement kann jederzeit gekündigt werden.

Der Basisplan kostet 7,99 Euro und erlaubt eine einzige Verbindung in Standardauflösung. Der Standardplan steigt auf 9,99 Euro und ermöglicht zwei gleichzeitige HD-Verbindungen. Der Premium-Plan, 11,99 Euro, bietet vier Verbindungen in Ultra HD 4K. Der Dienst wird auf Smart TVs, Tablets, Mobiltelefonen, Computern, Konsolen, Set-Top-Boxen, Apple TV und Chromecast verfügbar sein. Es gibt eine Vereinbarung mit Vodafone España zur Integration in Vodafone TV, obwohl er über jeden Anbieter oder direkt im Internet abgeschlossen werden kann.

Was der Startkatalog enthält

Originalserien wie Daredevil, Sense8, Narcos, Marco Polo, Club de Cuervos, Grace and Frankie oder Unbreakable Kimmy Schmidt. Preisgekrönte Dokumentationen wie Virunga und Mission Blue, die Doku-Serie Chef's Table und der erste eigene Spielfilm, Beasts of No Nation. Alles untertitelt und ins Spanische synchronisiert, mit einer breiten Auswahl für Kinder. Der Katalog wird in den folgenden Monaten wachsen, und unter den angekündigten Premieren ist Jessica Jones, die zweite von vier Marvel-Serien, die zu The Defenders führen.

Ist es teuer, 8 Euro pro Monat für Netflix zu zahlen?

Das hängt davon ab, womit man es vergleicht. Für einen Teil der potenziellen Kunden liegt ein angemessener Preis bei 4,99 Euro, und alles darüber ist übertrieben. Für andere sind weniger als zehn Euro für das beschriebene Angebot nicht unangemessen, besonders im Vergleich zur Rechnung eines traditionellen Anbieters. Dazwischen liegen jene, die bereits fürs Fernsehen bezahlen und keinen Mehrwert sehen: Ein stückweise zusammengestelltes Programm — Canal+ Series, Series Xtra, DCine, Acción, Comedia, Estrenos, TCM, Hollywood HD, AXN White — deckt vieles davon ab. Und dann gibt es noch die, die einfach nicht zweimal für etwas bezahlen wollen, von dem sie glauben, es schon bezahlt zu haben.

Der echte Wettbewerber ist nicht Movistar: Es sind eMule, Torrents und Popcorn Time

Mit 8 Euro im Spiel ist der Gegner von Netflix nicht der aktuelle Betreiber, sondern der kostenlose Download. Es gibt Berichte über enorme P2P-Bibliotheken, aufgebaut auf eigenem Speicher und mehreren ausgeglichenen Leitungen. Aber es gibt Gegenargumente: Vieles davon kommt in schlechter Qualität, die Geschwindigkeiten sind gedrosselt, und man sollte jede Datei einzeln prüfen. Hinzu kommt der Verschleiß von Festplatten, Formaten und Verbindungen, was langjährige Nutzer ermüdet.

Die andere Front ist der Komfort. Ein 39-Euro-Chromecast und eine gute Leitung reichen aus, um 1080p ohne Probleme zu schauen, obwohl viele zugeben, dass ihre Verbindung bei 13,25 Mbit/s Downstream und 1,35 Mbit/s Upstream zusammenbricht. Wer zum bezahlten Abonnement wechselt, nennt genau das: Sofortverfügbarkeit und kein Management. Auch Antisurveillance-Befürworter haben ihren Punkt: Sie erinnern daran, dass die Verfolgung von Downloads in anderen Ländern weitaus ernster ist.

Warum der spanische Katalog kürzer ist als der in den USA

Die häufigste Beschwerde betrifft nicht den Preis, sondern den verfügbaren Inhalt. Der Dienst startete mit etwa 700 Titeln und wurde dafür kritisiert; fast ein Jahr später überstieg die Zahl 2.000 Serien, Filme und Dokumentationen. Trotzdem beschreiben manche den Katalog als knapp, während andere behaupten, nicht einen einzigen Film zu finden, den sie normalerweise sehen. Zur Klage über das Volumen kommt die geografische: Unterschiedliche Angebote je nach Land, wobei Kunden mehr zahlen als Amerikaner, um weniger zu sehen. Die Forderung nach einem einzigen globalen Netflix wiederholt sich.

Der Konflikt mit spanischen Filmproduzenten

Der Verband FAPAE und sein Präsident, Ramón Colom, haben Netflix mangelnden Kontakt vorgeworfen und fordern Investitionen in Spanien gemäß dem Gesetz. Das Unternehmen antwortet, dass sein Hauptsitz in den Niederlanden liegt und es keine solche Verpflichtung habe. Im Sektor wird zudem argumentiert, dass Netflix nicht über das spanische Funkfrequenzspektrum sendet, was nach Ansicht der Kritiker die Forderung inhaltsleer macht.

Wie sich die Beziehung zum Dienst entwickelt hat

Der anfängliche Enthusiasmus stieß bald auf die Realität: Nach dem Testmonat folgten Kündigungen wegen des schwachen Katalogs. Dann kam die Anpassung — einige Monate kündigen, auf Verstärkung warten und zurückkehren — und auch das Gegenteil: Leute, die komplett mit dem Herunterladen aufhörten. Geteilte Konten tauchten als Formel auf, Premium unter vier Personen zu je drei Euro, und selbst wer zugibt, jahrelang zwanghaft heruntergeladen zu haben, räumt ein, dass er keine Probleme mehr mit Torrents, Festplatten und Formaten will. Für bestimmte Serien hat die alte Methode noch Anhänger, die die ganze Staffel am Premierentag herunterladen.

Das erste Jahr hinterließ ein kurioses Bild. Ein Fan mit 30 Mbit/s und einem Chromecast sagte, es sehe besser aus als das klassische Fernsehen, während ein anderer, mit über 2.000 verfügbaren Titeln, behauptete, es gäbe keinen einzigen Film für ihn. Beides war gleichzeitig wahr. Und keines der beiden Probleme ist gelöst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (116 Antworten).

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