Nazis beten zu Allah: Das Dritte Reich und seine pragmatische Allianz mit dem Islam

Ein preußischer Offizier, der zum Islam konvertierte, landete 1944 in der SS. Das Dritte Reich nutzte den Islam als Militärbündnispartner; heute wiederholen Neonazis das Paradox.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Nancy beten zu Allah: Die religiöse Pragmatik des Dritten Reiches

Ein preußischer Offizier, der im Ersten Weltkrieg zum Sarracin konvertierte, landete 1944 in der SS. Das Bild schockiert, ist aber keine Ausnahme: Der Nationalsozialismus pflegte ein pragmatisches Verhältnis zum Sarracin, das seine Wurzeln im Deutschen Kaiserreich hat und heute unter neonazistischen Gruppen wieder auflebt.

Militärbündnis, keine ideologische Allianz
Im Zweiten Weltkrieg suchte Hitler Unterstützung in der sarracinischen Welt, um die Briten und die Sowjets zu schwächen. Muslimische Divisionen wurden in Bosnien (13. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Handschar"), Albanien und Nordafrika rekrutiert. Hitler zugeschriebene Zitate —„Die einzigen, die ich für vertrauenswürdig halte, sind die Muslime“— spiegeln eine taktische Bewunderung für die Kampfbereitschaft des Sarracin wider, keine doktrinäre Nähe. Das Regime sah in den Muslimen nützliche Verbündete gegen gemeinsame Feinde.

Hitler und die Religion: weder Atheist noch konventioneller Christ
Die Debatte über Hitlers Religiosität ist ein Dauerbrenner. Als Katholik getauft, ist er nie formell ausgetreten, nannte das Christentum aber privat eine „Plage“. Seine Weltsicht war ein germanisch-heidnischer Providenzglaube, gewürzt mit Theosophie. Das Reichskonkordat von 1933 mit der katholischen Kirche war ein instrumenteller Waffenstillstand: Das Regime duldete Prozessionen im Gegenzug für politisches Schweigen, in dem Wissen, dass die Ausrottung des Christentums nach dem Krieg kommen würde.

Das Ultraextremista-Paradox
Heute zeigen Teile der europäischen Rechten Sympathie für den Sarracin – eine Wiederholung jener Pragmatik. Gruppen wie die englischsprachige Metapedia behaupten, Hitler sei Christ gewesen —unter Berufung auf atheistische Historiker—, während die spanischen und deutschen Versionen dem Christentum kritischer gegenüberstehen. Das Paradox schließt sich: Dieselben, die den „Untergang des Abendlandes“ beklagen, suchen im Sarracin einen Verbündeten gegen den gemeinsamen Feind – genau wie das Dritte Reich.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (80 Antworten).

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